liebevoll - unser Leitbild

Shownotes

Gott ist Liebe. Gott hat die Welt aus Liebe geschaffen. Jesus Christus ist Menschen liebevoll begegnet und hat aus Liebe sein ganzes Leben verschenkt. Daher begegnen wir Menschen respektvoll und freundlich. Wir üben es ein, einander zu vertrauen, uns liebevoll umeinander zu kümmern, liebevoll zu streiten und nach dem Gemeinwohl zu fragen.

„Seid miteinander verbunden durch dieselbe Liebe, und strebt einmütig dasselbe Ziel an. Seid nicht auf euren eigenen Vorteil aus, sondern auf den der anderen – und zwar jeder und jede von euch! Denkt im Umgang miteinander immer daran, was in der Gemeinschaft mit Christus Jesus gilt…“ Philipper 2,2+4-5

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00:00:48: Liebevoll, da denke ich gleich Aua.

00:00:54: Ich war ja erst vor einer Woche bei einer Familienfeier und jemand sagte mir, mit der Kirche bin ich durch, da bin ich so enttäuscht worden, damit will ich nichts mehr zu tun haben.

00:01:11: Ich kann nicht damit leben, wenn Menschen ausgegrenzt werden.

00:01:16: Und das hat mir ein Stich versetzt, ich dachte Aua.

00:01:22: Und dann denke ich andererseits, wow, in Ihrem letzten Taufzeugen, es hat Ina hier öffentlich gesagt, Diese Gemeinde ist mein Heimathafen geworden.

00:01:31: Hier fühlte ich mich zu Hause.

00:01:32: Hier fühlte mich von Anfang an angenommen und akzeptiert so, wie ich bin.

00:01:36: Und ich bin endlich angekommen.

00:01:38: Und ich dachte, wow, so kann Gemeinde auch sein.

00:01:43: Liebevoll.

00:01:46: Beide Fahrungen gehören zu uns Menschen.

00:01:50: Aber wir verletzen einander.

00:01:55: Und wow, Gemeinde kann enttäuschen, Gemeinde kann beflügeln.

00:02:02: Und wenn wir über ein Leitbild nachdenken, dann reden wir auch über ein Wunschbild.

00:02:10: Beim Leitbild spricht man über das, was schon geworden ist und auch das, was man sich wünscht.

00:02:15: Und deshalb ein Leitbild ist auch ein Wunschbild.

00:02:20: Und ein Wunschbild, also wer das Wort Mehr mag, Vision, Vision ist ja ein Bild von der erwünschten Zukunft.

00:02:28: Das ist ja eine Vision.

00:02:30: Und ein Wunschbild im besten Sinne ist ja etwas, wo ich sage, so wünsche ich mir das.

00:02:36: So hat Gott sich das gedacht.

00:02:39: Und so möchte er das mit uns und durch uns.

00:02:43: Und liebevoll ist schon ein Wort, wo ich denke, ja, ein Leitbild enthält Ideale.

00:02:50: Ideale sind immer schöner als die Realität.

00:02:55: Und deswegen soll das Leitbild auch nicht richtig sein, im Sinne von, dann habe ich recht, wenn das richtig ist, sondern Es soll lebendig sein.

00:03:04: Es soll uns Orientierung geben, biblisch fundiert, aber nicht indem wir sagen, das ist richtig, stimmt, abgehakt, sondern es soll uns auch herausfordern.

00:03:15: Orientierung heißt, es soll uns auch leiten im Alltag etwas einüben lassen im Leben, in der Nachfolge.

00:03:24: Und deshalb das Wort liebevoll hat enorme Relevanz.

00:03:29: Das hat Jesus schon gesagt.

00:03:30: In Johannes dreizehn hat er nämlich gesagt, daran wird jeder Mann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

00:03:41: Den Gedanken hat Martina Arnoldt vorhin ja aus einer anderen Perspektive entfaltet, wenn mich jemand begleiten würde.

00:03:49: Und hier wird das für die ganze Gruppe gesagt, daran wird man erkennen, dass ihr zu Jesus gehört, wenn ihr Liebe miteinander habt, wenn ihr einander annehmen könnt.

00:03:58: Dieser liebevolle Umgang ist idealerweise das Erkennungszeichen dafür, dass Menschen zu Christus gehören.

00:04:05: Das ist eine christliche Gemeinde.

00:04:10: Und deshalb schreibt Paulus an die Philippa Folgendes.

00:04:28: Denkt im Umgang miteinander immer daran, was der Gemeinschaft mit Jesus Christus entspricht oder gilt.

00:04:38: Philippa II.

00:04:42: Und das ist für uns der Leittext zum Thema Liebevoll.

00:04:45: Und im Gemeinspiegel habe ich in fünf Worten zusammengefasst, wie wir als Leitung mit dem Wort Liebevoll das ausdrücken wollen.

00:04:53: Wir haben in der Gemeinleitung gerungen.

00:04:54: Sind das die Worte?

00:04:55: Und ich habe euch mal die ganz kurze Erklärung hier abgedruckt.

00:04:58: Gott ist Liebe.

00:04:59: Gott hat die Welt aus Liebe geschaffen.

