Fasten als Zerstreuungsbremse
Shownotes
Pastor Michael Rohde predigt zu Matthäus 6, 16-18.
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00:00:07: Moser und Elija haben es getan.
00:00:10: Und David, Daniel und Hannah und Jesus und Paulus – sie alle haben es getan und noch viel mehr auch die Israeliten!
00:00:21: Sie haben gefastet.
00:00:24: Fasten bedeutet freiwilliger Verzicht.
00:00:27: Fastem bedeutet im Ursprung, im engen Sinn für eine begrenzte Zeit nichts zu essen.
00:00:35: Wer so fastet verzichtet freiwillig zeitlich begrenzt, teilweise oder vollständig auf Nahrungsaufnahme.
00:00:44: Fasten bedeutet also Reduktion.
00:00:48: Es kann spontan gestehen oder regelmäßig an fest gesetzten Tagen oder im religiösen Kalender immer wieder an bestimmten Festtagen und Zeiten.
00:00:57: In der ganzen Bibel gibt es Fastenerfahrung.
00:01:01: Néhemiah neun berichtet von den Israeliten in Vers.
00:01:04: I. am vierundzwanzigsten Tag des Monats kamen die Israeliten zu einem Fastentag zusammen, sie zogen Trauerkleide an und streuten sich Erde auf dem Kopf.
00:01:15: Im weiteren Bericht wird dann erzählt dass Sie ihre Schuld bekennen im Laufe ihrer ganzen Geschichte Und das sie dann Gott für seine Treue loben.
00:01:26: Hier sind Trauer und Einkehr und Fasten miteinander verbunden.
00:01:32: Unser Trauer gehört am alten Orien, dass man sich selber gemindert hat.
00:01:38: Beispielsweise indem er eben ein Sackgewand getragen hat oder sich mit Staub bestreut oder Kleider zerrissen und ähnliches.
00:01:48: Man nennt das selbst Minderungs-Rieten also Rieten die etwas reduzieren was äußerlich sichtbar ist als Zeichen der Trauer.
00:01:57: Heute ist davon noch die schwarze Kleidung übrig geblieben die viele als Zeichen der Trauer für eine bestimmte Zeit tragen.
00:02:06: Fasten gehört auch im weitesten Sinne zu den Selbstminderungsrieten, es ist eine Haltung der Demut sich zu beugen, zu verzichten und damit verschafft Fasten einen Raum.
00:02:23: ein geistliches Fasten bedeutet seine Seele zu demütigen nämlich den Hunger zu spüren der sich einstellt und ihn als Hunger nach Gott zu verstehen.
00:02:36: Im Eigentestament gibt es im Festkalender Tage, die mit Fastentagen immer wieder verbunden sind – so zum Beispiel der große Versöhnungstag Joom Kippur oder einen Fasten das in Notsituation einberufen wurde.
00:02:49: So gibt es Fastentage in Erinnerungen an die Zerstörung des ersten Tempels fünfundachzig vor Christus oder des zweiten Tempelt siebzig nach Christus.
00:02:58: Und die werden jedes Jahr regelmäßig wieder begangen zusammen mit Trauer und Klage, unter Verwandlung der Trauer in neue Lebensfreude.
00:03:09: Ich meinte schon dass diese Menschen von ihnen wird allen erzählt das sie gefastet haben.
00:03:14: In ganz verschiedene Lebenssituationen erzählt die Bibel von diesen Menschen und von anderen noch mehr.
00:03:20: Mose fastete vierzig Tage auf dem Berg Sinai.
00:03:23: über ihn steht im zweiten Mose, Vierzig Tage und Nächte blieb Mose auf dem Berg, in der Gegenwart des Herrn.
00:03:30: Während dieser Zeit aß und trank er nichts.
00:03:33: Er schrieb auf die Steintafeln die zehn Gebote, auf die sich Gottes Bund mit den Israeliten
00:03:38: gründete.".
00:03:41: Elia stärkte sich erst durch Essen und Trinken, machte dann eine vierzig-tägige Fastenwanderung zum selben Berg – zum Horep nachzulesen.
00:03:50: im ersten Könige XIX, Vers Acht.
00:03:54: David fastete als sein Kind im Sterben lag.
00:03:59: Das Kind, das aus einer außererlichen Beziehung mit Batzeba hervorgegangen ist in Zweitzendammel zwölf steht, da suchte David die Nähe zu Gott erfastete Strengen wegen des Jungen und wenn er nach Hause kam legte er sich zum Schlafen auf die Erde und verbrachte dort die ganze Nacht.
