Sehnsucht nach Heimat

Shownotes

Pastor Michael Rohde predigt über die Sehnsucht nach Heimat und Klagelieder 3, 19-24

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00:00:09: Was ist für dich Heimat?

00:00:12: Nimm dir mal ein Moment Zeit und sprich mal mit deinem Sitznachbarn darüber, was du mit dem Wort Heimat verbindest.

00:00:18: Und wenn du keinen Sitznachmann hast, nehmen den vor dir.

00:00:25: Was ist dein erster Gedanke zum Thema Heimat?

00:01:11: Das Gespräch könnt ihr nach dem Gottesdienst gerne fortsetzen.

00:01:15: Was ist für dich Heimat?

00:01:19: Nach Kassel kommen mehr als eine Million Menschen im Jahr, um hier Urlaub zu machen.

00:01:26: Falls du also sagst, Kassel und Region ist meine Heimat, dann lebst du dort, wo andere Urlaub machen.

00:01:31: Herzlichen Glückwunsch.

00:01:33: Viele von uns sind natürlich zugezogene und auch nur für kurze oder längere Zeit zwischendurch hier.

00:01:41: Heimat ist jedenfalls mehr als ein Ort.

00:01:44: Heimat ist eine Sehnsucht.

00:01:47: Heimat ist ein Gefühl.

00:01:50: Für mich ist regional Norddeutschland Hamburg Heimat.

00:01:55: Für mich riecht Heimat nach Alsterwasser und Elbe.

00:01:59: Ich brauche diese Salz in der Luft und das Meer vor Augen.

00:02:03: Und wenn das nur im Alsterhaus ist, dass man auf die Binnenalster schaut und an den Landungsbrücken sitzt und die großen Schiffe beobachtet oder auf Helgoland wind und Wetter um sich wehen lässt, Helgoland kreist Penneberg.

00:02:15: In Penneberg bin ich geboren.

00:02:18: Aber wo fühlst du dich beheimatet?

00:02:23: Heimat ist eine Sehnsucht nach einem Ort.

00:02:25: der die vertraut ist.

00:02:26: Ein Ort, den man dir nicht erklären muss, wo du keinen Navi brauchst und keine Landkarte.

00:02:32: Heimat ist die Muttersprache des eigenen Lebens.

00:02:36: Wie man eben bei uns schnackt oder klünt oder in Hessisch halt schnuddelt.

00:02:41: Und wo man natürlich Berliner ist und keine Pfannkuchen oder umgekehrt.

00:02:46: Wo man weiß, was ein Feudel ist und ähnliches.

00:02:50: Doch nicht erst durch das Leben in sieben verschiedenen Bundesländern, in meinem Leben bisher, Weiß ich, Heimat ist nicht unbedingt ein Ort.

00:03:00: Heimat ist eine Sehnsucht.

00:03:02: Denn die wenigsten von uns wohnen ihr Leben lang an dem Ort, wo sie geboren wurden.

00:03:08: Was Heimat ist, das muss man erstmal durchbuchstabieren.

00:03:12: Buchstabe für Buchstabe.

00:03:14: Und zwar im Leben.

00:03:16: Im Kapitel drei der Klage-Lieder Jeremias Da buchstabieren Menschen tatsächlich durch, was es bedeutet für sie, Fern der Heimat zu leben und was Heimatlosigkeit für sie bedeutet.

00:03:32: Fern der Heimatleben, Buchstabieren, das durch Kaunes Buchstabe für Buchstabe, tatsächlich, das ist der Bräschler, hat zweiundzwanzig Buchstaben und in diesem Klagelied wird jeder Buchstabe dreimal gekaut, deshalb hat er sechsundsechzig Ferse und am Anfang jeder Zeile steht der Buchstabe.

00:03:50: Und ich habe mich entschieden, nicht alle sechsundsechzig mit euch zu kauen, sondern nur sechs Ferse, nur zwei Buchstaben aus diesen sechsundsechzig Strophen.

00:04:01: Darüber, was bedeutet Heimatlosigkeit?

00:04:04: So singen das die alten Israeliten.

00:04:08: An mein Elend und meine Heimatlosigkeit denken, dass es Wehrmut und Gift.

00:04:14: Ständig denke ich daran.

00:04:16: Und tief bin ich gebeugt.

