Von guten Mächten wunderbar geborgen

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00:00:13: Der perfekte Sommer, der fühlt sich leicht und unbeschwert an.

00:00:19: Schulferien sind Urlaubszeit, Zeit zum Durchatmen, zum Verreisen – doch Hand auf Herz!

00:00:25: Nicht jeden von uns ist Leicht ums Herz auch nicht im Sommer.

00:00:31: Die Hilfsmacht zu schaffen?

00:00:33: Dazu kommen noch hitzige Debatten.

00:00:35: Auch im Sommer machen Sorgen, Krisen, Ängste keine Ferien.

00:00:42: Als Menschen befinden wir uns immer wieder in Spannungen.

00:00:46: Die äußeren Umstände können traumhaft schön sein, es kann dir trotzdem innerlich schlecht gehen und umgekehrt können die äußere Umständen bedrohlich sogar lebensbedrohlig sein.

00:01:02: und der innere Mensch kann Vertrauen zu Gott haben sogar Geborgenheit von guten Mächten wunderbar geborgen.

00:01:17: die Predigtreihe fortzusetzen und zu diesem Lied zu predigen, ist mir bei einer Redaktionssitzung des Hauskreismagazins gekommen.

00:01:24: Vor zwanzig Jahren wurde das Hauskreismagazin gegründet und hier am Möncheberg hatten wir im Frühjahr die Redaktionssitzungen und haben die achtzigste Ausgabe, die Jubiläumsausgabe geplant.

00:01:36: Und ich habe vorgeschlagen dass wir eine Ausgabel zum Thema Segen bewegt machen.

00:01:42: Ich habe davon erzählt, dass wir Herrn Merz Predigten dazu hatten und das auch unser Gemeindebund sich mit diesem Jahresthema beschäftigt.

00:01:49: Denn Gottes Segen ist die Kraft zum Wachstum, Gottes Sege ist für den Alltag, Gottes SEGE ist auch die Erfahrung, dass Jesus Christus ein guter Hürte ist!

00:02:00: Die Idee zündete – und wie häufig?

00:02:02: Wenn man in Gruppenvorschläge macht, dann muss man sie selber umsetzen.

00:02:05: also durfte ich dann eine Disposition schreiben, das heißt eine Handreichung für die Autoren des Hauskreismagazins jetzt ganz verschiedene Aspekte vom Segen zu beleuchten.

00:02:16: Und dabei ist mir wichtig geworden beim Beten und Nachdenken dass doch auch Lieder ein Segen werden.

00:02:23: Und dass dieses Lied, das für viele Menschen bereits ein Segendeworden von Dietrich Bonn-Hüffer dazugehört in der Todeszelle zur Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft dichtet diesen Text von guten Mächten still und treu umgeben.

00:02:43: Er schreibt ein Gedicht, das bis heute Menschen segnet.

00:02:48: Es ist ein Lied geworden, dass gern zum Jahreswechsel bei Beerdigungen, Karfreitag oder auch zu anderen Anlässen gesungen wird.

00:02:55: Das ist kein leichter Sommerhit, es ist ein Gedigt mit Tiefe!

00:03:01: Dieser Text ist geprägt von Bibelworten, von biblischen Überzeugungen.

00:03:05: Und das ist wie ein kräftiger Proviant den wir mitnehmen können auf unsere Lebensreise und auf denen wir zugreifen können wie einen inneren Schatz – ein Proviante im Herzen, den du herausholst wenn du ihn brauchst!

00:03:18: Und über dieses Gedicht vom guten Mächten uns eine biblische Grundlage werde ich jetzt weiter sprechen.

00:03:24: Die Umstände der Entstehung des Gedichts sind außergewöhnlich.

00:03:30: Als die Macht übernommen hat und Reichskanzler wurde, war Bauernhöfer siebenundzwanzig Jahre und zwei Tage später hielt er eine Radioansprache.

00:03:41: Und in der hatte er gesagt Führer- und Amt, die sich selbst vergotten, spotten Gottes!

00:03:48: Er erkannte, dass der autoritäre Führungsanspruch und der Personenkult um Adolf Hitler nicht vereinbar ist mit dem christlichen Glauben.