00:05:02: Jesus Christus ist Menschen liebevoll begegnet und hat aus Liebe sein ganzes Leben verschenkt.

00:05:07: Und jetzt kommt daher begegnen wir Menschen respektvoll und freundlich.

00:05:13: Und wir üben es ein, einander zu vertrauen, uns liebevoll um einander zu kümmern, liebevoll zu streiten und nach dem Gemeinwohl zu fragen.

00:05:26: Dieser Text fängt mit Gott an.

00:05:29: Und wer schon den gemeinen Spiegel geblättert hat, nach dem Leitbild sieht, dass jeder dieser Stichworte mit Gott und Jesus Christus anfängt.

00:05:35: Warum?

00:05:35: Weil der Schöpf war, damit fängt es an.

00:05:39: Der Herr ist ja der Ursprung der Liebe.

00:05:41: Deshalb mit Michael Angelo dieses Bild gemalt, weil das sozusagen der Fingerpoint ist.

00:05:45: Gott hat aus Liebe den Menschen geschaffen, die Welt geschaffen, als Beziehungswesen.

00:05:50: Er hat uns so angelegt, dass wir nicht als einzelne leben, sondern ist wie... Menschen brauchen, Mitmenschen brauchen, Tiere brauchen, Pflanzen brauchen.

00:05:58: Und er hat Jesus Christus geschickt.

00:06:01: Gott als Schöpfer, der Erfinder der Liebe, der Kreator, der hat uns als Gegenüber ins Leben gerufen.

00:06:08: Nicht als Inseln.

00:06:12: Gott existiert aus Liebe.

00:06:14: Und wir existieren nicht einfach.

00:06:16: Wir sind Beziehungswesen.

00:06:19: Und die Schöpfung interagiert miteinander.

00:06:22: Sie reagiert aufeinander.

00:06:24: Pflanzen, Tiere, Menschen.

00:06:26: Alles ist ein gigantisches Beziehungsnetzwerk und wer sich für Naturwissenschaft interessiert, dringt da immer tiefer ein, wie die Dinge zusammenhängen und wie das Miteinander funktioniert oder dysfunktional wird.

00:06:40: Faszinieren, wie schön die Schöpfung sein kann und das Miteinander funktionieren kann und wie brutal und grausam, wenn Menschen die Schöpfung und die Beziehung untereinander zerstören und die Welt sogar unbewohnbar machen.

00:06:56: Und wir können diese Welt mehrfach unbewohnbar machen durch die Atomraketen, die wir haben.

00:07:02: Und wir können sie unbewohnbar machen durch klima- ungerechtes Handeln.

00:07:07: Wir können sie unbewohnbar machen für uns Menschen.

00:07:11: Dann können wir hier auf dieser Welt nicht mehr leben.

00:07:15: Und doch hat Gott die Welt aus Liebe geschaffen, weil Liebe sein Wesen ist, nicht nur eine Eigenschaft von Gott, sondern das ist sein Wesen.

00:07:24: Er kann gar nicht anders in der Schöpfung seine Liebe zu zeigen und dann in der Geschichte Gottes mit seinem Volk Israel und dann mit allen Menschen.

00:07:32: Und deshalb gipfelt das in Jesus Christus, weil in Jesus hat er dann gezeigt, Ja, ich möchte mit jedem Menschen einer persönlichen Beziehung leben.

00:07:41: Ich möchte ewiges Leben schenken.

00:07:43: Ich möchte mit dir die Ewigkeit verbringen, sagt Gott.

00:07:45: Und deshalb beschreibt Paulus den einen der ältesten Lobreissongs, den er auf Jesus gedichtet hat.

00:07:51: Der steht in Philippa II.

00:07:53: Und der beschreibt die ganze Reise, die Gott durch Jesus gegangen ist.

00:07:58: Eher.

00:07:59: der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raubgott gleich zu sein, sondern entäußerte sich und nahm Knechtsgestalt an und ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt und er erniedrigte sich selbst.

00:08:14: Und er war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.

00:08:20: Und darum hat ihn Gott erhöht und ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen, aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden sind und unter der Erde und alle Zunge bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, der Ehre Gottes des Vaters.

00:08:37: Wir haben das in diesem Lied heilig für immer am Ende auch gesungen.

00:08:41: und mich berührt das im Moment, weil ich mein Herz ist ein moment voller Weltschmerz, wenn ich die Nachrichten sehe.

00:08:45: Und ich habe schon gedacht, ob ich mal zwei Wochen gar keine Nachrichten sehe, weil ich das im Moment so krass finde, wie, ja, ich denke, ja, wenn doch mehr Menschen auf die Knie gehen würden vor etwas größerem als ihrem eigenen Willen.

00:09:02: Und Paulus argumentiert, bevor er da vom liebevollen Umgang spricht, damit, dass Jesus diesen Weg gegangen ist.

00:09:10: Dass Jesus alles verlassen hat, sich klein gemacht hat.

00:09:16: Liebevoll will sich begegnen, es heißt also sich an Jesus orientieren.

00:09:21: Christus orientiert Leben bedeutet also zu fragen, wie kann ich die Schöpfung lieben?

00:09:26: Und wie kann ich andere Menschen in der Schöpfung lieben?