00:04:18: Dies werde ich zurückbringen, mein Herz.

00:04:20: Darum werde ich hoffen.

00:04:22: Es sind die Gnadenerweise des Herrn, dass es nicht ganz um gar zu Ende ist mit uns.

00:04:26: Denn sein Erbarm hat sich nicht erschöpft.

00:04:29: An jeden Morgen ist es neu.

00:04:31: Deine Treue ist groß, mein Einteil, meine Heimat ist der Herr, habe ich gesagt.

00:04:37: Darum werde ich auf ihn hoffen.

00:04:43: Damit wir uns keine falschen Vorstellungen machen, die ersten Sänger dieses Chorliedes, die leben äußerlich, nicht in provisorischen Zelten, nicht in einem Flüchtlingslager, sie leben auch nicht in einem Gefängnis, sondern Räußerlich sind sie zwar im Exil, aber sie haben ein Zuhause.

00:05:00: Sie haben sich Häuser gebaut, sie haben Gärten angelegt, gepflanzt.

00:05:04: Sie haben ihre Heimatlosigkeit kompensiert, äußerlich.

00:05:09: Die Verschleppten richteten sich Häuser an, pflanzen Gärten, heirateten Einheimische.

00:05:14: Ganz wie Jeremia ist den Ältesten in einem Brief, in Jeremia-IX geschrieben hat.

00:05:18: Denn Heimatlosigkeit können Menschen kompensieren.

00:05:22: Durch schöne Dinge.

00:05:23: durch ein Haus, ein Garten, Blumen oder was du schön findest.

00:05:27: Und doch bleibt Heimatlosigkeit eine innere Sehnsucht.

00:05:32: Dieser Gedanke im Text, dass es bitter ist.

00:05:39: Wenn die Beter nämlich an ihre Heimat denken, dann fühlt sich das bitter an.

00:05:44: Es macht sie bitter.

00:05:45: Es deprimiert sie, fernde Heimat leben zu müssen.

00:05:49: Und deshalb hoffen sie, sie warten und warten und warten.

00:05:53: Sie irren umher, worauf sie wirklich warten wird gar nicht gesagt, doch die innere Beheimatung fehlt.

00:06:00: Nach meinen Druck spüren viele Menschen Heimatlosigkeit.

00:06:05: Äußerlich vielleicht nicht sichtbar, äußerlich kann Menschen ganz aktiv sein und beschäftigt, auch an ihren Häusern und ihren Gärten oder ganz mobil sein und agil und beim beruflichen Aufstieg beschäftigt sein oder im Studium oder einfach nur im Alltag beschäftigt sein, doch viele Menschen spüren eine innere Heimatlosigkeit, warten ohne zu wissen, worauf genau.

00:06:29: Und vielleicht wird das besonders morgens ein Bewusst nach dem Aufmachen, aufwachen, wenn der nächste Tag bevorsteht, auch wenn die Agenda voll ist, aber das Herz leer.

00:06:43: Wenn untler bleibt, wo hat meine Seele halt?

00:06:46: Wo bin ich verankert?

00:06:49: Wann fühlst du dich innerlich verwurzelt und verankert und wann getrieben und heimatlos?

00:07:00: Die alten Israeliten haben in ihrer Geschichte Mehrfacherfahrung von Flucht und Vertreibung erlebt.

00:07:05: Sie erzählen das, wie die alten Israeliten freiwillig erst mal nach Ägypten gegangen sind, um dort als Gastarbeiter zu arbeiten, weil es ihnen dort besser ging.

00:07:14: Aber dann hat sich das gesellschaftliche Klima in Ägypten geändert und die Arbeitsbedingungen wurden immer fremdenfeindlicher.

00:07:21: Und sie haben sich wieder auf die Flucht begangen.

00:07:24: Die alten Israeliten erzählen von der Sehnsucht nach dem verheißenen Land und von ihrer erfolgreichen Flucht aus Ägypten ins Israel.

00:07:35: Aber dann ist die Geschichte ja nicht zu Ende gekommen, sondern sie erleben Kriege und den Verlust ihrer Heimat erneut und wieder und fliehen in den heutigen Irak.

00:07:45: Nach Babylonien werden sie verschleppt.

00:07:48: Und dort werden diese Klageleder geschrieben.

