Sehnsucht nach dem Paradies

Shownotes

Pastor Michael Rohde predigt über 1. Mose 2-3 und über die Sehnsucht nach dem Paradies.

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00:00:14: Sehnsucht nach dem Paradies.

00:00:16: Was für ein Bild hast du vor Augen, wenn du ans Paradies denkst?

00:00:22: Vielleicht so eins.

00:00:26: Diese biblische Begriff Paradies, viele biblische Begriffe sind ja vereiltet und werden heute gar nicht mehr gebraucht.

00:00:33: Aber das Wort Paradies, das hat es bis heute durchgeschafft.

00:00:38: Denn im Grunde genommen Heute erscheint es so die Frage, es ist nur eine Frage des Geldes, ob man ins Paradies kommt.

00:00:45: Also die Werbung lockt ins Shopping-Paradies oder ins Bade-Paradies oder ins Vergnügungs-Paradies oder ins Urlaubs-Paradies.

00:00:55: Und wer es sich leisten kann, kann also den nächsten Aufenthalt im Paradies buchen.

00:01:01: Zu Weihnachten stellen wir sogar einen Paradiesbaum auf, Ein Weihnachtsbaum in einem Wohnzimmer und hängen Kugeln daran in Erinnerung an die Früchte, ohne dass wir das vielleicht vorher wussten.

00:01:13: Nun, heute, am zweiten Advent, möchte ich unseren Blick in drei Richtungen lenken.

00:01:18: Fast ein bisschen wie in dem Lied eben.

00:01:20: Ich möchte einmal in den Garteneden zurückgucken, in die Uhrzeit, in die Zeit vor aller Zeit, in ein mythisches Bild vom Anfang in den Paradiesgarten.

00:01:31: Und dann wird der ... Text uns als Hörer den Kopf verdrehen, denn auf einmal blicken wir in den Verlust des Paradieses, der mit Lügen beginnt, mit Lügen über Gott und über das Leben.

00:01:47: Und abschließend heben wir dann den Kopf.

00:01:50: Der Blick geht nach oben.

00:01:51: Wir schauen in die Zeit, die noch kommt, in die Zukunft, nach dem Motto Kopf hoch.

00:01:56: Das Paradies kommt nämlich wieder.

00:02:01: Die Vorstellung vom Paradies, die ist uralt.

00:02:04: Bereits im alten Persigen, im heutigen Iran-Irak, hat man vom Paradies gesprochen, von einem Lustgarten oder einem Park und der heißt auf altpersisch Pairideza.

00:02:20: Bestätigst du?

00:02:21: Wir haben jemand, der hier persisch kann und der nickt.

00:02:24: Vielen Dank.

00:02:25: Das alte Test der Mensch spricht auf Hebräisch von einem Garten Eden und in dem Wort Eden klingt für den Hebräer Lust und Wonne.

00:02:34: Und bei der Übersetzung des hebräischen Wortes Eden in das griechische Indizeptor Ginter wurde Eden zu dem griechischen Wort Paradios.

00:02:44: Also wir sprechen tatsächlich genau das Wort aus, das Paradisos heißt im griechischen.

00:02:51: Aber welches Bild entsteht, wenn die Bibel vom Paradies erzählt?

00:02:55: Hören wir auf Genesis zwei, acht bis zehn.

00:02:58: Nach der Einheitsübersetzung, da pflanzte Gott der Herr in Eden im Osten einen Garten und setzte dort in den Menschen, denen er geformt hatte.

00:03:08: Gott der Herr ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen, köstlich zu essen und in der Mitte des Gartens den Baum des Lebens und dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

00:03:22: Ein Strom entspringt in Eden, der den Garten bewässert.

00:03:26: Dort teilt er sich und wird zu vier Hauptflüssen.

00:03:30: Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und gab ihnen seinen Wohnsitz im Garten Eden, damit er ihnen bearbeite und hüte.

00:03:39: Und dann gebute Herr dem Menschen von allen Bäumen des Garten darfst du essen.

00:03:44: Doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen, denn am Tag, da du davon ist, musst du, wirst du sterben.

00:03:52: Und dann sprach Gott daher, es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist.

00:03:58: Also die Urgeschichte malt uns einen Garten vor Augen, der ganz viele, viele Bäume hat, an den Früchten hängen.

00:04:07: Also Zitrusbäume und Feigenbäume und Olivenbäume.