00:09:29: Meinen Mitmenschen.

00:09:32: Und das entfaltet er und sagt ja, seit verbunden durch dieselbe Liebe und strebt einmütig dasselbe Ziel an.

00:09:41: Und dieselbe Liebe meint nicht ein ganz großes emotionales Gefühl, eine Sentimentalität, eine Rührseligkeit, ein Verliebtsein.

00:09:49: Es meint hier eine andere Liebe, es meint eine göttliche Liebe, eine Liebe, die von Gott kommt.

00:09:56: Weil diese Liebe ist die sich verschenkende Liebe, die selbstlos ist, die von sich absieht.

00:10:04: Und die strebt ein anderes Ziel an.

00:10:06: und das ist nicht ein Erfolgsziel, also ein bestimmter Zahl, die man erreichen muss, ein bestimmter Erfolg, die eine Gruppe erreichen will, sondern das Ziel ist hier eine Loving and Caring Community, eine liebevolle und sich kümmernde Gemeinschaft zu werden.

00:10:20: Das ist das Ziel, das Pausus vor Augen hat für die Gemeinde.

00:10:24: Eine liebevolle und sich kümmern der Gemeinschaft.

00:10:27: Und dann wird er ganz konkret.

00:10:29: Das wird nämlich dadurch konkret, wie er im nächsten Versack, seid nicht auf euren eigenen Vorteil aus, sondern auf den der anderen, jeder und jede von euch.

00:10:43: Das ist ja total herausfordernd.

00:10:46: Denn in unserer Gesellschaft, gerade in der westlichen Gesellschaft, geht es um die eigenen Bedürfnisse.

00:10:54: Was gefällt mir?

00:10:56: Was finde ich gut?

00:10:58: Wie fühle ich mich gut?

00:10:59: Wohl.

00:11:00: Und in der Regel auch in der Betonung, was gefällt mir?

00:11:05: Was finde ich gut?

00:11:07: Wie fühle ich mich wohl?

00:11:10: Der Maßstab dafür, ob was gut ist und passt, ist in unserer Zeit das eigene Ego, der eigene Geschmack, die eigene Meinung.

00:11:18: Und als Gesellschaften leiden wir darunter, dass es immer mehr Inseln gibt, immer mehr kleinere Gruppen, auf denen sich Menschen zurückziehen und Inseln, zu denen es keine Brücken mehr gibt.

00:11:33: Darauf zu achten, was dem anderen dient, das ist uns als Menschen nicht in die Wiege gelegt.

00:11:39: So sind wir nicht gestrickt.

00:11:41: Das Kleinkritt schreit, wenn es nicht bekommt, was es will.

00:11:47: Und ich konnte das als Kind wohl sehr gut an der Supermarktkasse nicht auf dem Boden werfen und schreien, wenn ich nicht bekomme, was ich will.

00:11:54: Und wir reagieren Eltern dann.

00:12:00: Doch als Erwachsene schreien wir manchmal noch genauso.

00:12:05: Vielleicht etwas verhüllter, aber manches ist völlig unverhüllt.

00:12:10: Das Internet mit seinen Komforten ist voller Hass und Hetze.

00:12:15: Und manchmal schreien Gewachsenen genauso in der Nachbarschaft, am Stammtisch, im Kollegium.

00:12:22: Oder könntet ihr jetzt alle davon erzählen, wie liebevoll bei euch die Menschen miteinander umgehen?

00:12:28: Ständig sind die Leute in voller Liebe miteinander unterwegs, überall.

00:12:32: Wir können uns gar nicht retten, vor lauter Liebe im Umgang.

00:12:36: Obwohl alle Firmen Leitbilder haben und Compliance regeln und was es alles gibt.

00:12:44: Also zu teilen, wegzusehen von den eigenen Bedürfnissen aus das, was dem anderen dient.

00:12:51: Das ist uns nicht in die Wege gelegt und Paulus fordert dazu auf.

00:12:55: Seid nicht auf euren eigenen Vorteil aus, sondern jeder auf den Vorteil des anderen.

00:13:02: Das wäre ein liebevoller Umdauung.

00:13:04: Das macht eine Gemeinschaft liebevoll.

00:13:06: Das würde dem Vorbild Jesu entsprechen, der ja nicht an seinen Vorteil gedacht hat, wie wir in Philippa II gehört haben, sondern alles verlassen und losgelassen hat für uns.

00:13:20: Woher kommt die Kraft für so eine jesuanische Haltung?

00:13:25: Woher kommt die Überzeugung, diese Kraft, die kann, glaube ich, nur aus Gott sprudeln.

00:13:30: Die kann nur durch die Kraft des Heiligen Geistes in einem Menschen wachsen.

00:13:36: Denn der heilige Geist, der ruft zur Umkehr und zum Umdenken.

00:13:43: Und dieses Umdenken nennt Paulus ganz konkret, wie soll ich umdenken?

00:13:49: Denkt im Umgang miteinander immer daran, was in der Gemeinschaft mit Jesus Christus gilt.

00:13:56: Das ist ja ein Umdenken, wenn ich denke, ach, ich soll jetzt daran denken, was würde denn jetzt der Gemeinschaft mit Jesus entsprechen?