00:07:50: Es gibt viele Gründe für das Volk Israel, Klageleder zu schreiben.

00:07:55: Heimatlosigkeit ist kein Popschlager.

00:07:57: Das ist kein sanftes Adventslied.

00:08:00: Das ist hart, das ist bitter.

00:08:03: Und deswegen erzählen das auch ihre Erinnerungen.

00:08:07: Der Gedanke an meine Not und Verlassenheit macht mich bitter.

00:08:11: und vergiftet mein Leben.

00:08:13: Trotzdem muss ich ständig daran denken, und das wühlt mich bis ins Innerste auf, so übersetzt es die Basisbibel.

00:08:21: Und wie mag es äußeren Flüchtlingen gehen, die aus ihrer Heimat vertrieben werden, weil sie Angst haben vor Hunger, Krieg, Verfolgung, Folter oder der Armut in ihrem Land.

00:08:32: Nach Angaben der Vereinten Nationen der UNO sind aktuell weltweit auf dieser Welt Menschen vertriebene.

00:08:46: Und das ist die höchste Zahl, die jemals registriert wurde.

00:08:51: Die meisten Menschen sind innerhalb ihres Landes vertrieben.

00:08:55: Gegen über zwei Tausend zwölf hat sich diese Zahl übrigens verdreifacht.

00:09:02: Sechsunddreißig Millionen Menschen auf dieser Welt leben außerhalb der Landesgrenzen, wo sie geboren wurden, wo sie dazugehörten.

00:09:10: Und durchschnittlich machen sich jeden Tag Zweiundfünfzigtausend Menschen auf den Weg, auf der Suche nach äußerem Frieden, nach äußerer Sicherheit, nach einem neuen Leben jenseits des eigenen Landes.

00:09:25: Und die Adventsgeschichte, die biblische Geschichte von Maria und Josef ist ja auch eine Fluchtgeschichte.

00:09:32: Maria, durch den Dornwaldding haben wir gerade gehört, Maria und Josef leben nicht in ihrer Heimatstadt.

00:09:37: Sie müssen erst zur Volkszählung nach Bethlehem.

00:09:40: Und als dann das Kind geboren ist, dann machen sie es nicht schön, sich in Bethlehem und bauen ein schönes Haus und legen einen Garten an, sondern sie werden politisch verfolgte und fliehen nach Ägypten aus Angst vor dem König Herodes, der dem Leben des Kindes nachjagt.

00:09:57: Klagelieder drei betet.

00:09:58: An mein Elend und meine Heimatlosigkeit denken ist Wehrmut und Gift.

00:10:02: Ständig denke ich daran und ich bin tief gebeugt.

00:10:06: Oder anders gesagt, der Gedanke an meine Not und Verlassenheit macht mich bitter und vergiftet mein Leben.

00:10:12: Trotzdem muss ich ständig daran denken.

00:10:14: Das wühlt mich bis ins Innerste auf.

00:10:20: Aber dieses Klagelied der Heimatlosen dreht sich in ein Vertrauenslied.

00:10:28: Der nächste Buchstabe sinkt von einer anderen Perspektive.

00:10:32: Vielleicht ist sogar die Sehnsucht nach der Heimat kraftlos geworden oder die Hoffnung erschöpft.

00:10:38: Aber wie ein Sonnenaufgang sinkt das Lied auf einmal, die Gnadenerweise von Gott, die Gnadenerweise Javis, die sind noch lange nicht am Ende.

00:10:51: Seiner Barm hört niemals auf.

00:10:54: Wie ein Sonnenaufgang.

00:10:55: Hier übrigens über den Dächern unserer Gemeinde.

00:10:59: Gnade steht hier nicht wie ein Wort auf dem Papier.

00:11:02: Gnade ist hier im Plural.

00:11:03: Deshalb habe ich übersetzt Gnaden-Erweise.

00:11:06: Eigentlich müsste man Gnaden sagen, das Wort kennen wir gar nicht, weil wir Gnade als ein Einwort ansehen.

00:11:12: Aber hier ist Gnaden-Erweise.

00:11:15: Das ist nicht nur eine Haltung und ein Empfinden, sondern auch Worte und Taten.

00:11:19: Und gerade für geflüchtete Menschen ist es Gnade.