00:04:11: und diese Früchte, die sind köstlich zu essen.

00:04:15: und das Paradies schmeckt süß wie eine feige und erfrischend wie eine Zitronenscheibe und lustig sauer wie ein Granatapfel und herzer für eine Olive.

00:04:26: Und dieser Garten ist eine Lust, wie die Augen heißt es, begehrends Pferd anzusehen.

00:04:30: Das Auge ist mit im Paradies und Gott ist ein verschwenderischer Gärtner, der einen Sinn für Farben hat und Kontraste und diese Welt erschafft.

00:04:39: Wasser sprudelt und von einem Hauptstrom fließen vierfach Ströme weiter.

00:04:44: Also vor unserem Auge entsteht tatsächlich das Bild einer bewässerten Oase.

00:04:50: Nicht die ganze Erde ist übrigens ein Paradies, aber der Garten Eden, der ist das Paradies und dort darf der Mensch leben.

00:04:59: Und mitten im Garten steht ein besonderer Baum, der Baum des Lebens.

00:05:03: Und es gibt noch den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

00:05:07: Und wenn ein Orientale solche Geschichten am Lagerfeuer erzählt hat, von Generation zu Generation, wusste er sich im Einklang mit der Tradition im ganzen Orient.

00:05:17: Ich habe euch drei archäologische Bilder mitgebracht, die zeigen auch in Griechenland und auch in Babylonien, hat man Vorstellungen vom Paradies, die dem ganz nahe kommt.

00:05:26: Das gehört zum Weltbild aller Menschen dieser Gegend fast, das im Zentrum ein Lebensbaum steht.

00:05:33: Diese Zeichnung zeigt ein Rollsiegel, thousand seven hundred fifty vor Christus, in der Mitte ein Weltenbaum, der Baum des Lebens, und an dem sind Tiere und auch Menschen und die Götter sogar, die sich daran ausrichten.

00:05:47: Und dieses Motiv ist ganz häufig im Oreon zu finden.

00:05:51: Und der nächste Abdruck zeigt, also Rollsiegel ist so ein ganz kleines Teil, dass man sich vielleicht auch um den Hals bindet, eine Frau vor einem stilisierten Baum.

00:06:01: rechts davon kämpft eine Gottheit, womit mit einer Schlange Symbol hier für das Böse und das Chaos.

00:06:08: auch ein uraltes Motiv.

00:06:10: schon tausend, siebenhundert, tausend, achthundert, fünfzig Jahre vor Christus.

00:06:14: Also im Zwei-Strom-Land, dieser Ströme fließen, hatte man Vorstellungen davon, wie das Paradies ist.

00:06:22: Und in der griechischen Mythologie auch.

00:06:24: Hier eine Vase von einem Garten.

00:06:27: In der Mythologie der Griechen erzählt man von einem Baum mit goldenen Äpfeln.

00:06:31: Und der Lebensbaum verheißt den Göttern ewige Jugend.

00:06:35: Der wurde bedacht, bewacht von Ladorn dem Drachen.

00:06:38: Und der wird oft als Schlange dargestellt, wie hier auch, der den Lebensbaum bewacht.

00:06:43: Die Frauen auf der Vase sind Nymphen, die Töchter der Götter, die nähern sich dem Baum und die wollen auch ewig leben.

00:06:51: Die Sehnsucht nach dem Paradies ist nicht reserviert für Menschen, die zum Volk Israel gehören.

00:06:58: Sie scheint eine Menschheitssehnsucht zu sein.

00:07:00: Die Sehnsucht, ewig zu leben, gut zu leben, im Paradies zu leben.

00:07:06: Das gab es im Zweistrom-Land, das gab es in Griechenland.

00:07:09: Und Bilder vom Lebensbaum, verzierten Häuser und Siegel und Münzen.

00:07:14: Doch die Bibel erzählt die Geschichte etwas anders.

00:07:18: Sie erzählt nicht von Göttern, die miteinander streiten im Paradies, sondern vom Mensch, von Adam, dem Mensch, dem Erdling, der von der Adamar, dem Erdboden genommen ist.

00:07:29: Und dieser Garten Eden ist für ihn ein Sehnsuchtsort.

00:07:34: Der Mensch im Garten, wie ihm die Bibel beschreibt, ist erst mal in einer wunderbaren Position von Gott geformt, von Gott in den Garten gesetzt.