00:14:04: Jesus, der Erste und Letzte, Alpha und Omega, wie bei uns hier im Fensterbild drin ist, der das vorgelebt hat und den Heiligen Geist gesandt hat, damit wir das jetzt einüben können, so ein christliches Leben.

00:14:17: Und das ist beim Thema Liebe immer im Wechsel zwischen Zuspruch und Anspruch.

00:14:23: Der Zuspruch ist ja das, was Gott dir schenkt und was er dir zusagt und was er dir gibt.

00:14:27: Und der Anspruch ist das, was Gott auch von dir fordert.

00:14:31: Was er von dir an Veränderung wünscht und erwartet.

00:14:36: Die Liebe, die ich von Gott erlebe, die verändert mich, die formt mich und die leitet diesen lebenslangen Veränderungsprozess Christus Ähnlicher zu werden ein.

00:14:48: Und deswegen haben wir als Leid und ganz bewusst formuliert, ja, Gott ist Liebe, Gott hat die Welt aus Liebe geschaffen.

00:14:55: Jesus Christus ist menschenliebevoll begegnet und hat sein ganzes Leben aus Liebe verschenkt.

00:15:00: Es ist die theologische Grundlage und daraus folgert etwas, nämlich daher begegnen wir Menschen respektvoll und freundlich.

00:15:11: Und wir üben jetzt was ein, nämlich einander zu vertrauen, uns liebevoll um einander zu kümmern, liebevoll zu streiten und nach dem Gemeinwohl zu feiern befragen.

00:15:23: Wir begegnen Menschen respektvoll und freundlich.

00:15:26: Das wurde auch beim Forum von Leuten genannt.

00:15:28: Liebevoll wäre doch ein zu großes Wort.

00:15:30: Es fängt doch erst mal mit Freundlichkeit und Respekt an.

00:15:32: Ja, das ist ja einen Vorgeschmack der Liebe, dass man erst mal überhaupt einem dem Menschen ansieht, wahrnimmt, begegnet.

00:15:42: Das ist sozusagen die ganz kleine Münze der Liebe, die schon so viel wert ist.

00:15:48: Jeden für respektieren, wie er ist, wie sie ist, freundlich zu sein.

00:15:54: Damit beginnt der Geist Jesu im Kleinen, am Herzen zu arbeiten und so begegnen wir Menschen hoffentlich.

00:16:01: Und dann möchte ich jetzt an drei Feldern hier, drei Bereichen entfalten.

00:16:05: Wie würde sich das auswirken, wenn ein Jesus orientierter Lebensstil sich entfaltet?

00:16:10: Im eigenen Leben und im Gemeindeleben, an diesen drei Stichworten, was wir einüben.

00:16:15: Hier steht ja, wir üben das ein.

00:16:17: Und das ist ganz bewusst zu formuliert, weil wir sagen nicht, ja so sind wir schon.

00:16:21: Und wenn du in diese Gemeinde kommst, da erlebst du den Himmel auf Erden.

00:16:25: Aber das ist auch nicht, also hier ist Mord und Totschlag.

00:16:30: Wir üben schon gar nicht mehr, weil wir haben es aufgegeben.

00:16:32: Wir sind alle sünder.

00:16:34: Und es ist genau dazwischen.

00:16:37: Wir wissen, wir müssen noch üben.

00:16:38: Jeder von uns.

00:16:41: Wir üben noch was.

00:16:42: Wir sind noch nicht perfekt.

00:16:44: Wir üben es ein, einander zu vertrauen.

00:16:49: Vertrauen ist ja der Klebstoff von Beziehungen, von Verbindungen.

00:16:52: Das ist wie Mörtel vom Haus, wenn man irgendwas zusammenfügt.

00:16:56: Das ist das unsichtbare Band zwischen Menschen.

00:17:00: Und Vertrauen Das Band der Liebe besteht quasi aus Vertrauensfasern.

00:17:06: Und Vertrauen hat eine besondere Eigenschaft.

00:17:08: Vertrauen ist ein Geschenk im Voraus.

00:17:12: Eigentlich sagt man nicht, ich vertraue dir, weil du, weil ich mit dir immer schon so gute Erfahrungen gemacht habe, sondern Vertrauen fängt eigentlich an, dass ich jemandem was anvertraue und jetzt das Risiko eingehe, wie die Person damit umgeht.

00:17:25: Ich vertraue der Person vielleicht ein Geheimnis an oder etwas Privates.

00:17:29: Ich vertraue der Person Geld an, ich vertraue der Person Verantwortung an, ich vertraue der Person meinen Gefühl an, dass ich habe, ich vertraue dem anderen etwas von mir an, etwas Unsichtbares, Geheimnis, Vertrauensvolles und ich traue dem anderen zu, dass er diese Verantwortung trägt, dass er mit dem, was ihm anvertraut ist, gut umgeht.

00:17:51: Ich vertraue, was der andere sagt, was er denkt, dass er das nicht hinter dem Berg hält, Und ich vertraue dem anderen auch, dass er glaubt.

00:18:03: Ich vertraue dem anderen, dass er der Beziehung entsprechend ehrlich ist.