00:11:24: in der Haltung des Respekts begegnet wird und mit Taten, mit tatsächlicher Hilfe.

00:11:29: Und die Gnaden Gottes gibt es nur im Plural, nicht nur einmal, sondern immer wieder.

00:11:37: Gott ist immer wieder gerne gnädig.

00:11:40: Und diese Gnadenerweise Gottes sind noch nicht am Ende.

00:11:43: Das singen diese alten Chorsänger.

00:11:47: Gott liebt es Menschen, die heimatlos geworden sind, die sich innertlich heimatlos fühlen oder äußerlich oder beides.

00:11:54: gnädig zu sein.

00:11:56: Und seine Gnadenweise sind jeden Morgen neu.

00:12:00: Neu, unverbraucht, frisch.

00:12:03: Mit jedem neuen Sonnenaufgang, mit jedem neuen Morgen wird das Chaos beseitigt, besiegt und an jedem neuen Morgen wartet die Gegenwart Gottes auf diese Beta.

00:12:15: Und wenn die Bibel neu sagt, das sagt sie nicht häufig, aber wenn sie es sagt, sagt sie es gehaltvoll, meint sie eine neue Qualität.

00:12:23: Wenn Gott ein neues Herz gibt, ein neuen Bond schließt, ein neuen Himmel und eine neue Erdenschaft, dann sind das gewaltige Verheißungen für etwas, was nur Gott schenken kann, was er nur bewirken kann.

00:12:35: Und wenn du abends mit Sorgen und Ängsten ins Bett gehst, dann kannst du hoffen, dass morgen ein neuer Tag ist.

00:12:44: Und dass Gottes Gute morgen Frisches unverbraucht, neu, dass sie wieder da ist.

00:12:51: Dass Gottes liebt, gnädig zu sein, morgen und heute.

00:12:58: An jedem Morgen ist es deiner Barmen das Neueste.

00:13:01: Deine Treue ist groß, das singen sie.

00:13:03: Und der Inhalt der Gnade Gottes ist seine Treue, seine Verlässlichkeit, seine Beständigkeit, dass er da ist.

00:13:09: Und so bekommt die Heimat in diesem kurzen Abschnitt eine neue Adresse.

00:13:14: Denn wer Gott vertraut, zieht um.

00:13:17: Wer sich auf Gott verlässt, wohnt an einem anderen Ort.

00:13:21: Auf einmal ist das Klingelschild ein neues.

00:13:26: Gott wird zum Heimatgeber.

00:13:29: Der Beta sagt, mein Anteil, mein Landanteil, meine Heimat ist der Herr.

00:13:38: Darum werde ich auf ihn hoffen.

00:13:40: Hebrehe steht hier Chalki und das heißt eigentlich das Wort Landgabe.

00:13:44: Also tatsächlich mein Land, mein Landanteil, der einem Einzelnen gegeben wird, einem Stamm oder einem Volk.

00:13:51: Mein Land.

00:13:54: ist Gott.

00:13:58: Der Beta begreift, dass das Leben, das im Exil stattfindet, fernde Heimat, ob das nun das babilonische Exil ist oder das nordhessische, es ist ein örtisches Exil.

00:14:10: Er geht gedanklich viel weiter.

00:14:11: Es geht gar nicht daran, ob ich in Hamburgshause bin, in Berlin, in Kassel oder wo auch immer auf dieser Welt, sondern wenn ich heimatlos bin, dann bin ich heimatlos auf dieser Erde und zwar überall.

00:14:23: Der Beta betet auf einmal Gott.

00:14:26: Du bist mein Land.

00:14:28: Gott, du bist da, egal wo ich lebe und wohne.

00:14:31: Gott, du bist meine Heimat.

00:14:34: Das gute Leben erschöpft sich da nicht mehr in dem eigenen Garten, die eigene Landscholle, das eigene Haus, die alte Heimat, der man nachtrauert.

00:14:42: So schön das auch gewesen sein mag, sondern ein neuer Heimat, die immer mitzieht, die immer da ist.

00:14:49: wird den Israeliten geschenkt und lässt diese Sehnsucht des Heimatlosen endlich zur Ruhe kommen.

00:14:54: Das gibt Orientierung.

00:14:57: Da schenkt der Seele Ruhe.

00:14:59: Das beheimatet dich in Gott.

