chritusorientiert - unser Leitbild

Shownotes

Im Zentrum unseres Glaubens steht Jesus Christus. In unserem persönlichen und gemeinsamen Denken, Entscheiden und Handeln richten wir uns immer wieder an Jesus und seiner Art aus. Als Kompass dient uns das Gespräch über die Bibel und die Frage, was der Haltung Jesu entspricht.

Jesus Christus spricht: „Ich bin gekommen, um ihnen das wahre Leben zu bringen – das Leben in seiner ganzen Fülle.“ Johannes 10,10b

„Und wer von euch der Erste sein will, soll der Diener von allen sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen. Im Gegenteil: Er ist gekommen, um anderen zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele Menschen.“ Markus 10,44-45

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00:00:07: Liebe Gemeinde, wo ist die Mitte?

00:00:11: Ich habe euch ein Bild von Falkensee mitgebracht, einer Stadt, in der ich neun Jahre gewohnt habe.

00:00:17: Und in.

00:00:18: Falkensee ist ein sehr grüner Ort mit vielen großen Gartengrundstücken.

00:00:22: Nach Kriegsende lag Falkensee genau zwischen sowjetisch besetzter Zone und britischem Sektor.

00:00:28: Und war dann ab neunzehnundvierzig Teil der DDR mit zweiundzwanzigtausend Einwohnern.

00:00:33: Und heute ist Falkensee eine ganz beliebte Wohngegend mit doppelt so vielen Einwohnern, nämlich weit über vierundvierzigtausend Menschen, die in der Nähe von Berlin wohnen.

00:00:42: Falkensee hat grüne Bäume.

00:00:44: Falkensee hat einen wunderschönen Falkenhagener.

00:00:47: Schulen, Geschäfte, Sport halten, alles hat Falkensee, aber eins hat Falkensee nicht, Falkensee hat keine Mitte.

00:00:56: Kein Zentrum, keine gestaltete Ortsmitte, kein Ort, wo man sich trifft, wo man einfach Zeit verbringt.

00:01:04: Das Rathaus liegt an einer meistperfahrenden Durchgangsstraße.

00:01:09: Es gibt keinen zentralen Platz, auch keinen Marktplatz, keine Innenstadt, keine Altstadt, keine Cafés, oder eben einen solchen Treffpunkt.

00:01:21: Es fehlt eine Mitte.

00:01:24: Und die Falken sehr, die vermissen das vermutlich gar nicht.

00:01:29: Denn jeder hat sich aufs Private zurückgezogen.

00:01:32: Die Menschen, die dort leben, wohnen in ihrem Haus und ihrem persönlichen Garten.

00:01:37: Jeder spielt das Leben in seiner eigenen Mitte.

00:01:42: Jeder für sich gearbeitet wird in Berlin oder woanders und entspannt und gefeiert und geschlafen.

00:01:49: wird im Häuschen, in einem eigenen Ortsteil eine gemeinsame Mitte vermisst vermutlich niemand.

00:02:00: Und für mich ist Falkensee nicht nur ein Beispiel für moderne Stadtentwicklung, sondern eine innere Entwicklung unserer Gesellschaft.

00:02:08: Wir sind ein Teil der Gesellschaft und es fehlt vielen schwer in unserer Gesellschaft Gemeinsamkeiten zu finden.

00:02:16: Ein Wir, eine gemeinsame Mitte, das ist schwer zu leben.

00:02:22: Und das liegt auch an der Differenzierung unserer Gesellschaft in vielen Interessengruppen und vielen Initiativen.

00:02:28: Das ist ja eine ungeahnte Vielfalt mit ungeahnten Möglichkeiten.

00:02:32: Eben nicht drei Fernsehsender, sondern hundertfünfundzwanzig.

00:02:36: Nicht nur drei Radiofrequenzen, sondern ich habe nachgelesen, vierhundertachtundachtzig Radiosender, davon dreihundertviertzehn private.

00:02:43: Nicht nur ... U-Musik und E-Musik, sondern eine Fülle an Musikstilen, wo man sagen kann, das ist meine Musik, nicht nur zwei Sportarten, hunderte von Sportarten.

00:02:52: Und der Preis, der Entscheidungsvielfalt und Freiheit, die wir haben, ist eine immer größere Vereinzelung von kleineren und kleineren Gruppen und einer fehlenden Mitte.

00:03:03: Wo ist die Mitte?

00:03:05: Wo ist der Ort, wo wir uns treffen?

00:03:08: Der Standpunkt, auf den wir uns noch einigen können.

00:03:14: Als Gemeinde haben wir uns vor einem Jahr auf den Weg gemacht, ein gemeinsames Leitbild zur Formulierung.

00:03:19: Und als Gemeindeleitung haben wir mit vielen aus der Gemeinde darüber gesprochen.

00:03:23: Auch bei den Gemeinden Foren haben wir darüber nachgedacht.

00:03:27: Woran wollen wir uns für die nächste Zeit, sagen wir mal, für die nächsten zehn Jahre ausrichten?

00:03:32: Denn im Grunde muss man alle zehn Jahre wieder neu formulieren, was einen ausmacht.