00:18:09: Und Vertrauen braucht Übung.

00:18:11: Es muss man immer wieder üben.

00:18:12: Es braucht Einübung und auch Mut.

00:18:16: Vertrauen wagen.

00:18:18: Vertrauen investieren.

00:18:21: Das ist ein liebevoller Umgang.

00:18:25: Und gerade wenn jemand einmal enttäuscht hat... Wenn man sich denkt, ach, den kenne ich doch, die kenne ich doch, der ist doch immer so, die ist doch immer so, dann ist ja der Schritt des Vertrauens zu sagen, wir fangen neu an.

00:18:41: Ich vertraue trotzdem nochmal.

00:18:43: Ich wage es wieder.

00:18:48: Wir üben ein, einander zu vertrauen.

00:18:55: Ja, wir üben ein, uns liebevoll um einander zu kümmern.

00:18:59: Das hat ganz verschiedene Ebenen.

00:19:01: Das kann anfangen mit einer spontanen Nachfrage, wie es dem anderen geht.

00:19:05: Es ist ja auch ein Kümmern, ein Caring überhaupt wahrzunehmen.

00:19:10: Sich kümmern, das kann ganz spontan sein in einer scheinbar zufälligen Begegnung.

00:19:16: In der erkennbar wird, der andere ist nicht allein.

00:19:18: Irgendwie sind wir gemeinsam unterwegs.

00:19:23: Sich kümmern, das verbindet sich auch.

00:19:24: Deshalb... Werben wir für Hauskreise, dass man in einem bestimmten festen Rahmen sich trifft, um sich umeinander zu kümmern.

00:19:33: Und so hat Jesus immer wieder davon gesprochen, wie die vier Freunde, die ihn gelebt haben zu ihm bringen, dass so sieben Menschen sich treffen und eine kleine Gemeinschaft gründen, weil man sich nicht um alle kümmern kann.

00:19:46: Aber wenn jeder Menschen hat, die sich kümmern, innerhalb der großen Gemeinschaft, ist das eine unglaubliche Kraft.

00:19:54: Wo kümmern wir uns umeinander?

00:19:56: Eine Hilfe dazu ist in kleinen Gruppen, halt in Hauskreisen, aber auch in Gilgit-Betz-Kreisen kümmert man sich umeinander.

00:20:03: In Zweierschaften, wo ne zwei Menschen miteinander für ne Zeit unterwegs sind oder vielleicht auch schon ganz lange.

00:20:09: In der Taufbegleitung kümmern wir uns als Gemeinde und Menschen, die neu zur Gemeinde kommen.

00:20:14: Wir haben heute Morgen Taufsiminar gehabt und ich freue mich, dass wir im Oktober vier Menschen taufen dürfen.

00:20:19: Die sagen, ich möchte dabei sein.

00:20:21: Ganz verschiedenen Altersgruppen.

00:20:23: Und ja, die zum Teil neu da sind und jetzt mit Jesus unterwegs sind.

00:20:29: Und ich bin gespannt, wer sich Zeit nimmt, zu sagen, ich begleite die Person für ein Jahr und merke, wir kümmern uns umeinander.

00:20:38: Und das hilft für sich kümmern, eine verbindliche Struktur hilft einfach, wo der Kontakt da ist und wo man aufeinander eingeht.

00:20:47: Und dann haben wir einen ehrenamtlichen Besuchstdienst organisiert in der Gemeinde, weil wir uns auch um Menschen kümmern wollen, die selber nicht mehr kommen können und die selber sich nicht mehr auf den Weg in die große Gemeinschaft eines Gottesdienstes oder einer Veranstaltung begeben können.

00:21:02: Ja, wo es richtig Liebe ist, zu sagen, ich rufe die Person mal an, ich frag sie, ich besuche sie.

00:21:08: Und da haben wir immer noch Bedarf, dass wir Menschen haben, die sich kümmern.

00:21:14: Seit mehreren Jahren fragen wir auch danach, wer kann unter uns Kontakt halten, durch Telefonanrufe eben, durch einen Besuch zu Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr kommen können.

00:21:24: Und das wurde ehrenamtlich organisiert und immer wieder auch wird gelebt.

00:21:28: Und es ist eine tolle Gelegenheit, sich liebevoll um jemanden zu kümmern.

00:21:34: sich kümmern.

00:21:35: Es gibt so viele Möglichkeiten, sich zu kümmern.

00:21:38: Da werden wir nie Mangel haben.

00:21:42: Jesus hat dann ja noch von beim Herzen Samariter gesprochen, also sogar um Menschen, die ich noch gar nicht kenne.

00:21:46: Aber hier ist es ja erst mal, dass die gristliche Gemeinde anfängt, sich liebevoll umeinander zu kümmern.

00:21:54: Und das Dritte, das ich jetzt ein bisschen ausführlicher noch thematisieren möchte, ist, dass liebevoll zu streiten.

00:22:04: Die Liebe der Fernbedienung ist immer, dass sie erst verspätet reagiert.

00:22:07: Das ist Ich muss dir mehr streicheln.

00:22:12: Streiten, das ist für manche schon Unwort.