00:15:03: Stell dir vor, Heimat ist kein Ort, sondern eine Person.

00:15:10: Gott ist meine Heimat, spricht meine Seele.

00:15:13: Darum will ich auf ihn hoffen.

00:15:16: Für die Israeliten ist das eine enorme Entwicklung.

00:15:19: nicht mehr Krieg, um das heilige Land zu führen, sondern bei Gott zu Hause zu sein, überall auf der Welt und sogar in der Fremde mit Gott leben zu können.

00:15:33: Dieser Text ist ja in einer Zeit geschrieben, in der der Tempel zerstört war, in der das eigene Land besetzt war, in der die Staatlichkeit Israels verloren war.

00:15:40: Es gab kein Israel mehr, es gab auch keinen König mehr, da war im Gefängnis.

00:15:45: Und wenn das innere Prozesse sind, dass etwas Äußeres nicht mehr nötig ist, dann beten die, Ich kann bei Gott mit einem reifen Erwachsenen Glauben zu Hause sein.

00:15:56: Wir gehören doch zu Gott, sagen die Beta, zu seiner Familie und Gott wünscht, dass du zurück nach Hause kommst.

00:16:05: Und vielleicht bist du längere Zeit deiner eigenen Wege gegangen, hast du es meine Zeit ohne Gott versucht.

00:16:12: oder fern von Gott oder dich abgelöst von dem Glauben, in dem du aufgewachsen bist und der Gemeinde, in der du aufgewachsen bist oder der Familie, in der du aufgewachsen bist und aus der du dich auch lösen musstest, um deine eigenen Werte, deinen eigenen Weg, deinen eigenen Glauben, deinen eigenen Gott zu finden.

00:16:32: Gott möchte dein Heimatgeber sein.

00:16:36: Der Gott, der Schöpfer aller Menschen ist, der Ursprung aller Menschen ist, möchte, dass du wieder zurück nach Hause kommst.

00:16:43: freiwillig.

00:16:45: Wir kommen von Gott, ob wir das wahrnehmen oder nicht.

00:16:48: Und wir sind eingeladen nach unserem Erwachsenenwerden der Phase der Emanzipation von Gott, wieder zu ihm zurückzukommen.

00:16:56: Beheimatet zu werden in ihm.

00:16:59: Wir haben bei den letzten Taufen von älteren Erwachsenen gehört.

00:17:03: Wir sind einen langen Weg mit Hatten in ihrem Leben, um Glauben an Gott in der Familie wahrgenommen, aber dann verloren zu haben und am Ende wieder geschenkt bekommt.

00:17:15: wieder zu entdecken.

00:17:18: Wenn Jesus dein Heimatgeber ist, dann ist das ein ganz neues Heimatgefühl.

00:17:23: Wenn diese Beheimartung lebendig wird, dann kann auf einmal der Platz Hirsch im Idealfall sein Revier aufgeben.

00:17:31: Er muss keine Erbhöfe mehr verteilen.

00:17:32: Es muss nicht immer alles so bleiben wie es war.

00:17:34: Du musst auch nicht mal mehr um Landkrieg führen oder um irgendetwas anderes.

00:17:38: Du kannst die Heimatlosigkeit kompensieren, denn wer bei Gott Heimat findet, findet ein ewiges Zuhause.

00:17:46: Das ändert den Alltag.

00:17:48: Das macht mobil.

00:17:50: Wer Jesus als Landgabe entdeckt, ist ortsunabhängig und hat genug.

00:17:55: Mehr als jeder Garten Ernte geben kann.

00:17:59: Eine Theologin dichtet, Heimat bleibt in dieser Welt ein bisschen wie Exil.

00:18:03: Den ganzen Hause sind wir nie, doch unterwegs auf unserer Reise ist nach Hause kommen unser schönstes Ziel.

00:18:10: Heimat ist eine Sehnsucht.

00:18:12: Sie fehlt mir und ich fehle.

00:18:14: Heimat ist der weite Himmel.

00:18:16: Sein Zelt, ein Dach für meine Seele.

00:18:21: Gott, du bist meine Heimat.

00:18:23: Mit dieser Verheißung, mit diesem Gedanken möchte ich mit euch den dritten Advent begehen und ich möchte euren Wochenanfang verändern, ja sogar den Morgen, denn das wird Folgen haben.