00:03:36: Was macht uns aus?

00:03:37: Wohin wollen wir uns verändern?

00:03:39: Wie wollen wir sein?

00:03:40: Welche Werte sind uns jetzt wichtig?

00:03:43: haben wir eine gemeinsame Mitte.

00:03:47: Und erfahrungsgemäß stellt eine Gemeinschaft solche Fragen immer wieder, vielleicht alle zehn Jahre, um mit eigenen Worten neu auszudrücken, wofür wollen wir stehen.

00:04:00: Und das ist wie beim Rundengeburtstag.

00:04:02: Wenn ich zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, sechszig werde, mich zu fragen, diesen Anlass zur Gelegenheit zu nehmen, Ja, lebe ich jetzt einfach so weiter, ist es nur ein Geburtstag von vielen?

00:04:12: oder wie möchte ich die nächste Dekade, die nächsten zehn Jahre leben?

00:04:16: Diese Frage kann man sich ganz persönlich also stellen, für den eigenen Lebensweg und man kann es auch als Anlass für die Gelegenheit nehmen, in einer Gemeinschaft zu sagen, gut, wie wollen wir miteinander leben?

00:04:28: Und deshalb bitte ich dich, die Predigten auch in diesem Monat oder die heutige Predigt, einerseits für dich persönlich zu hören, Und die, die zu einer Gemeinde gehören auch für die Gemeinde, zu der du gehörst.

00:04:39: Und die, die hier sind in der Gemeinde natürlich für uns als Gemeinde.

00:04:44: Wenn du das für dich hörst und die Gruppe zu der du gehörst.

00:04:47: Und unser Vorschlag als Gemeindelleitung nach den Foren unserer Antwort ist eben Christus orientiert.

00:04:54: Und zwar liebevoll, gemeinsam, weltoffen.

00:05:00: Und das in diesem Vierklang mit der großen Überschrift Christus orientiert.

00:05:06: Das heißt, der erste Mal.

00:05:07: im Zentrum unseres Glaubens steht Jesus Christus.

00:05:10: Die Mitte soll erkennbar sein.

00:05:13: Äußerlich ist das schon erkennbar.

00:05:16: Unser Hauptgebäude hier hat ein ganz sichtbares Zeichen.

00:05:20: Dieses große Gebäude, in dem wir gerade stehen mit den Corinthischen Säulen, zur Straßenseite, hat oben im Giebel ein Kreuz.

00:05:27: Und das Foyer, das erst vor einigen Jahrzehnten angeschafft wurde, hat ein moderneres beleuchtetes Kreuz.

00:05:32: Auf dem Bild ist es nicht beleuchtet, aber trotzdem erkennbar.

00:05:36: Und der Gottesdienstsaal hier gerade hat ein ganz buntes Fenster und er hat mehrere Zeichen, die alle auf Christus verweisen.

00:05:44: Er hat ein Kreuz in der Mitte des Fensters und er hat die beiden griechischen Buchstaben Chie und Ro da drüber und dann Alpha und Omega.

00:05:56: Und das bezieht sich auf die Offenbarung XXVIII, in der Jesus sagt, ich bin das Alpha und das Omega.

00:06:03: Ich bin das Anfang und das Ende.

00:06:06: Ich bin der Erste und der Letzte.

00:06:09: Da ist ja Christus noch mehr.

00:06:11: Der ist dann nicht nur die Mitte, sondern sogar der Beginn und das Ende.

00:06:16: Und das stellt sich ja auch die Frage am Ende des Lebens.

00:06:19: Was bedeutet da Christus für mich und auch am Anfang des Lebens, bevor ich alle Lebensentscheidungen treffe, die noch auf mich zukommen und mitten dem Leben auch?

00:06:27: Christus als Mitte.

00:06:28: Also vom Gebäude her, architektonisch, hat man das hier am Mönchewerk vor Augen.

00:06:33: Und das verbindet uns ja mit allen anderen christlichen Kirchen, die Christus als Zentrum ihres Glaubens feiern und dieses Zeichen sichtbar machen.

00:06:42: Und nun könnte man denken, ja, das ist doch selbstverständlich.

00:06:45: Und im Gemeineforum hat das auch einer aufs Papier geschrieben.

00:06:47: Das ist doch selbstverständlich, das brauchen wir doch nicht zu sagen.

00:06:51: Doch das Christus Anfang, Ende, Mitte ist, des Lebens, des Gemeindelebens und auch des persönlichen Lebens, des Universums sogar, das ist alles andere als selbstverständlich.

00:07:05: Es ist eben nicht sichtbar, das ist unsichtbar.

00:07:10: Das ist von außen nicht zu erkennen, denn Christus als Mitte ist unsichtbar.

00:07:19: Das Kreuz ist ja nur ein Symbol für Christus und es gibt ja so viele tausende Kreuze, die für was ganz anderes stehen, für den Tod nämlich eigentlich.

00:07:29: Es benötigt eine Offenbarung.

00:07:32: Es ist nötig, dass sich Gott zeigt, dass er sichtbar gemacht wird, dass ich ihn erkenne.