00:07:46: Der Mensch hat Gott den Paradiesgarten als Wohnsitz gegeben, erwohnte im Garten Eden.

00:07:54: Was für ein schöner Ort.

00:07:56: Und in diesem Garten wird er von Gott angeredet und gewürdigt.

00:08:01: Du bist gemeint, mit dir möchte ich reden und in Kontakt sein.

00:08:04: Und das Erste, was der Mensch von Gott hört.

00:08:08: Das Erste, was der Mensch zu hören bekommt nach dieser Überlieferung ist eine große Erlaubnis.

00:08:14: Du darfst eine große Freiheit, ein großer Genuss.

00:08:18: Du darfst von allen Bäumen des Gartens essen und sie genießen.

00:08:24: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen.

00:08:29: Von allen, vom Zitrusbaum, vom Feigenbaum, vom Olivenbaum, vom Granatapfelbaum und heute vom Kirschbaum und vom Apfelbaum und Birnbaum und Mirabellenbaum.

00:08:38: Von allen Bäumen darfst du essen.

00:08:41: Es gibt nur eine Ausnahme.

00:08:45: Doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen.

00:08:48: Aber alles ist erlaubt.

00:08:49: Es gibt nur eine Grenze, die ich Gebiete einzuhalten als göttliches Verbot, sagt Gott.

00:08:57: Und dann merkt Gott, dass der Mensch Geselligkeit braucht, dass er nicht allein sein mag und schafft die Tiere und er schafft den Mitmenschen und er schafft Mann und Frau und es gibt Gemeinschaft, es gibt Mann und Frau und Tiere und sie sind nackt, aber ohne Scham.

00:09:13: Es fehlt er nichts.

00:09:15: Das ist wahrlich paradiesisch.

00:09:18: Und wenn wir jetzt innerlich so einen Blick in diesen Garten Eden geworfen haben in der Uhrzeit, den Urstand, die Zeit vor aller Geschichte, dann ist das ein Sehnsuchtsort, der Wunsch nach einem paradiesischen Leben.

00:09:33: Und es ist auch ein Wunsch in meinem Herzen, glaube ich, vielen Herzen.

00:09:37: Kennst du, diese Sehnsucht genug zu haben, vor lauter Auswahl an Bäumen des Genusses glücklich zu sein, heil in Beziehungen, angeredet, zufrieden, von Gott sorgfältig geformt, von Gott großzügig beschenkt, von Gott angesprochen, von Gott die Freiheit bekommen, alles zu genießen bis auf eine Grenze gesellig zu sein mit Tieren und Menschen.

00:10:10: So zu sein, wie du bist, ohne Fassade, ohne ein Schauspiel zu machen, ohne eine Maske nackt sein zu können, ohne Scham.

00:10:23: Dieses Paradies ist ein Ort der Erfüllten, sehen Sie doch, aber... Dem urgeschichtlichen Menschen und uns heute wird der Kopf verdreht, die Perspektive verdreht.

00:10:35: Menschen blicken auf einmal nicht auf ihre Freiheit, auf die vielen Möglichkeiten, sondern der Blick wird verengt auf die Grenzen, auf die Drohnenverbote, auf das.

00:10:47: ich will mir doch nichts sagen lassen.

00:10:49: Und von dieser Verdrehung des Blickes haben wir eben in der Textlesung von Marcel Roth über ersten Mose drei gehört.

00:10:57: Der Verlust des Paradises.

00:10:59: Er beginnt mit einer Lüge, mit einer Lüge über Gott.

00:11:06: Die Schlange taucht in dieser Erzählung überraschend auf.

00:11:08: Der Text wird zu einer Fabel, das Tier redet, die Schlange spricht als Stimme der Versuchung und sie verdreht Gottes Worte von Großzügigkeit, von Freude und Genuss, von Freiheit in Neid und Engel.

00:11:24: Hat Gott wirklich gesagt?

00:11:27: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?

00:11:33: Dieser Weg zur Lüge beginnt mit der Übertreibung und mit dem gemeinem Zweifel.

00:11:40: Vordergründig redet die Schlange über die Früchte des Bäumes, aber in Wirklichkeit gelingt es der Schlange, das Gottesbild Efas, das Gottesbild des Menschen zu verdrehen.

00:11:51: Die Schlange seht den Zweifel, kann es nicht sein, dass Gott dir was nicht gönnt?