00:22:15: Ich habe eine Gemeinde vor Augen, da hat da mal eine Frau öffentlich gesagt, wir streiten uns nie in unserer Familie.

00:22:21: Und die Gemeinde lachte, die ganze Gemeinde lachte.

00:22:24: Sie dachte, das können ich mir bei euch überhaupt nicht vorstellen, bei den Akteuren.

00:22:27: Das ist euer Ideal.

00:22:28: Damit war gemeint, wir sind immer harmonisch miteinander.

00:22:31: Aber streiten ist doch notwendig.

00:22:34: Streiten heißt sich ringen.

00:22:35: Das gefällt mir auch persönlich nicht am öffentlich-politischen Diskurs, wenn immer gesagt wird, es wird so viel gestritten.

00:22:41: Also, wenn man nicht um verschiedene Meinungen und Positionen ringt, ist das Gespräch zu Ende.

00:22:48: Also, es geht nicht darum, dass man einen herab setzt und diffamiert und beleidigt, sondern, dass man miteinander ringt gehört dazu, dass man miteinander redet.

00:22:58: Wenn nicht geredet wird, sondern einsam entschieden wird, dass es nicht besser.

00:23:04: Es ist gesellschaftlich enorm relevant, liebevoll streiten zu lernen, überhaupt streiten zu lernen, respektvoll streiten zu lernen.

00:23:14: Wir haben in verschiedenen Gruppen verlernt zu streiten.

00:23:17: Und liebevoll heißt jetzt nicht, die Harmonie darf nicht gestört werden.

00:23:23: Es entstehen beim Streitspannung, es entstehen Reibungen.

00:23:27: Wie streiten wir, sodass wir in einem Strang ziehen, in eine Richtung, nicht in verschiedene am Ende?

00:23:35: Liebe, stolz, Streiten funktioniert auch nicht, wenn jemand sagt, keine Diskussion, ich habe hier das Sagen.

00:23:42: Das funktioniert dann nicht.

00:23:44: Wenn jemand sagt, deine Meinung interessiert mich nicht.

00:23:48: Das ist das Ende von liebevoller Umgang miteinander.

00:23:52: Wenn jemand bei einer Sache Entscheidungen sagt, ich war dagegen, deswegen mache ich jetzt nicht mehr mit.

00:23:59: Das ist auch kein liebevoller Streit.

00:24:01: Liebevoller Streit funktioniert so, dass man sagt, ich habe meine Argumente eingebracht.

00:24:06: Ich habe das gesagt, was ich dazu denke.

00:24:09: Die Aussprache hat stattgefunden.

00:24:11: Es gab genug Zeit dafür.

00:24:13: Es wurde gehört.

00:24:14: Dann haben wir gemeinsam entschieden.

00:24:17: Mehrheitlich.

00:24:18: Wahrscheinlich.

00:24:20: Und dann ist liebevoll streiten ja auch nicht, dass man sagt, ich habe mich mit meiner Seite der Meinung nicht durchgesetzt.

00:24:25: Ich wurde gar nicht gehört.

00:24:26: Nee, nee, ich wurde gehört.

00:24:28: Du wolltest ans Meer.

00:24:30: Die Mehrheit wollte leider diesmal in die Berge.

00:24:33: Diesmal fahren wir in die Berge.

00:24:36: Ist ja manchmal so.

00:24:38: Und aus Liebe sagt man sich, okay, dann fahre ich mit an die Berge.

00:24:41: Aber nächstes Mal fahren wir ans Meer.

00:24:43: Liebevoll Streiten funktioniert, wenn jemand sagt, ich sage meine Meinung, man kann auch geistlich sagen meinen Eindruck.

00:24:50: Ich interessiere mich auch für die Erkenntnis des anderen, für das, was er auf dem Herzen hat.

00:24:56: Ich stelle meine Erkenntnis nicht absolut und erpresse auch niemanden damit, dass ich sonst aufhöre, mitzuarbeiten.

00:25:04: Die gemeine Verlasse.

00:25:07: wenn das oder dies nicht geschieht, was ich möchte.

00:25:11: Wenn ich denke, ich achte auf den Vorteil des anderen, das funktioniert nicht.

00:25:14: Wenn man das eine Art Erpressung macht, als Bedingung sozusagen, des Zusammenlebens, was dem anderen dient, dann muss das ja am Ende eine Haltung sein, wo man merkt, ja, das ist eine win-win-win Situation.

00:25:27: Alle gewinnen an der Lösung, die wir finden.

00:25:30: Im Idealfall.

00:25:31: Da ist so ein Kreislauf der Liebe.

00:25:36: Erst dann... Nein, nicht gestern, sondern am Mittwoch kam ich vom Wesertortreff zurück.

00:25:45: Und da könnte man auch was zu erzählen, aber das möchte ich jetzt nicht, sondern ich ging die Straße hoch und hier an genau unter Kreuzung sind ja gerade Kanalarbeiten.

00:25:54: Vielleicht manchmal aufgefallen.

00:25:56: Und da stand ein offenes Fahrzeug, so eine Art Lieferwagen mit offener Seitentür und da saß ein Mann drin vor einem PC.

00:26:04: Und daneben stand ein Mann am Kanaldeckel und führte so ein Kabel rein.