00:07:38: Dass es mir wie Schuppmann in Augen fällt.

00:07:42: In der Natur ist die Schönheit der Natur erkennbar.

00:07:45: Vielleicht ist sogar in der Natur Erkennen wir, dass es irgendwie ein Gott geben muss.

00:07:50: Man nennt das die natürliche Offenbarung.

00:07:53: Dass Menschen aufgrund des Sternenhimmels oder aufgrund des blutroten Mondes letzte Nacht oder aufgrund ihres Urlaubserlebnis oder des Meeres auf die Idee kommen, irgendwie muss es da doch etwas geben aufgrund der Schönheit der Schöpfung und dieser Faszination der Natur.

00:08:08: Eine natürliche Sensibilität dafür.

00:08:10: Es könnte doch, müsste doch etwas Größeres geben.

00:08:13: Aber dass Jesus Christus der gesamte Gottes ist, dass er gekommen ist, um Versöhnung mit Gott zu schenken.

00:08:21: Das kann ich nicht in der Natur erkennen oder im Wald, sondern dass er der Retter der Welt ist.

00:08:28: Das muss ich mir offenbaren.

00:08:31: Das muss mir gezeigt werden.

00:08:32: Da braucht es ein Aha-Erlebnis.

00:08:35: Es benötigt einen Moment, wo es mir wie Schuppen vor den Augen fällt, dass ich auf einmal das Wort nicht nur höre, Jesus Christ, das ist der Retter der Welt, sondern das ist in meinem Herzfeld.

00:08:47: Und der Hebräer-Brief bringt das mit folgenden Worten auf den Punkt.

00:08:51: Er sagt nach dem Gott, vor Zeiten vielfach und auf Fehlerlerweise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn.

00:09:07: Hier wird gesagt, die Geschichte Gottes beginnt ja schon vor langer Zeit.

00:09:10: Gott hat auf ganz viele Arten geredet.

00:09:12: Natürlich auch zur Zeit des alten Testamentes und schon davor, durch Worte.

00:09:17: Aber zuletzt hat er durch den Sohn geredet, Christus orientiert.

00:09:20: Auf welche Weise hat Gott schon geredet?

00:09:24: Und was ist davon in der Bibel zu lesen?

00:09:27: Wie hat er schon zu den Generationen gesprochen und ist irgendein Wort in mein Herz gefallen?

00:09:32: Was hat Jesus gesagt?

00:09:36: Die Rechenschaft vom Glauben Eine Schrift, die zusammenfasst, was Baptisten im deutschsprachigen Raum gemeinsam glauben, sagt im ersten Satz, Gott hat sich in seinem Sohn Jesus Christus offenbart und in ihm seine Herrschaft zum Heil der Menschen aufgerichtet.

00:09:53: Jesus reagiert.

00:09:57: Ist das sichtbar?

00:10:01: Wo ist unsere Mitte?

00:10:06: Ich möchte euch noch mal konfrontieren mit einer Zeit, vor hundert Jahren, als diese Mitte völlig in der Krise war und aus diesem Kreuz Christus ein Hakenkreuz gemacht wurde.

00:10:19: Vor hundert Jahren gab es in Deutschland eine krisenhafte Zeit, also tatsächlich, neunzeigundzwanzig, fünfundzwanzig.

00:10:25: Neunzeigundzwanzig wird sogar als das Krisenjahr der weimere Republik bezeichnet.

00:10:29: Es gab Hyperinterflation, das heißt, Verteuerung aller Lebensmittel.

00:10:33: Die Einkäufe wurden massiv teuer und das Geld wurde massiv entwertet.

00:10:37: Man musste mit Schubkaren das Geld transportieren, wenn man etwas kaufen wollte.

00:10:43: Das Vertrauen in die Regierung ging in die Brüche, in Deutschland.

00:10:47: Rechte Parteien, besonders die NSDAP, erhielten immer mehr Zuspruch.

00:10:52: Und Hitler hat in der Regierung einen Putz gegen die Regierung gemacht, aber er scheiterte vorerst.

00:10:58: Und er wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

00:11:00: Und Adolf Hitler war im Gefängnis, aber seine Popularität hat das nicht geschadet.

00:11:05: Er hat sogar Besuch empfangen im Gefängnis und angefangen... den ersten Band seines Buches Mein Kampf zu schreiben.

00:11:12: Und zehn Jahre später, neun Jahrzehnte, ergriff Hitler die Macht.

00:11:16: Und er wurde zum Führer, zum Heilsbringer.

00:11:20: Er wurde verehrt wie ein Heiland.

00:11:24: Und er schaltete den Rechtsstaat aus in kurzer Zeit und er errichtete ein totalitäres Regime.

00:11:30: Und auch die Christen waren in der Frage, passen wir uns an oder widerstehen wir.

00:11:38: Machen wir aus dem Kreuz ein Hakenkreuz.

00:11:41: Und die sogenannten deutschen Christen haben den Führerkult übernommen.