00:11:57: Kann es nicht sein, dass Gott dir etwas vorenthalten willst und du dir das nehmen musst?

00:12:06: Aus dem großartigen Gott wird ein kleinlicher Erbsenzähler.

00:12:13: Aus einem schenkenden Gott wird ein unerbittlich fordernder Gott.

00:12:20: Aus einem schöpferischen Gott wird ein Gott, der den Menschen was nicht gönnt.

00:12:28: Der Verlust des Paradieses beginnt mit dieser verlogenen Perspektive.

00:12:32: Gott sei kleinlich.

00:12:34: fordernd, unerbittlich.

00:12:38: Und wer solche Lügen über Gott glauben schenkt, bekommt Angst vor Gott.

00:12:46: Und die ersten Menschen bekommen Angst vor Gott, denn es ist drei erzählt.

00:12:49: Als der Köhleabend sind, für Erfrischung sorgt, spaziert Gott durch den Garten.

00:12:53: Doch die Menschen verstecken sich vor Gott.

00:12:55: Aus Furcht und Scham vor Gott, Zitat Ende.

00:12:58: Auf einmal haben sie Angst vor Gott.

00:13:00: Jetzt kommt Gott.

00:13:01: Und sie können ihn nicht mehr so begegnen, wie sie sind, sondern Bis heute gibt es Menschen, denen eingetrichtert wird, vielleicht sogar mit Schlägen eingehemmert wird, dass sie sich vor Gott fürchten müssen.

00:13:13: Bis heute gibt es Menschen, die sich selbst nicht als von Gott geformt und liebenswert ansehen, sondern sich für unansehnlich halten, für nicht schön genug, für sogar vielleicht unaustählich, die sich schämen dafür, wie sie sind.

00:13:32: Und bis heute leiden Menschen an dieser Gottesvergiftung.

00:13:37: Das Gift über die Lüge über Gott als unbarmherzigen Gott.

00:13:43: Doch der Gott der Bibel ist anders und Gott will und er kann jede Gottes Vergiftung heilen.

00:13:56: Deswegen drittens Gott zeigt ein Leben jenseits von ihnen bis zum Paradies das kommt.

00:14:04: Ein Leben mit Verantwortung und Hoffnung.

00:14:06: Wie kann ein Gott diese Lügen über ihn überwinden?

00:14:09: Wie kann Gott ein Leben nach seinem Willen ermöglichen?

00:14:12: Zunächst muss die Wahrheit ans Licht.

00:14:13: Ja, tatsächlich.

00:14:14: Gott stellt den Menschen zu Rede.

00:14:16: Er fängt ihn an zu reden und sagt, ja, ich nehme dich ernst.

00:14:20: Und zum Ernstnehmen gehört es sich auch jemanden in Fragestelle, um Rechenschaft bitte.

00:14:24: Jemand Ernstnehmer, Ansprecher.

00:14:26: Und drei Fragen stellt Gott, der Eva und dem Adam, den Menschen bis heute.

00:14:33: Wo bist du?

00:14:36: Wer hat dir was zu sagen?

00:14:38: Und was hast du getan?

00:14:42: Das sind die drei Fragen, die Gott stellt.

00:14:44: Gott, der Herr, gern, es ist dreifers Neun, rief nach dem Menschen und sprach zu ihm, wo bist du?

00:14:52: Wo bist du?

00:14:52: Ich habe dich gesucht, als ich im Garten Eden spazieren ging.

00:14:56: Du warst nicht da.

00:14:57: Ich wollte dir begegnen, aber du warst nicht da.

00:15:00: Wo bist du?

00:15:02: Gott ist auf der Suche nach dem Menschen, die sich vor ihm verstecken oder ohne ihn leben wollen.

00:15:09: Wo bist du?

00:15:10: Das fragt Gott immer wieder, wenn wir den Kontakt zu ihm verlieren.

00:15:17: oder abbrechen.

00:15:19: Wo bist du?

00:15:22: Wo bist du gewesen in letzter Zeit, als ich mit dir Kontakt aufnehmen wollte?

00:15:26: Fragt Gott ganz freundlich, denn er will gar nicht allein sein bei seinem Spaziergang.

00:15:35: Und zweitens, wer hat dir was zu sagen?

00:15:38: Wer hat dir das gesagt, sagt Gott, dass du nackt bist?