00:03:56: Und nachdem er diesen Satz gesagt hat wurde die Radiosendung abgestellt vom Sender.

00:04:02: Bonn-Unfelsüberzeugungen gegen den Nationalsozialisten führte ihn in die bekennende Kirche – die Jesus Christus als einzigen Führer und Hürten anerkannte und in den Widerstand.

00:04:13: Und zehn Jahre später, nazer dreinvierzig im Alter von siebenunddreißig Jahren, wurde er verhaftet Und ihn bewegte die Frage, was kann man dem Menschen hasst und der Gewalt, die von Hitler und den Nationalsozialisten ausgingen entgegensetzten?

00:04:29: Und müssen wir als Christen nicht nur die Opfer verbinden unter dem Rat sondern dem Rat auch in die Speichen greifen und Widerstand leisten.

00:04:38: Nachdem geschalternden Attentat auf Hitler am zwanzigsten Juli vierundvierzig wurde Bonn-Hüfer dann von der Ingestapo hafftgenommen und er saß an einem Kellergefängnis.

00:04:47: in Berlin durfte kein Besuch empfangen, nur Pakete einmal die Woche und Briefe.

00:04:54: Und er war im Briefwechsel mit seiner verlobten Maria von Wiedemeyer.

00:04:59: Am neunzehnten Dezember der ganzen Familie einen Weihnachtsbrief.

00:05:07: Und wer den Sonntagsbrief heute hier mitgenommen hat, kann das jetzt mitlesen oder auf der Folie gleich mitfolgen.

00:05:14: Denn das ist die handgeschriebene Seite dieses Briefes!

00:05:18: Der Brief endet mit folgenden Worten Es sind nun fast zwei Jahre, dass wir aufeinander warten.

00:05:24: liebste Maria werde nicht mutlos.

00:05:28: ich bin froh, dass du bei den Eltern bist.

00:05:30: grüßt deine Mutter und das ganze Haus sehr.

00:05:32: von mir Hier noch ein paar Ferse, die mir in den letzten Abenden einfielen.

00:05:37: Sie sind der Weihnachtsgruß für dich und die Eltern und Geschwister!

00:05:41: Von guten Mächten treu und still umgeben Behütet und getröstet.

00:05:45: wunderbar So will ich diese Tage mit euch leben Und mit euch gehen in ein neues Jahr.

00:05:51: Noch will das Alter unsere Herzen quälen Noch drückt uns böser Tage schwere Last.

00:05:56: Ach Herr gibt unseren aufgeschreckten Seelen Das Heil, für das du uns geschaffen hast und reiste uns den schweren Kerch, den Bittern des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand.

00:06:08: So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus deiner guten und geliebten Hand.

00:06:13: Doch willst du uns noch einmal Freude schenken?

00:06:15: An dieser Welt und ihrer Sonne glanz!

00:06:18: Dann wollen wir das Vergangenen gedenken, dann gehört dir unser Leben ganz.

00:06:23: Das Warm-und Hell die Kerzen heute flammen, Die Du in unsere Dunkelheit gebracht für wenn es sein kann wieder uns

00:06:30: zusammen.".

00:06:31: Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

00:06:35: Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lasst uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet.

00:06:43: all deiner Kinder hohen Lobgesangen.

00:06:45: von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost was kommen mag.

00:06:51: Gott ist bei uns am Abend und am Morgen Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

00:07:00: Bonnüfer schenkte seiner Verlobten und seiner Familie einen Text.

00:07:05: Der Text war nicht zur Veröffentlichung gedacht, er wurde auch nicht als Lied geschrieben.

00:07:10: Er wurde danach abgetippt und mit kleinen Änderungen bis in unser Liederbuch verbreitet.

00:07:16: Heute borgen wir uns diese Worte.

00:07:20: Wir singen, wir meditieren den Text der aus biblischer Sprache und Glauben heraus entstanden ist Und in der ersten und siebten Sprache ist hier von Geborgenheit die Rede.

00:07:33: Eine innere Geborgenheit, trotz widriger Umstände!

00:07:39: Was verbindest du mit Geborganheit?