00:11:46: Sie haben in ihrem Logo, ich habe es klein unten abgedruckt, weil ich dafür nicht Werbung machen will, Kreuz und Hakenkreuz kombiniert.

00:11:54: Das war das Zeichen der deutschen Christen.

00:11:58: Und auch die Baptisten waren mehrheitlich, Hitlerfreundlich.

00:12:02: Sie haben Hitler sogar offiziell gratuliert, als er das Attentat überstanden hatte.

00:12:08: Und bereits seit vielunddreißig hat die bekennende Kirche einen Teil der Christenheit, ein kleiner Teil, fünfzehn bis zwanzig Prozent, die gefragt, wo ist unsere Mitte?

00:12:19: Wie können wir uns denn gegen diese Vereinnamungen durch das totalitäre Regime wehren?

00:12:25: Wie können wir denn die Diktatur eines Führers widerstehen?

00:12:30: Wie können wir einer völkischen Ideologie wehren, in der nur der Mensch zählt, der als Deutsch gilt und arisch ist?

00:12:40: Und die Antwort wurde auch in Worten gefunden.

00:12:43: In einer berühmten Bekenntnissenode in Wuppertal, Barmen, in der Barmer Theologischen Erklärung.

00:12:53: Worte sind wichtig.

00:12:56: Und dieses Wort war gefährlich.

00:12:59: Sechs Thesen hat man aufgestellt als Wahrheiten angesichts der Bedrohung der Einheit der Evangelischen Kirche durch die deutschen Christen in den dreiziger Jahren.

00:13:09: Und die erste These lautet Jesus Christus.

00:13:15: Wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, den wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben.

00:13:28: Wir verwerfen die falsche Lehre als Könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Wort Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte und Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen.

00:13:47: Jesus Christus ist das eine Wort Gottes.

00:13:49: Sie haben nicht gesagt, die Bibel ist das eine Wort Gottes.

00:13:52: Interessant, ne?

00:13:54: Denn die Bibel, die hat auch Adolf Hitler zitiert, die hat er für sich missbraucht und damit den Anschein gegeben, als wäre er Christ.

00:14:01: Und heutige Menschen können sogar eine Bibel mit ihrem Namen drucken und verkaufen und behaupten, sie würden damit das, was in der Bibel steht, leben, wie der Präsident der Vereinigten Staaten es getan hat.

00:14:14: Aber hier wird die Frage beantwortet, worauf will ich hören in meinem Leben?

00:14:18: Im Leben und im Sterben.

00:14:20: Und es ist auf Jesus Christus, der ist das lebendige Wort Gottes.

00:14:25: Wer offenbart denn, was Gott sagen will?

00:14:28: Diese These sagt, es ist die Person, Jesu Christi, wie sie in der heiligen Schrift bezeugt wird.

00:14:34: Klar.

00:14:34: Durch die Bibel kann ich das erfahren, aber ich muss es auslegen, kaum verstehen wollen.

00:14:39: Und im letzten Bibelgespräch am Mittwoch haben wir so gekaut an einem Gleichnis, dass Jesus erzählt hat, dass es wirklich hart war.

00:14:46: Und eine Person sogar meinte, sie müsste das aus der Bibel rausstreichen, weil man es nicht verstehen kann.

00:14:51: Manche Worte sind nicht einfach.

00:14:54: Aber wir sind dabei geblieben, es gehört zur Bibel.

00:14:57: Zu diesem Glauben möchte ich dich einladen, an die Person Jesu Christi zu glauben.

00:15:01: Komm zu Christus, Folge Christus nach.

00:15:04: Du folgst nicht der gemeine Münche Bergmar oder der FEG Willemshöhe oder dem Jesuszentrum Kressel, obwohl es Jesus im Namen trägt.

00:15:12: Du folgst Christus nach.

00:15:14: Komm, Folge Jesus nach, Folge seinen Worten nach.

00:15:18: Und das ist eine gute Nachricht, weil Jesus nämlich eine Mission hatte und die wird in einem Kernvers besonders deutlich.

00:15:26: Jesus Christus hat in die Johannes X wird es genannt, gesagt, ich bin gekommen, um das wahre Leben zu bringen, das wahre Leben in seiner ganzen Fülle.

00:15:37: Diesen Bibelvers haben wir dazu gesetzt, zu diesem Wort Christus orientiert, weil wir als unter den vielen Worten Jesus gesagt hat, ist das ein Wort, wo Jesus sagt, ich bin die Quelle des Lebens.

00:15:47: die Quelle für Lebendigkeit, die Lebendigkeit für Frische.

00:15:52: Und es erforderte Mut vor hundert Jahren und auch zu anderen Zeiten in anderen Kontexten, sich zu Jesus Christus zu bekennen.

00:15:59: Die bekennende Kirche war eine verfolgte Kirche.

00:16:04: Dietrich Bonhofer, der maßgeblich an den Thesen von Barmen beteiligt war, wurde im Konzentrationslager ermordet.

00:16:11: Es kann gefährlich sein, sich zu Jesus Christus als einzigen Herrn zu bekennen.

00:16:16: Es kann einen Preis kosten.