00:04:17: Das kind starb leider und David beendete das Fasten.
00:04:23: Daniel der Aus Israel nach Babylonien verschleppt wurde, hatte ganz besondere Gebetzeiten mit Fasten.
00:04:30: Daniel neun fährst drei berichtet.
00:04:32: Ich wandte mich an Gott den Herrn um zu beten und zu bitten.
00:04:35: ich fastete zog ein Trauergewand an und streute Asche auf meinen Kopf.
00:04:40: ich betete zu meinem Gott dem Herrn bekannte meine Schuld und sagte Und dann empfing Daniel besondere Vision Träume von Gott und davon wird in Daniel zehn Berichte das er einundzwanzig Tage fastete.
00:04:55: Zu der Zeit hatte ich Daniel schon drei Wochen lang getraut.
00:04:59: Ich hatte nichts mehr Gutes gegessen, kein Fleisch und keinen Wein zu mir genommen!
00:05:05: Ich hatte mich auch nicht mehr gesalbt die ganzen drei Wochenlang.
00:05:09: Daher kommt das Daniel-Fasten ein Vorbild zur Nachahmung, kein vollständiger Verzicht auf Essen und Trinken sondern auf besondere Nahrungsmittel – Auf Fleisch und auf Alkohol, auf Wein.
00:05:24: Im neuen Testament wird von der Prophetin Hannah erzählt, im Lukaseefangelium.
00:05:28: Hannah war vierundachtzig Jahre alt als sie im Tempel miterlebte dass Jesus mit acht Tagen dort beschnitten wurde und in dieser Szene steht über sie.
00:05:37: Sie diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht nicht nur an dem Tag sondern generell Und Hannah lobte Gott wie Simeon und zwar dafür das erlöser geboren wurde fastete und betete.
00:05:57: Und in dieser Fastenzeit wurde er vom Teufel versucht, wir merken, fasten es keinen Schutz gegen Versuchung!
00:06:06: Und nach seiner Bekehrung fastete auch Paulus drei Tage bis er sich taufen ließ, so berichtet Apostelgeschichte neun.
00:06:13: Diese vielen Beispiele – und das geht noch mehr – zeigen in der ganzen Bibel wird von Fastenerfahrungen erzählt.
00:06:22: Und Fastener kann ganz unterschiedliche Funktionen haben.
00:06:25: Fasten, wozu?
00:06:27: Fasten dient als Vorbereitung auf eine neue Aufgabe oder ein neues Amt.
00:06:32: Menschen fasten als Vorbreitung auf einer Begegnung die ihnen bevorsteht auch eine Begegnung mit Gott.
00:06:38: Fasten kann Ausdruck sein eines Versprechens das man gegeben hat einen Gelöbde dass man geleistet hatte und dass man verstärkt indem man fastet.
00:06:48: Fastn kann Ausdrück von Trauer sein.
00:06:51: Fastan kann ein Zeichen der Reue sein ,der Umkehr Und vor allen Dingen eine Fokussierung und Einkehr.
00:06:59: Fasten ist Beten mit dem Körper.
00:07:04: Fastene und Beten, die sind englisch, da bin ich schon biblisch ganz eng verbunden!
00:07:10: Fasten is ne Form zu beten mit nem Körper oder den Gewohnheiten, die man in der Zeit los lässt.
00:07:21: Deswegen gehört Fasten zur Jüngerschaft.
00:07:24: Es gibt ganz verschiedene Jünger- schaftskurse.
00:07:26: Ein neuerer Jüngerschaftskurs ist der von John Marcoma aus USA, Practicing the Way und er hat das Buch geschrieben Leben vom Meisterlernen.
00:07:37: Und dort stellt er acht Übungen vor die er für den Nachfolge Jesu essentiell hält und dazu gehört auch das Fasten.
00:07:45: Ich zitiere, er schreibt beim Fasten betest du buchstäblich mit deinem Körper und bringst alles was Du bist im Gebet vor Gott.
00:07:55: Wenn du deinen Körper Gott hingibst, brichst du die Macht deiner ich-bezogenen Natur, die dich kontrollieren will und öffnest dich stattdessen für die Kraft von Gottesgeist.
00:08:07: Du lernst fröhlich zu sein auch wenn du nicht bekommst was du willst!