00:26:08: Und ich vermute, das war eine Kamera.

00:26:10: Das habe ich auch gesehen, weil dieser Mann hat auf seinem Bildschirm den Kanal von innen gehabt.

00:26:15: Das war also die Szene.

00:26:17: Kanaldeckel mit Kamera und Mann am PC.

00:26:21: Und Kamera fahrt durch die Kanalisation.

00:26:23: Warum erzähle ich davon?

00:26:25: Weil während dieser quasi Schmutzigen wahrscheinlich... langweiligen, langatmigen Arbeit, so um Mittwochs, um siebzehn Uhr, war ganz laut von demjenigen, der in einem Fahrzeug sah, die schnulsigste Chansonmusik zu hören für die ganze Münchner Bergstraße, die euch vorstellen könnt.

00:26:46: Ich habe noch lange nicht solche schnulzige Schlagermusik gehört.

00:26:51: Also ich kann die gar nicht nachmachen.

00:26:53: Ich wollte eigentlich mein Handyzucken das aufnehmen und irgendwie zeigen, aber ich dachte auch, lass mal.

00:26:57: Also so ein Balladenschnulz, so eine Musik, die ich, la la la, das war so, so schnulzig.

00:27:06: Und ich dachte, was für ein Bild, dieser schmutzige Kanal, diese stumpfe Arbeit und dann diese rosa rote Musik.

00:27:15: Und was will ich damit sagen?

00:27:18: Die Realität ist oft dreckiger und unschöner und langweiliger als das, was wir gerne hören wollen.

00:27:25: Und wir halten manchmal die Realität nicht aus, wenn wir sie nicht übertönen.

00:27:31: Aber jedem ist klar, das ist oberflächlich.

00:27:35: Das bleibt auch nur oberflächlich.

00:27:38: Ich meine, diesem Musikgeschmack als Beispiel für alles, was ihr hier nachmittags um drei oder zwei oder schon um ein Uhr gucken konnt, Sturm der Liebe.

00:27:47: Das ist so schnulzig, das ist Realitätsflucht.

00:27:51: Es ist einfach nur schön.

00:27:52: Das ist auch immer fast gutes Wetter.

00:27:54: Und natürlich ist auch Drama und alles.

00:27:57: Aber das Gesamtbild ist die große Himbeersoße, die auf alles aufgegossen wird, was man eigentlich nicht aushalten kann.

00:28:07: Und so hat der Arbeiter das auch gemacht.

00:28:09: Er hat seine Lieblingsmusik angeschaltet und den Schlamm und Dreck, den er sich da angucken muss, in der Kanalisation übertönt.

00:28:17: Das ist quasi Schlagerverdrängung der Probleme.

00:28:22: Und ich verstehe dieses Grundbedürfnis.

00:28:24: Ich verurteile diesen Mann da nicht für.

00:28:26: Ich meine jetzt auch auf Kopfhörer machen können, aber gut, so hat er uns auch noch beschenkt mit der Musik.

00:28:33: Die Liebe nimmt ja die Realität im Blick und versucht sie zu verändern.

00:28:38: Das ist was anderes als Verdrängen.

00:28:43: Die Liebe darf uns von Gott neu füllen, ausfüllen und weiter fließen.

00:28:47: Sie soll nicht nur zum Schein sein.

00:28:50: Unsere Freundlichkeit soll nicht einfach nur aufgesetzt sein.

00:28:53: Ach, wir sind Christen jetzt, begegnen wir uns immer, keep smiling, ist immer alles toll hier.

00:28:57: Nein, so ist es ja nicht.

00:29:00: Und wir müssen als Christen auch bekennen, nüchtern eingestehen, als Christian und Christen am Müncheberg und auch in jeder anderen Gemeinde, auch in unseren Familien, den christlichen Familien, wir haben zu wenig geliebt.

00:29:16: Wir waren nicht liebevoll genug.

00:29:20: Vielleicht haben wir es gut gemeint, das Beste gegeben, uns bemüht, aber voller Liebe, liebevoll, ist keiner von uns immer und ständig und zu jeder Zeit.

00:29:33: Und deswegen schreibt der Jakobus Brief beim Gebetbesuch der Ältesten, bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet, des gerechten Gebetvermarkt viel, wenn es ernstlich ist.

00:29:48: Wenn ich in eine ganz spannende Stelle in Jakobus V, da ist eigentlich einer krank, die Ältesten kommen sollen, um für ihn zu beten und man denkt, der braucht Hilfe, die haben die Hilfe.

00:29:57: Aber dann steht er auf einmal, bekennt einander die Sünden und betet für einander, dass ihr gesund werdet.

00:30:06: Auf einmal sind die Ältesten in der Position, dass für sie gebetet wird, dass sie gefragt werden, wo sind deine Fehler, dein Vergehen.

00:30:16: Überraschend.

00:30:18: Liebevoll Streiten, das beginnt manchmal mit der Bitte um Entschuldigung für den letzten Streit, der nicht liebevoll war.

00:30:29: Der letzte Aspekt nach dem Gemeinwohl zu fragen, der ist uns wichtig.