00:16:20: Wer das also für selbstverständlich hält, dass wir uns offen und klar und öffentlich zu Jesus Christus bekennen, der genießt schon Religionsfreiheit und Gewissensfreiheit und Versammlungsfreiheit, die unser Grundgesetz nach dem Zweiten Weltkrieg garantiert und er genießt einen Staat, dem unsere Glaubensfreiheit als Kirche sogar geschützt wird und sogar begünstigt wird.

00:16:43: Etwas, was die Gemeinschaft nach diesem wirklich traumatischen Erlebnis des Zweiten Weltkriegs versucht hat, abzusichern.

00:16:51: Und umso schreckender, wenn das wieder in Gefahr gerät.

00:16:54: Im Moment nicht in Deutschland, denke ich, aber in anderen Ländern dieser Welt.

00:16:58: Eine Mitte, ein Zentrum, ein feste Ort.

00:17:01: Das, was Faltensee geografisch fehlt.

00:17:05: Ich benötige also ein inneres Dorf, ein inneres Zentrum.

00:17:09: Eine Gemeinschaft benötigt ein Ort.

00:17:12: Eine Zeit.

00:17:13: in der wir uns um Christus versammeln.

00:17:16: Deswegen sind Gottesdienste und auch andere Gottesdiensträume so wichtig für Christliches Leben.

00:17:22: Und sie waren es immer und sie werden es auch bleiben, weil man Orte braucht, wo man sich auch physisch treffen kann, wo man merkt, Christus in unserer Mitte, wir tauschen uns auf, feiern ihn und sind mit ihm verbunden.

00:17:37: Nun könnte man denken, okay, warum habt ihr es da nicht Christuszentriert genannt?

00:17:41: oder Christus in der Mitte?

00:17:43: Das liegt an einem anderen Grund.

00:17:45: Wir haben uns bewusst für das Wort Christus orientiert entschieden.

00:17:50: Denn die meiste Zeit in unserem Leben, in unserer Lebenszeit, bewegen wir uns nicht in Gottesdiensträumen.

00:17:57: Die meiste Zeit sind wir ja im Alltag, in der Familie, in der Nachbarschaft, in der Schule, im Studium, im Beruf oder im Freundeskreis.

00:18:07: Wir sind unterwegs.

00:18:09: Und die Frage ist ja, worauf richte ich mich denn dann aus, wenn ich in meinem Alltag lebe, wenn ich morgens aufwache, wenn ich abends zu Bett gehe.

00:18:17: Und bis auf, ich glaube, es sind zwölf Leute hier im Haus, schläft ja keiner in der Kirche.

00:18:23: Und auch das wäre nicht die Antwort auf die Frage.

00:18:26: Was bestimmt denn mein Denken, meine Entscheidung und mein Handeln im Alltag?

00:18:33: Christus-orientiert bedeutet jetzt in meinem persönlichen Leben und im gemeinsamen Leben der Gemeinde.

00:18:39: Wenn wir nachdenken, wenn wir entscheiden und wenn wir handeln, richten wir uns an Jesus aus und an seiner Art.

00:18:47: Und deshalb ist der Kompass hier ein Symbol für diese Art, sich ein Christus zu orientieren.

00:18:57: Und als Kompass dient das Gespräch über die Bibel und die Frage, was entspricht jetzt der Haltung Jesu?

00:19:04: Ein Kompass also.

00:19:07: Für mich ist das ein ganz wichtiges Bild für den Glauben an Jesus.

00:19:10: In Hannover habe ich sogar ein Kompass geschenkt bekommen am Anfang, so als Schmuck-Exemplar, ein wunderschönes Exemplar in einer großen Kiste, nur unpraktisch zu mitnehmen.

00:19:19: So ein Kompass ist eigentlich ganz klein, mancher kann das sogar schon in der Uhr haben.

00:19:23: oder ihr habt in eurem Handy sogar ein Kompass, theoretisch möglich, aber wie auch immer, ein Kompass.

00:19:29: Ein Symbol, ich kann unterwegs sein und gleichzeitig orientiert.

00:19:35: Also infalten Sie, wenn ich sage, es gibt einen Zentrum, dann kann ich ja nur an einem Zentrum gerade sein oder irgendwo.

00:19:40: Aber mit dem Kompass kann ich überall an Christus mich ausrichten.

00:19:46: An allen Orten dieser Welt, in allen Lebenssituationen kann ich diese Frage mit dem Kompass stellen.

00:19:51: Wo ist mein Nordpol?

00:19:53: Was bedeutet es jetzt, nach Jesus zu fragen?

00:19:56: Was ist für den nächsten Schritt wichtig?

00:20:00: Wie kann ich jetzt nach Christus fragen?

00:20:05: Jetzt könnte man fragen, woran könnte man sich denn sonst als Gemeinde ausrichten und orientieren.

00:20:11: Ich will euch mal zwei Beispiele nennen, die ich für wesentlich halte und es gäbe noch viel mehr.

00:20:16: Ich könnte mich als Gemeinde auch ausrichten an der Frage von Gewinn, Profit und Erfolg.