00:08:13: Du übst dich im Verzicht und im Leiden und steigerst dadurch deine Fähigkeit zur Freude in allen Lebenslagen.
00:08:27: Nicht bekommen, was ich will.
00:08:31: Kein Wunder warum Fasten nicht so beliebt ist!
00:08:35: Fasten kostet nämlich Überwindung.
00:08:38: Fasten ist keine Diät.
00:08:41: Warum nicht?
00:08:42: Weil es gar nicht darum geht dass Ich abnehme.
00:08:46: Fastens ist Fokus durch Verzicht statt Zerstreuung.
00:08:50: Fokus also sich auf etwas konzentrieren Durchverzicht Stadt alles Mögliche zu tun.
00:08:59: Es geht beim Fasten im geistlichen Sinne nicht um den eigenen Vorteile, die ich hinterher auf der Waage messen kann.
00:09:05: Darum geht es gar nicht!
00:09:06: Es geht um eine Ausrichtung auf Gott – einen neuen Fokus zu setzen für eine bestimmte Zeit auf Gott.
00:09:17: Durch das worauf ich verzichte überhaupt Freiraum zu haben, mich auf Gott auszurichten.
00:09:23: So wird das Fastenbiblisch begründet.
00:09:28: Deshalb möchte ich zwei Stellen von Jesus jetzt zur Wortkommen lassen in der er übers Fasten redet.
00:09:35: Und in der Bergpredigt kommt es vor und errichtet sich an Menschen, die selbstverständlich es zur Gewohnheit gemacht haben, dass sie fast seine Zuhörerinnen und Söhre haben regelmäßig gefastet.
00:09:48: In der Bergprädicht ist das selbstverständliche für die Zuhören und Sörer der damaligen Zeit.
00:09:54: Es war für Jesus und seine Nachfolger, auch für Menschen im Judentum eine gute Gewohnheit.
00:10:00: Eine kraftvolle Übung des Glaubens.
00:10:03: Ja es benötigt Übungen!
00:10:07: Als wir bei Bibel im Gespräch in der Reihe zur Berg predigt vor ein paar Wochen auf das Thema zu sprechen kamen hat mich überrascht dass von den Anwesenden ungefähr fünfzehn Menschen keine Erfahrung mit dem Fasten hatte.
00:10:20: Eine Person sagte ja vor dreißig Jahren da habe ich mal an einer Fastenfreizeit teilgenommen.
00:10:27: Es ist offenbar aus der Übung gekommen, oder es war nie eine Übung in diesem Kreis.
00:10:32: Und ich sage das nicht mit hohmenden Freigefinger sondern als Feststellung!
00:10:38: Wer hatte Erfahrung mit dem Fasten?
00:10:40: Heute gehört es für viele nicht mehr zur Gewohnheit.
00:10:44: Das ist nicht typisch aber was noch nicht isst kann auch werden.
00:10:50: Jesus hatte in der Berg predigt Menschen vor Augen die Waren darin geübt.
00:10:54: Und jetzt stellen wir uns mal kurz vor, wir würden regelmäßig fasten.
00:10:59: Denn immer wenn was zur Übung wird, wird es ja zur Routine und durch Routine schleichen sich kleinere und größere Gefahren ein die mich dazu verleiten dass ich den Sinn der geistlichen Übungen aus dem Blick verliere.
00:11:13: das gilt auch fürs Bibel lesen für späten dass für einen Gottesdienst kommen.
00:11:18: Alles, was ich regelmäßig tue verliert manchmal seinen Fokus und ich mache es dann aus Gründen die ursprünglich dafür gar nicht gedacht waren.
00:11:28: Und deswegen sagt Jesus in der Bergpredigt folgendes Wenn ihr fastet macht kein leidendes Gesicht wie die Scheinheiligen Die vernachlässigen ihr Aussehen.
00:11:40: Daran sollen die Leute merken das sie fasten Amen!
00:11:43: Das sage ich euch.
00:11:45: Sie haben damit Ihren Lohn schon bekommen.
00:11:49: Wenn du fastest, seibe deinen Kopf und wascht dein Gesicht!
00:11:53: So merkt niemand das Du fastest außer Deinem Vater der im Verborgenen ist.
00:12:00: Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, der wird Dich dafür belohnen.
00:12:12: Jesus kritisiert hier Menschen die Fasten, damit Anderes merken, damit andere mitbekommen dass sie Fasten damit sie gesehen werden.