00:07:43: Ich war überrascht in der Recherche in dieser letzten Woche festzustellen dass das deutsche Wort Geborgonheit sich ganz schlecht übersetzen lässt, dass es ein Wort ist das in anderen Sprachen kein Equivalent hat.

00:07:54: unsere Sprache schenkt uns einen Wort mit dem wir uns ganz tief ausdrücken können geborgen wie in einer Burg geschützt.

00:08:04: Ein Gefühl von Wärme verbinde ich damit.

00:08:06: Von Liebe, von Nähe, von Bindung und von inneren Frieden.

00:08:13: Im biblischen Hebräisch gibt es Worte die Sicherheit, Ruhe, Vertrauen, Zuflucht, Geborgenheit ausdrücken.

00:08:21: Das ist ein ganz positives Gefühl wie im Schoß der Mutter.

00:08:25: Das hebräische Wort Röchamin beim Herzlichkeit leitet sich vom Wort Rechem, vom Mutterleib an in der Gebärmutter.

00:08:33: Da ist diese tiefe mütterliche Geborgenheit die einen Menschen angstfrei macht und fähig mit anderen beim Herz sich umzugehen von guten Mächten treu und stillum geben behütet und getröstet.

00:08:47: wunderbar Struffer eins am Ende von guten Mechten.

00:08:51: wunderbar geborgen.

00:08:54: Was Bannhöfer gedichtet hat, das berührt mich immer wieder.

00:08:57: Wenn ich es sehe, wenn ich es ja singe oder lese... Es bringt in mir die Sehnsucht und die Erfahrung der Geborgenheit zum Schwingen.

00:09:07: Und zugleich überrascht es mich jedes Mal, dass gerade davon Bann Höfer in der Gefängniszelle schreibt Er müsste doch in seinen Lebensumständen getrennt von seiner Familie In einer Gefängniszelle Ein mögliches Todesurteil vor Augen, völlig andere Gedanken und Gefühle haben.

00:09:31: Niemand von uns kann noch wirklich nachspüren was würde das bedeuten in einer solchen Situation zu sein?

00:09:37: Was würde das mit uns machen um des Glaubenswillen verfolgt zu werden um seiner Überzeugung willen gefangen zu sein mit dem Tod bedroht zu werden?

00:09:48: Bonnhöfer hatte die bösen Mächte seiner Zeit vor Augen Die Gewaltherrschaft, den Menschenhast, den Antisemitismus der Nazis und von Adolf Hitler.

00:09:59: Und die Macht- und Boshaftigkeit von Mächtigen und Mächten stehen uns doch heute auch vor Augen ohne dass sich das veranschaulichen muss.

00:10:08: Und Bonnüfer konnte trotzdem vertrauen, dass da gute Mächte mehr Kraft haben, mehr Macht, mehr Präsenz, mehr Wirkung haben als alle bösen Mächter!

00:10:25: Bonnhofer konnte trotzdem glauben, darauf vertrauen dass er von guten Mächten umgeben ist.

00:10:34: Am Ende schreibt der auch Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

00:10:45: Am Anfang seines Gedichts wünscht er sich mit seiner Familie zu leben.

00:10:49: ich will mit euch Leben schreibt er ja Und damit sind tatsächlich erst mal Liebe Maria gemeint und liebe Eltern und Geschwister.

00:10:56: Ich will mit euch leben, gehen in ein neues

00:10:59: Jahr.".

00:11:00: Er war eigentlich in der Hoffnung, dass er sie widersieht im nächsten Jahr – im Jahr vierundvierzig, am Vierundviertig!

00:11:09: Und am Ende bekennte er dann das Gott da ist an allen Tagen.

00:11:12: Davon war er überzeugt.

00:11:14: Und was er hier ausspricht?

00:11:17: Das bekennt auch die Liebe.

00:11:19: Zwei Kernstellen aus dem alten und neuen Testament möchte ich dazu eine Erinnerung rufen.

00:11:24: Im Psalm hundertneununddreißig von allen Seiten, umgibst du mich?

00:11:29: Und hält deine Hand über

00:11:30: mir?".

00:11:31: Dieser Erkenntnis ist mir zu wunderbar und so hoch!