00:20:24: Das ist nämlich der Kompass unserer Zeit.

00:20:26: Was bringt denn das, was wir denken, entscheiden und handeln an Zahlen, an Teilnehmern, an Mitgliedern, an Spendern?

00:20:34: Was bringt es ein?

00:20:38: Oder man könnte die Erfolgsfrage stellen, wie werden wir die Ersten oder die Besten in etwas?

00:20:43: Der größte Götze, aus meiner Sicht unserer Zeit, ist die Logik der Ökonomie und des Erfolgs.

00:20:50: Diesen Götzen sind wir bereit, alles zu opfern.

00:20:54: Wenn es erfolgreich ist, muss es gut sein.

00:20:56: Und wir bekommen mittlerweile jeden Tag Umfragen gewertet, veröffentlicht, für Beliebtheit und Erfolg.

00:21:04: Und Politiker bekommen intern sogar zweimal am Tag ihre Beliebtheitswerte mitgeteilt von Umfrageninstituten.

00:21:11: Und ein Politiker hat das jetzt mal offenbart und gesagt, wenn ich mich daran orientiere, jeden Tag, ist das, was ich jetzt gerade gesagt habe, führt das dazu, dass mich mehr Leute mögen oder weniger Leute mögen.

00:21:21: Ist das natürlich ein irrer Stress?

00:21:23: Und es verursacht auch immer mehr, dass man sich nach außen orientiert an dem, was bringt vermutlich und nicht mehr unbedingt an Jesus.

00:21:33: Warum behaupte ich, dass das nicht unbedingt das ist, was Jesus sagt?

00:21:36: Das liegt einem zweiten Kernferst, den wir dem Wort Christus orientiert dazu gesetzt haben.

00:21:42: Wer von euch der Erste sein will, soll der Diener von allen sein.

00:21:48: Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen.

00:21:52: Im Gegenteil, er ist gekommen, um anderen zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele Menschen.

00:22:01: Das besondere an Jesus Christus ist sein Tod am Kreuz von Golgatha, verspottet, verlacht, verachtet.

00:22:12: stirbter, als verurteilter, als loser am Kreuz, scheinbar als Verlierer, der größte loser aller Zeiten.

00:22:24: Wenn wir also das Kreuz überall hinhängen, dann ist das für andere ja eigentlich, das ist kein Dollarzeichen, das ist kein börsennotiertes Unternehmen, das immer weiter aufsteht.

00:22:36: Hier offenbart Gott seine Liebe, in dem Gott die Schuld bezahlt, die Schuld aller Menschen.

00:22:42: leicht er aus mit seinem Leben, in dem er aus Liebe sich selber verschenkt.

00:22:48: Das ist eine ganz andere Rechnung, eine völlig andere Währung, eine völlig andere Haltung im Leben.

00:22:53: Das Besondere an der Kirche, Jesus ist die Gegenwart von Jesus Christus als Auferstandener und vorher gekreuzigter.

00:23:03: Der mit den Wundenmalen noch kommt und sagt, ich lebe und ihr sollt auch leben.

00:23:08: Die Gegenwart des gekreuzigten und Auferstandenen, da wo das spürbar ist, da ist Gemeinde Jesu und im Lobpreis und in der Stille.

00:23:18: in der Gemeinschaft von Menschen, die sich dienen, im Hören auf ihn.

00:23:26: Deshalb, der Logik des Erfolges, alles zu Bure zu schlagen, ist das Gegenteil von dem, was Jesus gesagt hat.

00:23:34: Jesus war kolossal, wenig erfolgreich.

00:23:37: Wir haben diesen Text erst vor kurzem behandelt, wollte ja auch noch weggehen, weil die meisten Jünger ihn verlassen haben.

00:23:47: Und natürlich können wir uns jetzt auf die Schultern klopfen und sagen, es ist immer noch die größte Bewegung auf der ganzen Welt.

00:23:53: Und auch in Deutschland sind noch fast die Hälfte Mitglied einer Kirche.

00:23:56: Und man kann sagen, wir sind doch erfolgreich oder wir waren mal erfolgreich und wir wollen wieder erfolgreich werden.

00:24:01: Aber wenn wir uns auf dieses Wording und diese Logik einlassen, folgen wir aus meiner Sicht nicht streng genommen dem, was Jesus als Haltung gelebt hat.

00:24:09: Er hat gefragt, wenn du der Erste sein willst, fang an zu dienen.

00:24:13: Wenn du erfolgreich sein willst, in meinem Sinne.

00:24:16: diene anderen.

00:24:19: Wie krass herausfordert ist das?

00:24:21: Wer sagt das heute von den erfolgreichen Menschen?

00:24:28: Und das zweite, worum man sich fälschlicherweise orientieren könnte, ist an einem festen Regelwerk.

00:24:34: Das gibt es ja mittlerweile in allen Lebensbereichen.

00:24:36: Gesetze regeln zum erfolgreichen Leben und das gab es auch immer in der Kirche als Christ.

00:24:43: Was muss ich tun, um den Maßstab zu entsprechen?