00:12:27: Manche geistliche Übungen leidet darunter, dass wir es tun, damit anderes
00:12:31: merken.".
00:12:33: Tatsächlich hat Jesus einen Fasten vor Augen das Alleingeschied und in Abgeschiedenheit.
00:12:40: Und da sind wir bei ganz zentralen Fragen Wie glaubst du eigentlich wenn kein Mensch zusieht?
00:12:48: Wenn kein Mensch es beachtet wie drückst Du deinen Glauben aus und wie übst Du ihn ein wenn keiner es bemerkt.
00:13:00: Das gilt auch fürs Beten, das gilt auch für das Bibellesen, dass gilt auch Fürs Hören auf Gott, für andere Übungen der Nachfolge, das geht auch fürs Spenden und Dienen.
00:13:12: Vielleicht liegt ja ein Schlüssel daran, wenn du das Gefühl hast mit dem Glauben, es ist irgendwie gerade nicht mehr so lebendig wie früher – nicht so spürbar.
00:13:20: oder wirklich was geschieht im Verborgenen?
00:13:27: Jesus betont an dieser Stelle nur Einer soll es sehen!
00:13:31: wenn du auf diese Weise glauben übst.
00:13:33: Gott dein Vater, wie Jesus ihn liebevoll nennt.
00:13:37: Dein Vater!
00:13:39: Gott dein geistlicher Vater ist im Verborgenen.
00:13:42: Gott sein Vater der sieht ins Verborgene und dort im Verborgnen kann etwas Wesentliches etwas Geheimnisvolles etwas Wunderbares gestehen Wenn Du fastest Wenn du freiwillig auf etwas verzichtest für eine Zeit und wenn du stattdessen Zeit hast zum Beten, zur Stille, zum höheren Aufgott.
00:14:10: Das ist aus meiner Sicht die Poente des Fastens bis heute!
00:14:13: Es geht nicht um reine Reduktion, um reines Verzichten sondern zum Verzicht tritt ein Partner an die Seite nämlich zum Verzigtritt die Reflexion Die Stille das Beten Das Reden mit Gott im Verborgenen, den Fokus auf Gott.
00:14:35: Und deshalb ist eine Fastenzeit eine Zeit bewusster Zeit mit Gott.
00:14:42: Na wer ganz auf Essen verzichtet, der spürt anfangs das Hungergefühl und setzt sich mit seinem Begehren, seiner Gier, seinem Hunger auseinander und sollte auch vorher einen Arzt fragen ob er für ne bestimmte Zeit fasten kann um was er da beachten sollte.
00:14:57: Wer auf bestimmtes Essen verzichtet auf Fleisch, auf Zucker, auf Schokolade, auf Kaffee spürt wie sich der Körper umstellt und wie sehr das Gewohnte für eine Zeit vermisst wird.
00:15:13: Und vielleicht dann gar nicht mehr vermisst werden.
00:15:16: Wer auf bestimmte Gewohnheiten derzeit Streuung verzichtet?
00:15:20: Für eine Zeit auf die Nutzung digitaler Medien oder die Nitzungen digitaler Medien stark zeitlich eingrenzt auf eine bestimmte Zeit am Tag einen bestimmten Tag in der Woche, eine bestimmte Uhrzeit.
00:15:32: Das Online-Spielen oder Fernsehen und das Weibchen durch die Social Media Kanäle.
00:15:36: Der gewinnt Freiraum!
00:15:38: Gewinnt den Partner des Fastens.
00:15:42: Den Freiraumen zum Lesen, den Freirauben zur Stille, der Freiraume zum Meditieren vielleicht auch erstmal den Freiräum zum Schlafen.
00:15:52: Fastenzeiten kann eine wunderbare Gelegenheit sein sich für Gott zu öffnen.
00:15:58: Es fängt an mit der Ernährung, mit dem was ich auf mich einpressen lasse womit ich mich fütter und dann wird daraus die Frage was Gott mir gibt.
00:16:10: Und dabei geht es nicht darum andere zu beeindrucken sondern Gott die Gelegenheit zu geben dich zu beeindruckt dich auf eine gute Weise zu beeinflussen und nach den Worten Jesu hat er sogar einen Lohn.
00:16:31: das wird sich lohnen.
00:16:33: Jesus führt das nicht aus, womit er sich da belohnt.
00:16:36: Aber es ist sozusagen ... Er wartet ein Geschenk!