00:11:35: Ich kann sie nicht begreifen.

00:11:37: Psalmen hundertnunddreißig fünf und sechs.

00:11:44: Ich bin umgeben vom Gott, geborgen in Gott von allen Seiten – das ist mir eigentlich zu

00:11:50: hoch.".

00:11:52: Und Paulus bekennt dann im Römerbrief, in Röme acht.

00:11:56: Denn ich bin gewiss dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, wedergegenwärtiges noch zukünftiges, wedah hohes noch tiefes noch irgendeine andere Kreatur und scheiden kann von der Liebe Gottes die in Christus Jesus ist unserem Herrn.

00:12:14: Paulus bekennt hier auch das es Mächter und Gewalten gibt, die nicht gut sind.

00:12:19: Er kennt sie als Gefahr, erkennt sie als Anfechtung.

00:12:23: Aber erst überzeugt das die Macht der Liebe Gottes größer ist und stärker und den längeren Atem hat!

00:12:31: Paulus weiß dass Jesus Christus allen finsteren Mächten und Gewalten und dem Tod überwunden hat – und dass er da auferstanden ist und der der Grund ist, Gottes Liebe zu vertrauen auch in den widrigsten Umständen.

00:12:49: Was hat Bonnüfer vielleicht vermittelt, dass er von guten Mächten umgeben war?

00:12:55: Er schreibt das auch in seinem Brief und ich möchte euch denn etwas davon vorlesen.

00:13:00: Von seiner Gefühl der Einsamkeit und wieder in der Einsammkeit erlebt, dass da doch jemand ist!

00:13:08: Es ist als ob die Seele in der einsamkeit Organe ausbildet, die wir im Alltag kaum kennen.

00:13:15: So habe ich mich noch keinen Augenblick allein und verlassen gefühlt.

00:13:21: Da schreibt er in demselben Brief, du Maria ne?

00:13:24: Die Eltern!

00:13:25: Ihr alle die Freunde und Schüler im Feld ihr seid mir immer ganz gegenwärtig.

00:13:31: eure Gebete und guten Gedanken Bibelworte längst vergangenen Gespräche Musikstücke Bücher bekommen Leben und Wirklichkeit wie nie zuvor.

00:13:43: Es ist ein großes unsichtbares Reich, in dem man lebt und an dessen Realität man keinen Zweifel hat.

00:13:51: Wenn es im alten Kinderlied von den Engeln heißt zwei die mich decken, zwei die ich wecken so ist die Bewahrung am Abend und am Morgen durch gute unsichtbare Mächte etwas was wir Erwachsenen heute nicht weniger brauchen als die

00:14:05: Kinder.".

00:14:06: Und dann schreibt er weiter.

00:14:08: Du darfst also nicht denken Ich sei unglücklich.

00:14:12: Was heißt denn glücklich und unglücklich?

00:14:15: Es hängt ja so wenig an den Umständen ab, sondern eigentlich nur von dem was im Menschen vorgeht.

00:14:22: Ich bin jeden Tag froh dass ich dich euch habe!

00:14:26: Und das macht mich glücklich froh.

00:14:32: Bonnöver schreibt seiner Familie, dass Erwachsene auch sich nach kindlicher Geborgenheit sehen aber diese Geborganheit ist erschüttert.

00:14:43: in Gebetssprache.

00:14:47: Er fängt an Gott anzureden, Gott zur Adressat zu machen, Gott zum Ort der Geborgenheit werden zu lassen, zum Zuflussort seiner Gedanken und Gefühle – und Bonne verspürt wie das Alte unserer Herzen quälen kann!

00:15:02: Wie die Erfahrung böser Tage, wie eine schwere Last auf der Seele sein kann, wie sich Menschen im Dunkeln fühlen können, in Dunkelheit und in der Nacht.

00:15:14: Und vielleicht kennen wir heute im Umgang mit Schwierigkeiten von uns selbst eine ganz einfache menschliche Reaktion.

00:15:21: Wir wollen, dass es schnell weggeht!

00:15:23: Wir wollen das er schnell aufhört und das alles wieder gut wird – und dass wir keine Spannungen aushalten müssen.