00:15:43: Fragt Gott in der Urgeschichte den Menschen, der sich schämt.

00:15:45: Wer hat dir denn gesagt, dass Gott angeblich unerbittlich fordernd ist?

00:15:49: dass er kleinlich ist, dass er nicht vergibt, dass er alles verbietet, dass du dich vor ihm verstecken musst, dass du Angst vor ihm haben musst.

00:15:56: Wer hat dir denn das gesagt?

00:16:02: Und Gott fragt, wer darf dir denn was sagen über mich?

00:16:07: Und das ist die Frage, die bis heute Wichtiges um Leben hat.

00:16:10: Gott hat seinen Wortautorität.

00:16:13: Und wie kommt der Mensch auf die Idee, dass er sich vor Gott schämen müsse und dass Gott ihm etwas nicht gönnt?

00:16:20: Diese Lüge muss entlarvt werden.

00:16:24: Und dann hat der Mensch nun von der verbotenen Frucht gegessen.

00:16:26: und dann fragt Gott, was hast du getan?

00:16:31: Was hast du getan?

00:16:32: Er zieht den Menschen zur Verantwortung.

00:16:34: Ja, das ist eine Würde des Menschen, dass man auch Verantwortung trägt für das, was man tut und dass man Gott antworten kann, auch wenn das Unangenehmes in Frage gestellt zu werden.

00:16:43: Und dann nützt es auch nichts, den anderen für schuldig zu erklären und der wieder den Nächsten, sondern der Kopf ist auch hier verdreht, die Perspektive verfälscht.

00:16:51: Der Mensch nimmt sich, was ihm noch nicht zustand.

00:16:55: Er handelt gegen Gottes Gebot, ergreift zur verbotenen Frucht.

00:16:59: und jetzt muss der Mensch jenseits von ihnen leben.

00:17:03: und wie ist das leben jenseits von ihnen?

00:17:05: wir kennen kein anderes leben wir leben ja noch nicht im paradies.

00:17:09: keiner von uns kennt ein anderes leben.

00:17:11: wir könnten davon berichten.

00:17:12: was heißt es jenseits von ihnen zu leben?

00:17:16: und so ist das leben.

00:17:17: das leben ist ja schwer und schön mal so mal so.

00:17:28: und das was die sogenannten Fluchworte, die enthalten beides Schönes und Schweres, deshalb ist es nicht nur ein Fluch.

00:17:35: Die Frau darf Leben geben, ein großes Vorrecht, Kinder zu gebären und in den Mythen konnten das nur Göttinnen.

00:17:42: und zugleich ist dieses Kindergebären mit Schmerzen verbunden und auch mit dem Schmerz gegebenenfalls keine Kinder zu bekommen oder ein Kind zu verlieren oder eben nur mit anstrengenden Wehen.

00:17:55: Es ist schön und schwer.

00:17:59: Zwischen Frau und Mann, nach dem Text von Genesis III ist es schön, aber auch kompliziert.

00:18:05: Da ist verlangen, aber auch beherrscht werden, nicht loskommen voneinander und für manchmal auch einander nicht gut tun.

00:18:12: Und für eine Ehe wäre die Beziehung von Eva und Adam kein gutes Vorbild.

00:18:16: Also die reden nicht gut miteinander und überhaupt geben sich gegenseitig die Schuld.

00:18:20: Also das ist für ein Ehe-Seminar nicht geeignet.

00:18:22: Es sind ja auch die Ur-Menschen und damit gar nicht ein Ehe-Paar.

00:18:26: Die waren auch gar nicht getraut.

00:18:27: Aber ach nee, ich verrede mich jetzt hier gerade.

00:18:31: Der Erdling, Adam!

00:18:32: Der darf den Erdboden bebauen, das ist doch was Schönes, das fruchtbare Ackerland.

00:18:38: Aber gleichzeitig sind da Dornen und Disteln und das macht Arbeit und sogar das Ehrenamt kostet Mühe und Schweiß.

00:18:46: Also wir merken, es ist beides schön unschwer, das Leben jenseits von Eden.

00:18:52: Und dann mutet uns der Text noch zu sagen, dass der Erdling wieder zustaubt wird, dass wir sterblich sind als Menschen.

00:19:01: Am Ewigkeitssonntag haben wir hier vorne zwölf Lichter angezündet für Menschen, die aus unserer Gemeinde in den letzten zwölf Monaten gestorben sind und noch mehr Kerzen wurden angezündet.