00:16:38: Da wartet einen Ertrag!
00:16:40: Da wartet eine Ernte!
00:16:42: Da watet etwas was Gott dir schenkt wenn du diese Übung dir vornimmst.
00:16:50: Im Johannesevangelium wird erzählt dass die Jünger Jesus beim Fasten eigentlich vom Fasten abbringen wollen.
00:16:58: Sie erwischen ihn quasi beim Faste und fordern ihn auf endlich damit aufzuhören.
00:17:04: Eine interessante Szene.
00:17:06: Johannes Vier, einunddreißig.
00:17:08: Inzwischen drängen ihn die Jünger, Rabi ist was!
00:17:13: Aber Jesus sagte zu ihm Ich lebe von einer Nahrung, die er nicht kennt.
00:17:18: Da fragten die jüngereinander Hat jemand ihm zur Essen gebracht?
00:17:22: Jesus sagte es ihnen Es ist meine Nahrungen dass ich Gottes Willen erfülle und sein Werk vollende.
00:17:29: Damit hat mich Gott beauftragt.
00:17:35: Eine Missverständnisgeschichte, ein jünger Missverständniss.
00:17:38: Die Jünger denken, solange hat er jetzt nichts gegessen, da muss doch mal was essen.
00:17:43: Kennt man sonst nur von der eigenen Mutter, wenn man nach Hause kommt und schlank aussieht?
00:17:48: Und dann nun ist doch etwas!
00:17:50: Manchen sagen die Mütter das nicht, weil man nicht so aussieht.
00:17:53: Aber hier sagen die Jüngern, Rabi ist was... Vielleicht ja auch in der Bergpredig.
00:18:00: Das Äußere verändert sich, wenn man auf was verzichtet.
00:18:03: Du siehst schon so grau aus und schmal.
00:18:05: Jetzt ist etwas!
00:18:07: Und dann denken Sie.
00:18:08: zweites Missverständnis?
00:18:10: Der hat irgendeine Spezial-Nahrung.
00:18:13: So ein Power-Regel.
00:18:16: Aber Jesus spricht bildlich von seiner Nahrung.
00:18:20: Er fragt im übertragenen Sinne wovon nähern wir uns?
00:18:23: Wovon nehrt ihr euch?
00:18:25: Was nähert
00:18:26: dich?!
00:18:28: Füttert meine
00:18:29: Seele.".
00:18:31: In Jesus hatte keine speziellen Power-Riegel im Shopangebot, sondern er spricht von einer geistlichen Speise.
00:18:38: Von einer inneren Verbindung zu seinem himmlischen Vater!
00:18:41: Von einer inneren Nabelschnur des Gebetes!
00:18:44: Einer inneren Verbindung und Verbundenheit mit Gott die nährt ihn.
00:18:50: Und deshalb sagt der wer nicht nach dem Willen Gottes Frage das ist meine Nahrung?
00:18:55: Die Frage erfülle ich den Willen Gottes?
00:18:59: Das war für ihn die wichtigste Frage.
00:19:01: Wie erfülle ich Dein Willen Gott?
00:19:04: Und das kann gerade in der Fastenzeit treibende Kraft sein, diese Frage zu bewegen vor Gott mit Gott und nach Antwort zu suchen!
00:19:16: Wie erfüll' ich Deinen Willen?
00:19:17: Füttert das meine
00:19:18: Seele?!
00:19:22: Was verbindet Fasten mit Gerechtigkeit?
00:19:26: Also freiwilliger Verzicht ist ja ein Luxusproblem.
00:19:31: Der Papst Franziskos hat ein Buch übers Fasten geschrieben.
00:19:34: Hast Du Ein Herz das Großes will?
00:19:36: Fasten exerzizieren mit Franziskus, der sich ja nach den Franziskanern benannt hat.
00:19:42: Die Franzisikaner die ohne Besitz gelebt haben lange Zeit.
00:19:47: Franziskos, der in diesem Jahr ich glaube vor achthundert Jahren gestorben ist und der ein Sohn eines reichen Tuch-Händlers war und alles hatte und in seiner Jugend gefeiert hat und dann durch eine Gottesbegegnung entschieden hat.
00:20:01: das passt gar nicht zu Jesus dieser Lebensstil.
00:20:04: ab jetzt werde ich mich nicht bezahlen lassen und ich werde ohne Besitz
00:20:09: leben.".