00:15:31: Und Bonnhöfer machte sich nicht so einfach.

00:15:36: Bonnhofer war bereit zu leiden in dem Leben, Spannung auszuhalten, böses zu ertragen weil er glaubt, dass es in guten Händen liegt.

00:15:50: Dass er einen guten Hände liegt und dass er diesen guten Henden vertrauen kann.

00:15:55: Bonne verstellt sich mit seinem Lied bewusst in die Tradition von Jesus Christus der auf seinem Passionsweg im Garten Getsemane betet und bereit ist Leid zu ertragen.

00:16:06: In Markus XIV lesen wir Und Jesus sprach zu seinen Jüngern, setzt euch hierher bis ich gebetet habe.

00:16:17: Und er nahm mit sich Petrus Jakobus und Gehannes und fing an zu zittern und zu zagen und sprach Zu ihnen meine Seele ist betrübt bis in den Tod bleibt hier und

00:16:26: wachelt.".

00:16:28: Und der ging ein wenig weiter fiel nieder auf die Erde und betete dass wenn es möglich wäre die Stunde an ihm vorüber ginge und sprache Aber Vater alles ist dir möglich.

00:16:37: Nimm diesen Kekch von mir doch nicht was ich will sondern was du willst.

00:16:44: Bonhoeffer hat ja auch ein Buch über Nachfolge geschrieben und er begreift nachfolge Jesu als Leidensnachfolge.

00:16:53: Und deswegen eignet er sich diese Haltung von Jesus im Garten, geht sie immer nie für sich selbst an.

00:16:58: und er dichtet eine Strophe die eine echte Zumutung ist.

00:17:02: Er dichtet und reichste uns den schweren Kälch, den bittern des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand.

00:17:09: so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus deiner guten und geliebten

00:17:14: Hand.".

00:17:16: Diese Strophe ist eine Zumutung, oder?

00:17:19: Wer muss nicht schlucken wenn wir diese Strophe singen und überlegt sich kann ich das mitsingen.

00:17:28: Passt die Melodie eigentlich von Sigrid Fitz zu diesem Text?

00:17:33: Ich erinnere die Beerdigung einer jungen Mutter bei der der Witwer sich dieses Lied gewünscht hat.

00:17:39: aber dann merkte er wie schwer es ist das Lied mitzusingen und durchzustoppieren Und er hat dann gesagt, es tat so gut.

00:17:50: Das andere ist gesungen haben in diesem Gottesdienst und das so der Raum des Gottvertrauens aufgespannt war.

00:17:59: Dieses Lied besingt ja dass alles aus Gottes Hand kommt und besingt die Hoffnung über den Tod hinaus.

00:18:06: und die dritte Strophe ist eine Zumutung auch weil sie dir Mut zukommen lassen kann ein Mut den wir menschlich nicht immer haben, sondern geschenkt bekommen.

00:18:18: Ein Mut der mich beeindruckt!

00:18:22: Da kann einer im Gefängnis dichten und singen, da kann einer am Krankenbett, am Ort von Verlust, am ort der Einsamkeit, im Sterbezimmer, am Grab singen und reiste uns den schweren Käich, den bittern.

00:18:43: Der Glaube das alles aus Gottes Hand kommt Glück und Leid, Liebe und Hinrichtung?

00:18:52: Dieses Gottvertrauen gab die Trichbonneufer.

00:18:55: Trost, Mut, Widerstandskraft!

00:19:00: Ja Menschen können anderen Menschen Schreckliches antun und Böses Und im Leben kann ganz viel Bitteres geschehen.

00:19:07: Doch stärker als jede Brutalität und Gewalt ist Gottes Hand Gottes gute und geliebte Hand.

00:19:17: Und mich beeindruckt die Glaubenstärke, dass Gott vertrauen.

00:19:20: Dass Bonhoeffer hier zum Ausdruck bringt und zugleich stellt es ja eine bleibende Frage.

00:19:25: Bin ich bereit Leid auszuhalten?

00:19:28: Und gleichzeitig daran zu glauben, das heißt darauf zu vertrauen, daß sich in guten Händen

00:19:33: bin.".

00:19:35: Seiner Verlobten schreibt Bonhoefa im August, ... Meine geliebte Maria!