00:19:11: Und das ist auch unsere Erfahrung.

00:19:12: Wir wissen, wir sind keine Götter.

00:19:16: Wir sind sterblich.

00:19:18: Und das gehört zu unserer Leben, dass wir sterben müssen.

00:19:25: Ein Ausweg, den der Mensch sich wählt, ist, dass er Ersatzparadieses schafft.

00:19:29: O Asen nennt er das sogar, weil er es sonst gar nicht aushalten kann, wenn wir mit offenen Augen in die Welt schauen und diesen Weltschmerz aushalten, dass Menschen sterben müssen, sinnlos und zu früh und durch Gewalt und durch Krankheiten, die nicht nötig wären und vieles andere, denn die ganze Schöpfung sehnt sich nach Erlösung.

00:19:48: Mittlerweile brennt die Arktis, Flüsse trocknen aus und wir als Bewohner eines der reichsten Industrieländer der Welt haben lange Zeit die Augen davor geschlossen, dass auch unser genussorientiertes Leben der ganzen Paradiese und Urlaubsparadiese mit Schuld daran sind, dass es die globale Krimakrise gibt und dass viele Teile der Erde unbewohnbar werden für Menschen und nicht mehr paradiesisch sind und dass nicht nur die Arktis brennt, sondern Beziehungen brennen.

00:20:15: dass Menschen Krieg gegeneinander führen oder sich hassen und hetzen und Menschen ausbrennen.

00:20:20: Die ganze Schöpfung sehnt sich nach Erlösung, sagt Paulus in Römeracht.

00:20:26: Deshalb die Sehnsucht nach dem Paradies wird größer nach dem Verlust des Paradieses.

00:20:33: Und wie sieht jetzt der Ausblick aus, den Gott schenkt?

00:20:36: Wie können Christen in unserer Zeit Zeichen der Hoffnung singen?

00:20:40: Was ist denn die Hoffnung?

00:20:42: Die Hoffnung ist tatsächlich für mich, dass Gott alle Gottes Vergiftungen heilen kann und will und dass er das auch jetzt kann und hier kann.

00:20:53: Wenn ich merke, dass ich mit einem Bild von Gott gelebt habe, dass gar nicht der Bibel und seiner Liebe entspricht und seiner Barmherzigkeit.

00:21:02: Hoffnung auch im Horizont, dass dieses Paradies von Gott wiederkommt.

00:21:07: Denn die Hoffnung, dass Gott, die Welt vollenden wird, er wird sie wiederher.

00:21:12: Stellen.

00:21:14: Was hast du vor Augen, wenn du das Wort Paradies hörst?

00:21:18: Wir dürfen etwas vor Augen haben, weil die Propheten der Bibel genau das versprechen, dass Gott die Welt wieder zu einem Paradies machen wird und das nicht nur im übertragenen Sinne, sondern sogar in ihren Worten.

00:21:31: Der Prophet Jesaja sagt es mit seinen Worten, sein Trost besteht darin, dass es wieder wird wie bei Eden.

00:21:39: Hier sah er Einen und Fünfzig drei.

00:21:41: Ja, der Herr tröstet, Zion.

00:21:43: Er tröstet alle ihre Trümmer und macht ihre Wüste wie Eden.

00:21:49: Und ihr dürres Land wie den Garten des Herrn, dass man Wonne und Freude daran findet, dank Unlobgesang.

00:21:58: Aus Trümmern, aus Zerstörung und Gewalt kann Gott wieder einen Ort des Lebens machen.

00:22:07: Hier in Kassel werden immer Bilder gezeigt von vor achtzig Jahren, als diese Stadt in Trümmern lag.

00:22:12: Und ich weiß nicht, ob ihr heute durch Kassel geht und sagt, Mensch, ist das ein Paradies geworden, im Vergleich zu forty-fünf ganz sicher, oder dreinvierzig war es, ne?

00:22:19: Vierundvierzig.

00:22:20: Aber natürlich ist Kassel nicht das Paradies, auch wenn die glücklichsten Menschen hier angeblich leben.

00:22:25: Ich weiß, aber es ist, wenn überhaupt nur noch, ein Vorort des Paradieses.

00:22:29: Aber was will ich damit sagen?

00:22:31: Jesaja malt dieses Bild.