00:20:09: Und das hat er radikal gelebt, Zeit seines Lebens.
00:20:13: Und der Herr wollte sich für nichts entlohnen lassen!
00:20:16: Und eine ganze Bewegung ist entstanden.
00:20:21: Fasten ist ein Luxusproblem.
00:20:23: Laut Weltbank leben aktuell weltweit six hundred seventy-millionen Menschen in extremer Armut.
00:20:31: Definiert dadurch dass sie weniger als drei oder sogar nur zwei Komma eins fünf Dollar am Tag haben.
00:20:40: Das sind im Monat sechzig bis neunzig Dollar.
00:20:46: Freiwilliger Verzicht macht mir deutlich, in welchem Überfluss ich lebe.
00:20:52: Was ich weglassen könnte ohne dass es mir schadet.
00:20:56: Mir wird beim verzichten bewusst was sonst mein Alltag bestimmt und füllt.
00:21:04: Persönlich habe ich schon bei der Aktion sieben Wochen ohne auf Kaffee verzichtet, auf Süßigkeiten und Fleisch.
00:21:10: Nicht damit anderes merken sondern damit ich merke wie wenig oder wie stark das eigentlich brauche.
00:21:18: solche Übungen für eine Zeit können ein heilsamer Verzicht werden selber dankbarer zu werden und auch Hingabe bereiter.
00:21:27: Denn in der Zeit kann Gott an deinem Herzen arbeiten, ich habe diese Werbung gefunden.
00:21:31: sieben Wochen Herz zeigen war eine fasten Challenge also eine Herausforderung in der festen Zeit ein Herz für andere zu haben.
00:21:39: Da merken wir wie Fasten ne Gerechtigkeitsfrage werden kann wenn Ich etwas weglasse und damit ja auch vielleicht nicht bezahlen muss könnte ich das Geld zum Beispiel anderen zur Verfügung stellen Und schon würde das unmittelbar gerechter werden.
00:21:57: Es geht nicht darum, was ich empfange in der Zeit sondern was sich loslasse!
00:22:01: Was ich geben kann?
00:22:03: Was ich entbeeren kann?
00:22:05: Nun höre ich im öffentlichen Diskurs in Deutschland immer mehr Menschen die in Mikrofone sagen oder auch so am Stammtisch in Gesprächen wir müssen an uns denken Wir haben gar keine Kapazitäten anderen etwas zu geben in Entwicklungsländer Geld zu geben, in Kriegsgebete zu geben.
00:22:24: Armen etwas zu geben und Bedürftigen!
00:22:26: Und es entsteht eine Diskussion von wir gegen die.
00:22:31: Ich muss sagen vom Wort Gottesseer.
00:22:34: Jesus hätte bei solchen Kommentaren widersprochen.
00:22:38: Jesus wäre bei einer Demonstration Germany First nicht mitgelaufen.
00:22:42: Warum kann ich das sagen?
00:22:44: Weil Jesus ein ganz anderes Vorbild gegeben hat.
00:22:47: Jesus hat sich gerade den Menschen zugewandt in seiner Zeit, die von der Mehrheitsgesellschaft verachtet wurden und bedürftig waren.
00:22:54: Und Jesus hat es sich selber verschenkt sogar sein ganzes Leben bis zum Tod am Kreuz.
00:23:04: Der christliche Glaube speiste ich also aus der Erfahrung Gott hat mich beschenkt und deswegen kann ich schenken.
00:23:10: Gott hat uns beschenk mit seiner Liebe, mit Gnade, mit Treue Und deswegen kann ich als Einzelner und wir als Gemeinde können schenken, wir können lieben.
00:23:18: Wir können vertrauen!
00:23:19: Wir können das üben!
00:23:21: Und in der Nachfolge Jesu üben wir es ein – Ich als Einzener, du als Einstener und wir gemeinsam – dass Gott mich versorgt und deshalb muss ich mich nicht sorgen sondern kann andere versorgen.
00:23:33: Das ist ja der ganze Kreislauf der Liebe Gottes.
00:23:36: Wenn ich die Liebe Gottes entdecke Nicht nur zu sagen Ja, ich bin geliebt und da bleibe ich stehen Sondern weil ich gelieb' bin, kann ich lernen andere zu leben und das auch ganz praktisch werden zu lassen.
00:23:47: Verzichten ist eine Vertrauensübung gegen das Sorgen, Fasten-Übungen verändern uns.