00:19:42: Lass uns nie an dem Irre werden was uns widerfährt.

00:19:45: Es kommt alles aus guten, guten Hände Doch vorsichtig!

00:19:51: Bonnüfer war kein Fatalist, der einfach das Schicksal hinnahm.

00:19:55: Er nimmt nicht alles hin wie es kommt – gedankenlos, widerstandslos und wunschlos.

00:20:03: Er sagt auch nicht dass alle Mächte gut sind.

00:20:06: Ganz zart formulierte auch seine Wünsche für den Alltag was er sich eigentlich dabei sehnt.

00:20:15: Und das drückt er dann in den Strophen vier bis sechs aus.

00:20:20: nach gegenwärtiger Lebensfreude.

00:20:22: Doch willst du uns noch einmal Freude schenken, Gott?

00:20:25: An dieser Welt und ihrer Sonneglanz!

00:20:27: Dann wollen wir des vergangenen Gedenken, dann gehört dir unser Leben

00:20:31: ganz.".

00:20:33: Er sagt hier wie schön wäre das nochmal Freude an der Welt zu haben – an der Natur, an der Schöpfung, am Hellen, am Fröhlichen.

00:20:43: Das macht die dunkle Vergangenheit nicht ungeschehen Aber sie würde meine Zugehörigkeit zu Gott und zu Jesus in doppelter Weise binden.

00:20:51: Dann gehört dir, Gott unser Leben ganz wenn wir dunkle unschöne Zeiten aus Deiner Hand

00:20:57: nehmen.".

00:20:59: Und er sagt lass warm und hell die Kerzen heute flammen!

00:21:03: Die du in unsere Dunkelheit gebracht für Wenn es sein kann wieder uns zusammen.

00:21:07: Wir wissen es dein Leicht stand in der Nacht.

00:21:10: Er macht in seinem Briefen seiner Verlobten immer wieder Mut auf ihn zu warten.

00:21:14: Er gibt ihr sogar Tipps für Ihr Leben ohne ihm.

00:21:17: Er gibt sie sogar frei und sagt, ich könnte verstehen wenn du nicht auf mich warten willst.

00:21:21: Und einen anderen Mann findest aber der Wunsch wieder zusammen zu sein den hatte er.

00:21:28: Das ist ja symbolisch für alles was man im Leben noch schönes an Beziehungen ein Gemeinschaft erleben kann.

00:21:34: wenn man gerade das Gegenteil erlebt Und sogar in der Stille hört Bonn-Hüfer dann die Klänge der Hoffnung, Die Hoffnung der Kinder Gottes, die Gott loben.

00:21:43: Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lasst uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet.

00:21:50: all deiner Kinder hohen Lob

00:21:51: gesammelt.".

00:21:54: Dieses Lied kann uns zum Segen werden wenn wir uns die Worte des Vertrauens borgen, wenn wir sie uns leihen, wenn man diese Worte zitiert für sich selber betet Du übst eine Haltung ein, Leid auszuhalten und anzunehmen.

00:22:13: Und gleichzeitig daran zu glauben dass wir in guten Händen sind.

00:22:18: Mit solchen Texten vertrösten wir uns nicht auf den Himmel Sondern wir drücken auch den Wunsch nach Lebensfreude Nach Gemeinschaft im Alltag auf der Erde aus!

00:22:28: Und das alles ist für Bonn-Hüfer das Vorletzte.

00:22:31: Aber in diesem vorletzten erfährt er Gottes Segen.

00:22:36: Wir bergen uns mit diesem Text täglich in der Zusage, die Jesus Christus ein Jüngeren und Jüngern gegeben hat als Auferstandener.

00:22:44: Jesus Christu spricht!

00:22:45: Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

00:22:50: Matthäus XXVIII Segen bewegt.

00:22:56: diesen Text kannst du nicht nur im besonderen Stunden beten und mit anderen singen.

00:23:00: Du könntest ihn auch im Alltag jeden Morgen oder jeden Abend sprechen und beten und dich so im Alltag verankern, dass wir vom guten Mächten wunderbar geborgen sind.

00:23:17: Amen!

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