00:18:33: Wenn du morgen aufwachst, dann kannst du zu dem Beten, der dir Heimat gibt, der dich beheimatet, bei dem du zur Ruhe kommen kannst, vor der ganzen Eritation und Unruhe im Leben.

00:18:46: Du kannst ihm dich anvertrauen.

00:18:47: Neu, jeden Morgen neu.

00:18:52: Und wenn Gott unsere Identität und Heimat ist als Christen, hat das auch Folgen für uns als Gemeinde, dann sind wir nämlich als Gemeinde Heimatgeber.

00:19:03: Dann können wir weltoffen sein, weil wir in Gott beheimatet sind.

00:19:08: Dann können wir Gemeinde für andere sein, für Menschen, auch für Flüchtlinge, für Suchende, für jeden Menschen.

00:19:16: Wir öffnen dann unsere Gemeinde Räume weiterhin, unsere Gemeinde Kasse, unsere Gemeinde Programme.

00:19:22: Die öffnen sich.

00:19:23: Ein herzliches Willkommen für alle, die auf der Suche nach dem Heimatgeber sind, die nach Gott auf der Suche sind, die vielleicht vor Krieg und Armut fliehen oder auf der Suche nach innerer Heimat sind, für alle, die sich noch lösen müssen von alten Bindungen, die ihnen nicht gut tun und neue Bindungen suchen.

00:19:42: Diese Gemeinde und viele Gemeinden werden noch Heimat.

00:19:45: Geber sein, für viele, nicht nur im Advent.

00:19:48: Denn es ist Gottes Gemeinde und er ist der Heimatgeber für alle Zeiten.

00:19:56: Die Güte des Herrn ist, dass wir nicht gar aus sind.

00:19:58: Seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende.

00:20:01: Sie ist alle morgen neu und deine Treue ist groß.

00:20:04: Der Herr ist mein Teil, mein Land spricht meine Seele.

00:20:07: Darum will ich auf ihn hoffen.

00:20:08: Gottes mein Heimat spricht meine Seele.

00:20:10: Darum will ich auf ihn hoffen.

00:20:12: Da schenke Gott dir und uns im Advent.

00:20:16: Amen.

00:20:20: Und wenn wir als nächstes ein gemeinsames Lied, ein Adventslied singen, dann richten wir eine Bitte zu Gott mit dramatischen Worten.

00:20:27: Drückt dieses Lied, diese Sehnsucht aus.

00:20:29: Oh Heiland reißt die Himmel auf.

00:20:32: Gott soll alles beseitigen, was ihn hindert, zu uns zu kommen.

00:20:36: Alles, was den Erlöser noch hindert zu kommen.

00:20:39: Der Jesuit Friedrich Speer, das Lied vor etwa mehr als vierhundert Jahren, sechzehnundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.

00:21:06: Und nach diesem Lied setzen wir dann fort.

00:21:08: Ode wird mit uns für, bitte halten und wir werden ein Lied singen, das darum bittet, dass Gott in diese Welt kommt, die wirklich erlösungsbedürftig ist.

00:21:17: Und bevor wir singen und der Chora mit uns gemeinsam singt nach vorne kommt, möchte ich mit eigenen Worten noch beten.

00:21:28: Guter Gott und Vater, danke für deine Güte und Treue.

00:21:32: Jeden Morgen möchtest du uns begegnen und beschenken.

00:21:36: Mit deiner Gegenwart, mit deiner Nähe.

00:21:39: Gott, werde du vielen zu Heimat, zum Zuhause, jeden Morgen neu.

00:21:48: Vater im Himmel, du bist meine Heimat, gerade wenn das Leben sich ungemütlich anfühlt, einsam, getrieben oder sogar heimatlos.

00:21:57: Gerade wenn wir unruhe spüren und Ruhe vermissen.

00:22:02: und zur Friedenheit bitte ich dich, komm mit deiner Güte, komm mit deinem Frieden.

00:22:09: Schenke Gedanken der Hoffnung.

00:22:11: Schenke Gefühle der Zuversicht.

00:22:13: Reiß die Himmel auf.

00:22:14: Komm herab mit deinem guten Geist.

00:22:17: Das bitten wir an diesem Advent und jetzt an diesem Morgen.

00:22:21: Amen.

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