00:24:46: Starrere Gesetze sind das meistens, die den Eindruck vermitteln, dass ich dann genau weiß, was richtig oder falsch ist.

00:24:53: Und auch mir als Pastor begegnen oft Menschen, wenn sie unsere Kirche erst mal kennenlernen und fragen, ist denn das und das bei euch erlaubt?

00:24:59: Wie regelt ihr denn das?

00:25:00: Wie ist das auch als Christ?

00:25:03: Gemeinde ist an einem Ort, deshalb habe ich hier das Symbol des Zollstocks benutzen, ein Ort, an dem ich vermessen werde, an dem ich gemessen werden und an dem ich auch gemahrsregelt werde.

00:25:14: Jesus hat mit den Menschen, die das vertreten haben, zu seiner Zeit, mit den Gesetzeslehrern und Schriftgelehrten unglaublich gerungen, mit denen hat er sich gestritten, mit den übereifrigen Leinen übrigens, den Pharisäern, die genau wussten, wie man zu leben hat und die auch Jesus kritisiert haben für sein Lebensstil.

00:25:32: Aber Jesus wollte das wahre Leben und das Leben in Fülle bringen und hat den Gesetzeslehrern immer wieder andere Regeln genannt, andere Überzeugungen.

00:25:43: Lukas XV als ein Beispiel.

00:25:45: Es naten sich ihm alle Zellner und Sünder, um ihm zu hören.

00:25:50: Und die Pharisäer und schriftgelehrten Murten und Sprachen.

00:25:53: Dieser nimmt die Sünder an und ist mit ihnen.

00:25:59: Ist das nicht krass, Jesus?

00:26:00: Es ist erfolgreich.

00:26:01: Die Sünder und Zellner wollen ihm zuhören.

00:26:04: Und die, die schon glauben, mit ganzem Eifer, die sagen, das geht gar nicht.

00:26:10: Wie kann Jesus ein Freund sein von Menschen, weil er die offenbar falsch leben?

00:26:14: von Menschen, die sünder sind.

00:26:16: Bei ihnen kehrte ein.

00:26:17: Für sie hat er Zeit.

00:26:20: Mit ihnen redete er.

00:26:25: Jesus Christus, wie uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben.

00:26:35: Das heißt ja auch, wir brauchen Jesus.

00:26:37: Denn sonst leben wir am Ziel unseres Lebens vorbei.

00:26:41: Für dieses Leben mit Jesus benötigen wir einen lebendigen Austausch mit Jesus selber im Gebet und mit anderen, die mit uns beten, die manchmal auch für uns beten, wenn uns die Worte fehlen.

00:26:53: Wir benötigen ein Gespräch über die Bibel, über die Inhalte der Bibel, um besser zu verstehen, wie hat Jesus gelebt, was hat er gesagt und wie verbinde ich das mit meinem heutigen Leben?

00:27:07: Als Kompass dient er nicht ein festes Regelwerk, sondern der lebendige Umgang mit der Bibel des Gebetes.

00:27:14: der Gesprächspartner des Glaubens.

00:27:17: Deshalb sind alle Formate, die das bewirken in der Gemeinde, Hauskreise, Bibel im Gespräch, Jugend am Müncheberg, Gemeinderunterricht, überall, wo man sich trifft, zu beten, zu singen, Gemeinschaft zu haben und auch über Jesus zu reden, den Umgang mit der Bibel einzüben, Gesprächspartner im Glauben zu finden.

00:27:38: Deshalb sind auch Kurse wichtig, wie jetzt der Nachfolgekurs, Spürbau, der Staufsseminar.

00:27:42: Das sind alles Ja, nur menschlich erstmal Angebote um diesen Kompass.

00:27:47: Einzel üben, wie gehe ich denn mit dem Kompass um?

00:27:51: Was heißt denn das konkret, wenn ich eine bestimmte Lebensfrage habe, mich an Christus auszurichten?

00:27:59: Also, wenn ich darüber nachdenke, was heißt es, Christus orientiert zu leben, dann bin ich gefordert auch irgendwann ins Handeln zu kommen.

00:28:08: Was bedeutet der Glaube an Jesus für alle Lebensbereiche meines Lebens und das Leben der Gemeinde?

00:28:15: Was würde Jesus tun?

00:28:17: Einige haben dieses Band noch, das einem im Alltag erinnern sollen, wenn Jesus an meiner Stelle wäre, was würde er jetzt entscheiden?

00:28:26: So gesehen finde ich die Frage sehr gut.

00:28:27: Jesus selber als Sohn Gottes würde wahrscheinlich anders handeln, aber wenn er an meiner Stelle wäre, wie würde er jetzt handeln?

00:28:35: Und so verstehe ich auch das Bild von der Taschenlampe, das uns Korinamentel vorhin und geschenkt hat, zu sagen, so, Jesus hilft mir den Weg aus die Leuchten, den nächsten Schritt zu gehen.

00:28:45: Wie soll ich jetzt weitergehen?

00:28:46: Wohin geht's?

00:28:48: Das bedeutet, sich an Jesus zu orientieren.