00:22:34: Und er meint nicht nur Trümmer im übertragenen Sinne.

00:22:36: Und wie oft sehen wir heute Bilder von Städten, die in Stutt und Asche stehen und wo wir nur mit Drohnenflug drüberfliegen und denken, wie soll das jemals wieder aufgebaut werden können?

00:22:47: Der Prophet Jesaja verheißt das für die ganze Welt, dass diese Trümmer beiseite geräumt werden und Gott wieder ein Lebensort macht und aus der Wüste ein bewässerten Garten und aus Traurigkeit, Freude und Dank.

00:23:01: Und im Prophet Ezekiel, Mit anderen Worten, man wird sagen, das Land war verheert, jetzt ist es Wiedergarten eben.

00:23:11: Diese Städte waren zerstört, öde und niedergerissen und stehen nun fest gebaut und sind bewohnt.

00:23:18: Und die Völker, die um euch her übrig geblieben sind, sollen erfahren, dass ich der Herr bin, der da baut, was niedergerissen ist, der da pflanzt, was verheert war.

00:23:28: Ich der Herr sage es und tu er es.

00:23:33: Und der Seeer aus der Offenbarung sagt an den Kapitel, er hört Jesus Christus selber, der sagt, wer Ohren hat, der höre, was der Geistergemeinde sagt, wer überwindet, den will ich zu Essen geben, von dem Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist.

00:23:50: Das heißt, der Weg zum Baum des Lebens, der ist nicht für immer verschlossen, der ist wieder frei geworden.

00:23:55: Die alten Mythen der Babylonier und Griechen erzählten ja von der Jagd nach dieser Frucht, nach der ewigen Jugend, dem ewigen Leben und die Bibel erzählt eine ganz andere Geschichte.

00:24:05: Sie sagt auf unerwartete Weise, wird der Weg zum Baum des Lebens möglich.

00:24:11: Durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi haben Menschen auf einmal Zugang zum Baum des Lebens.

00:24:18: Denn Jesus sagt, ich bin die Auferstehung und das Leben.

00:24:21: Wer an mich glaubt, wird leben.

00:24:24: auch wenn er stirbt.

00:24:26: Das ewige Leben hat also für Christen und Christen schon begonnen.

00:24:30: Ja, noch gebrochen, noch mit diesem schweren Verbunden, aber bis Jesus wiederkommt und die ganze Schöpfung, die ganze belebte Welt, den ganzen Kosmos erlösen wird, erneuern wird, dürfen wir schon zeichenhaft feiern.

00:24:44: Jesus ist gekommen, er ist mitten unter uns, um neues Leben zu bringen.

00:24:49: Dieses Leben darf auch Freude machen.

00:24:53: So wie kleine Kinder sich im Belleparadies im Winterspielplatz freuen.

00:24:58: Hier seht ihr unser Belleparadies.

00:25:00: Ein nur kleine Oase, ein kleines Paradies, auch nur für kleine Kinder.

00:25:05: Aber da darf man sich zeichner freuen, dass Gott die Welt bunt und schön gemacht hat und dass er sie vollkommen erlösen wird.

00:25:12: Und als Erlöste dürfen wir uns dann weiterhin fragen lassen.

00:25:15: Wo bist du?

00:25:18: Ich will Kontakt mit dir, sagt Gott.

00:25:21: Wo bist du in letzter Zeit gewesen?

00:25:24: Wer hat dir was zu sagen?

00:25:25: Darf ich in dein Leben sprechen?

00:25:27: Durch die Bibel, durch Profitien, durch andere Menschen, die ich beauftrage.

00:25:32: Und was tust du?

00:25:35: Jenseits von Eden, in dieser dunklen, spannungsreichen, konfliktreichen Welt tragen wir Verantwortung, auch für die Sehnsucht nach dem Paradies.

00:25:42: Und wir dürfen als Gemeinde Jesu voller Hoffnung sein.

00:25:45: Wir dürfen beten, wir dürfen verkündigen, wir dürfen andern dienen, wir dürfen Menschen begleiten, wir dürfen um Heilung bitten, wir dürfen zeichnende Heilung in einer gefallenen Welt erleben.

00:25:54: Denn Gott erneuert diese Welt Tag um Tag, bis er sie einmal ganz erneuern wird und ein neuer Himmel und eine neue Erde wird.

00:26:02: Amen.

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