00:30:35: Denn wenn wir nach dem eigenen Vorteil suchen, dann nicht nach dem eigenen Vorteil suchen, dann sendet uns Jesus in unsere Stadt, in unsere Umgebung.

00:30:42: Dann fragt er uns, was dient denn unserer Stadt?

00:30:44: Was dient denn den Menschen, denen wir begegnen in unserer Umgebung?

00:30:47: Was ist denn das Wohl der Gemeinschaft, das über die kleine Gemeinschaft hinausgeht?

00:30:52: Und das werden wir dann beim Stichwort Weltoffen noch mal vertiefen, weil das ist aus meiner Sicht, aus unserer Sicht damit gemeint.

00:31:00: Fokus auf diese anderen drei Stichworte liegen.

00:31:02: Und deshalb möchte ich dich jetzt zum Schluss wirklich herausfordern.

00:31:07: Ja, was ist denn dein nächster Schritt?

00:31:09: Wenn du sagst, ich will mich an Christus orientieren.

00:31:11: Ich möchte wachsen in diesem Bereich liebevoll.

00:31:14: Was ist dein Schritt?

00:31:16: Ist es vielleicht eine Vertrauensübung diese Woche?

00:31:22: Vielleicht auch in einem längeren Zeitraum neu Vertrauen zu wagen.

00:31:26: Jemanden neu dein Vertrauen auszusprechen, neu anzufangen.

00:31:31: zu vertrauen.

00:31:33: Einen ganz konkreten Menschen.

00:31:37: Vielleicht ist dein nächster Schritt, wir üben es liebevoll mit Gott unterwegs zu sein gegenüber Menschen, dass du dich ganz praktisch um jemanden kümmerst.

00:31:48: Oder, dass du weiter dich um den kümmerst, um den du dich kümmerst.

00:31:51: Manche haben die Menschen ja irgendwie am Haushalt und pflegen sie Tag und Nacht und können deshalb nicht kommen.

00:31:56: Dann müssen die nichts ändern, sondern dann ist das ja ihre Liebe, die sie da völlig verschenken.

00:32:00: Aber vielleicht ist das für dich ein Schritt, der dran ist, zu sagen, ja, ich möchte mich wieder um jemanden kümmern oder ich möchte mich um diese Person kümmern, die Gott mir zeigt oder die mir schon klar ist.

00:32:13: Und vielleicht kann auch der nächste Schritt darin liegen, jemanden um Entschuldigung zu bitten.

00:32:19: Weil es eben nicht liebevoll war, der Ton, die Worte, die Art und Weise, wie wir miteinander umgegangen sind.

00:32:25: Und man muss das manchmal auch gar nicht alles im Kleinen nochmal wieder alles aufrollen, warum, wieso, weshalb oder entschuldigen, sondern vielleicht ist diese Bitte um Entschuldigung, die das die Beziehung wieder auf eine Augenhöhe bringt, der Schritt wieder liebevoll überhandeln zu können.

00:32:42: Und ein Schritt wäre auch, ja, ich übe, liebevoll zu streiten.

00:32:48: Ich streite weiter.

00:32:49: Ich bring mich ein mit meinem Eindruck, mit meiner Auffassung, mit dem, was ich denke.

00:32:55: Und ich übe das ein.

00:32:57: Ich ziehe mich nicht zurück.

00:32:59: Ich überlasse das, reden nicht den anderen.

00:33:01: Ich bring mich auch ein.

00:33:04: Und dann können das gemeinsame Schritte werden, Christus orientiert und daher liebevoll und dazu ermutig dich.

00:33:09: Und Jesus ist genau diesem Weg gegangen.

00:33:11: Vom Himmel auf die Erde bis zum Kreuz und dann wieder zum Himmel.

00:33:15: Und von dort aus sendet er diesen Geist, mit dem er sagt, er wird euch in alle Wahrheit führen, er wird euch beibringen, wie das ist, nach meinen Geboten liebevoll zu handeln.

00:33:24: Der ist da.

00:33:25: Und wenn Jesus wiederkommt, wird er das Friedensreich vollenden.

00:33:28: Dann ist es endlich da.

00:33:29: Dann werden wir alle wow sagen.

00:33:32: Und bis dahin wäre es nicht genial, wenn wir manchmal wow sagen würden und sagen würden, Mensch, irgendwie hast du dich verändert.

00:33:40: Mir ist aufgefallen, dass du mehr auf andere zugehst.

00:33:45: Oder ... Aber irgendwie hast du dich verändert.

00:33:48: Du kümmerst dich auf einmal um andere.

00:33:51: Find ich ja super, dass du dich jetzt um die und die Person kümmerst.

00:33:56: Oder irgendwie hast du dich verändert.

00:33:58: Du redest auf einmal wieder gut über den und den.

00:34:02: Die letzten Male hast du immer nur Negatives über denen zu sagen gewusst.

00:34:06: Oder ich bin erstaunt, wie du dich veränderst.

00:34:08: Mensch, du streitest ja richtig.

00:34:10: Mit Liebe.

00:34:14: Jesus sagt ja, daran wird jeder man erkennen, dass ihr meine Jünger seid, welche Liebe ihr zueinander habt.

00:34:19: Amen.

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