00:28:52: Am ersten Juni, als wir als Gemeindeforum zusammen waren, hatte ich einen Tisch zum Thema Christus orientiert und habe mit vielen von euch gesprochen und wir haben Dinge aufgeschrieben.

00:29:01: und da wurde gesagt, wenn wir uns an Christus orientieren, dann würde sich das auswirken auf den Umgang mit der Nachbarschaft und dem Ortsverein.

00:29:10: Es wurde gesagt, im Kümmern um Menschen an dem Rand der Gesellschaft würde sich das auswirken und auch um Kümmern um Menschen in der Gemeinde.

00:29:17: in gemeinsamen Projekten, in Gastfreundschaft.

00:29:21: Und jemand hat gesagt, und wir haben es aufgeschrieben, die Mitte ist eindeutig, ansonsten ist es bunt.

00:29:27: Gibt viele Möglichkeiten.

00:29:28: Ja, Christus in der Mitte ermöglicht eine Vielfalt an Lebensweisen, an Entscheidungen.

00:29:34: Doch wir haben einen gemeinsamen Treffpunkt, einen Ort, ein Zentrum.

00:29:39: Und wenn wir uns in einer Erkenntnisfrage nicht einigen können, Dann kann ich dem anderen aussprechen und sagen, ich verstehe jetzt, worin wir unterschiedlich zu urteilen kommen.

00:29:50: Und doch trotz unserer Unterschiede, trotz unserer anderer Erkenntnis, erkenne ich deinen Christusglauben, deine Suche nach Christus, deinen Glauben.

00:30:01: In dir begegnet mir sogar Jesus Christus.

00:30:05: Christus ist ja nicht irgendwo, irgendwie, sondern er beten mir auch im anderen.

00:30:10: in dem der auch nach Erkenntnis fragt.

00:30:12: Und der sagt, ich für mich habe diese Entscheidung so getroffen.

00:30:16: Und es gibt so viele Dilemma-Fragen, in denen es nicht nur richtig und falsch gibt, sondern in denen man abwägen muss.

00:30:23: Ist es jetzt sinnvoll, das Leben zu verlängern oder soll der andere sterben dürfen?

00:30:29: Es sind nicht nur schwarz-weiß Fragen.

00:30:31: Viele Fragen, die wir uns stellen, sind nicht einfach vorweg schon zu beantworten, sondern in der Situation schwierig.

00:30:38: Christus ist nicht nur außerhalb von uns in der Heiligen Schrift, in der Auslegung seiner Worte und Taten.

00:30:43: Er ist auch im Heiligen Geist und damit lebt er ja auch im anderen.

00:30:47: Die Haltung, die Art von Jesus lebt in dir als Christ, wie du Menschen begegnest.

00:30:52: Das sagt schon etwas von Christus, ohne dass du schon Worte gesagt hast über Christus.

00:30:58: Jesus ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen.

00:31:02: Wenn du einen Menschen dienst, dann begegnen andere Menschen Christus.

00:31:06: Sich an Jesus orientieren, für mich bedeutet das auch diese Frage zu stellen.

00:31:11: Wie kann ich denn mit meinen Gaben anderen dienen?

00:31:15: Gar nicht, weil ich der Erste sein will, sondern einfach, weil das der Art Jesu entspricht.

00:31:19: Er hat ja gesagt, ich bin gekommen um zu dienen.

00:31:23: Und wie kann ich auch anderen erlauben und zulassen, dass sie mir dienen?

00:31:29: Welchen Dienst legt er dir aufs Herz?

00:31:33: Welchen Dienst legt er uns als Gemeinde aufs Herz?

00:31:36: Oder einzelnen Gruppen in unserer Gemeinde?

00:31:39: Es geht bei Jesus nicht darum, wer sich durchsetzt, sondern darum, wie sich sein Angebot an Leben und Fülle, an Vergebung und Orientierung durchsetzt.

00:31:50: Darum geht es.

00:31:52: Und deshalb zum Schluss diese beiden Bilder eben, wenn Christus die Mitte ist, das sozusagen architektonisch sichtbare Zentrum und der Kompass in meinem Leben.

00:32:04: So möchte ich leben.

00:32:05: Und lasst uns als Gemeinde diese Mitte aufsuchen.

00:32:09: Und in unseren unterschiedlichen Alltagssituationen dann ganz dynamisch wieder danach fragen, den Kompass in die Hand nehmen.

00:32:16: Das Gespräch suchen mit Jesus, das beten und singen und loben, zu Hause und im Gemeindehaus.

00:32:22: Das Gespräch über die Bibel und die Erkenntnisse von anderen und von mir, zu Hause und auch im Gemeindehaus.

00:32:30: Und dann zu handeln, und zwar liebevoll, gemeinsam, weltoffen.

00:32:35: Denn das ergibt sich dann daraus, wenn wir uns an Christus orientieren, aber dazu dann nächste Woche und in den nächsten Wochen mehr.

00:32:42: Liebevoll, gemeinsam Welt offen handeln, immer im Namen Jesu, und zwar im Alltag und gemeinsam als Gemeinde.

00:32:50: Amen.

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