00:23:55: Konkret?
00:23:56: Wann ist deine nächste Fastenzeit?
00:24:00: Vielleicht am Advent!
00:24:02: Adventfasten – es ist eine klassische Zeit für das Fasten.
00:24:06: Der Advent war viele Jahrhunderte, eine Zeit der Besinnung und Busse.
00:24:11: Also das genaue Gegenteil von dem was im Moment der Advent ist nämlich Kommerz und Konsum Und die Möglichkeit für bestimmte Produkthersteller, Lebensmittelherstelle und so weiter mehr zu verkaufen.
00:24:23: Das Weihnachtsgeschäft ist das wichtigste Geschäft für ganz viele in unserer Gesellschaft.
00:24:27: Wenn aber fast eine Adventszeit, Fastenzeit ist, ist das wirtschaftlich eigentlich total unlogisch?
00:24:34: Eigentlich müsste es diese Zeit sein wo viele Menschen was weniger einkaufen.
00:24:40: Verrückt ne wie sich das geändert hat!
00:24:42: Was zur Religion geworden ist.
00:24:44: Wie wäre's wenn du Im Advent in diesem Jahr ganz bewusst, vierundzwanzig Tage ohne Begehst.
00:24:51: Vierundzwanzig Tage ohne Schokolade bis Weihnachten!
00:24:54: Vier und zwanzig Tag ohne Fleisch!
00:24:56: Viersundzwansicht Tage ohne Handyspiele!
00:24:59: Ohne Fernsehen!
00:25:01: Viertundzwannzig Tage, ohne Kleidungskauf!
00:25:04: Vierenzwanzicht Tage, ohne Alkohol?
00:25:07: Ohne
00:25:07: Rauchen?!
00:25:08: Vier-undzwantzig Tage – ohne Meckern oder Nörgeln!
00:25:12: Viereinzwanzigt Tage ohne etwas... was du dir sonst zur Gewohnheit gemacht hast und was verzichtbar wäre.
00:25:21: Sucht ihr doch ein Thema aus, das dich im Leben herausfordert?
00:25:25: Was dich behindert?
00:25:26: Deine Zeit und Aufmerksamkeit frisst!
00:25:29: Und nutze dann diese vierundzwanzig Tage für dein persönliches Fasten – und tue es gerne im Verborgenen!
00:25:35: Du musst es nicht veröffentlichen!
00:25:37: Vielleicht hilft es dir jemand zu haben der auch fastet, der dich dabei unterstützt und anfeuert, der Dich darin motiviert.
00:25:43: Du kannst auch eine Fastengruppe öffnen, auch in unserer Gemeindeeb-App oder persönlich mit anderen.
00:25:49: Vielleicht ist es aber für dich besser, es mit dir und Gott auszumachen?
00:25:53: Und die anderen gar nicht bemerken zu lassen!
00:25:57: Wenn ich bis zum Advent warten will kann der November nutzen.
00:26:00: Das wären dreißig Tage.
00:26:03: Beschäftige dich doch dann in der Zeit mit den Menschen, die gefastet haben – Mose, Elia, David, Jesus, Hannah, Paulus… Da gibt's bestimmt was zu entdecken.
00:26:14: Und dann schreibt dein eigenes Fastentagebuch mit Deinem Dank, mit Deiner Fürbitte.
00:26:19: Mit Deim Begehren, mit deiner Klage – mit Trauer und Freude, mit Stille und Reden, mit dem Hören auf Gottes Willen und Tun!
00:26:29: Probier das doch mal!
00:26:31: Ich war überrascht die nächste Sieben-Wochen ohne Aktion in der Passionszeit-Zwei-Tausend-Siemundzwanzig hat schon ein Titel, der heißt Probiersmal.
00:26:40: Sieben Wochen ohne Aber.
00:26:43: Aber warum so lange warten bis zur Passionszeit?
00:26:46: Probier's mal mit dem Fasten.
00:26:48: Und sag nicht, aber bringt doch nichts!
00:26:52: Beim Fasten kannst du neu hören was der Prophet Michael gesagt hat und was diesen Michael-Monat prägt – und was heute auch der Wochenspruch ist der Herrn Hutterlosung für die kommende Woche.
00:27:03: Es wurde dir gesagt Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet Das Rechte tun Nachsicht mit anderen haben und bewusst den Weg mit deinem Gott gehen.
00:27:16: Amen!
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