Single & Christ

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00:00:09: Ich glaube, das ist unserem Auftrag von Jesus entspricht.

00:00:18: Denn Jesus möchte dass wir das Evangelium anderen Menschen weitergeben.

00:00:23: um aber eine gute Nachricht die Liebe Gottes anderen weiter geben zu können muss man am Puls der Zeit sein wahrnehmen was es für ganz unterschiedliche Menschen und Lebenssituationen gibt in unserer Gesellschaft also wahr nehmen.

00:00:38: Was sind das für Menschen, mit denen wir leben und den wir mit der Liebe Jesu begegnen wollen?

00:00:44: Vor wenigen Tagen letzte Woche wurde der Mikrozensus von Hessen veröffentlicht.

00:00:50: Und die Hauptnachricht war dass die Ein-Personen-Haushalte die häufigste Haushaltsform in Hessen sind.

00:00:59: Eins Komma drei Millionen Menschen leben in Hessen in ein Personenaushalt.

00:01:03: Zweiundvierzig Prozent leben allein und in Großstädten wie Kassel, einundfünfzig Komma Ein Prozent der Menschen.

00:01:13: Und hinsichtlich von Alter und Geschlecht waren die Seniorinnen am häufigsten vertreten.

00:01:18: fast jede zweite allein lebende Frau in Hessen war fünfundsechzig Jahre oder älter.

00:01:25: nun nicht jeder Mensch der alleine lebt häuslich würde sich selber als Single bezeichnen aber das ist die Art wir unser Staat zählt nämlich mehr als die Hälfte in Kasseln leben alleine in ihren Räumen.

00:01:39: Für unsere Predigt übernehme ich die Definition aus dem Buch, für das wir gerade erwähnt hatten – die Singles-Studie von Empirica hier von der CVM Hochschule in Kassel.

00:01:50: Singles sind Menschen, die nach eigenen Angaben keine feste Partnerschaft führen und der langfristige Trend, der ist ganz klar immer mehr leben so!

00:02:02: Immer mehr Singles leben in unserer Gesellschaft.

00:02:06: Es ist keine kleine randständige Gruppe, sondern bis zu dreißig Prozent.

00:02:11: jeder Dritte in der Altersgruppe von achtzehn bis fünfundsechzig lebt ohne eine feste Partnerschaft.

00:02:18: Früher gab es weniger Singles.

00:02:20: Woran liegt das eigentlich?

00:02:22: Das liegt auch an den Lebensentwürfen im Wandel ein bisschen an der Geschichte der Familie.

00:02:27: Ich möchte euch das ein bisschen anschaulich machen.

00:02:30: Im achtzenden Jahrhundert gab es eigentlich keines Singles nach heutigem Verständnis.

00:02:35: Das lag daran, dass die Menschen als Großfamilien und zwar als wirtschaftliche Versorgungsgemeinschaft zusammenlebten unter einem Dach.

00:02:44: Und die Ehen waren nicht Liebesheiraten, wo man nur jemanden geheiratet hat wenn man ihn bemochte sondern mochte, sondern man hat geheirattet um den Besitz weiterzugeben die gesellschaftlichen Position zu wahren und natürlich um Nachkommen zu erzeugen.

00:03:00: Die Ehe war als Privileg aber auch eine Pflicht Und der Status der Frau in der Vormoderne war schutzlos und weniger selbstbestimmt.

00:03:10: Der Ehe, in der Ehe verfügte der Mann über die Frau auch gesetzlich.

00:03:15: Und dieses Bild von Großfamilie – und jeder ist verheiratet oder lebt in dieser GroßfAMilie und würde sich nicht als Single bezeichnen – das ist sehr dominant gewesen!

00:03:25: Und erst im neunzehnten, zwanzigsten Jahrhundert gibt es diese bürgerliche Kleinfamilie die sich bildet.

00:03:32: Und zwar besonders in den Städten auf den Großfamilien auf dem Land, in den städtenden kleine Familien oder auch sogar ledige Arbeiter, die aber auch nicht alleine leben sondern als Untermieter oder sogar in Arbeitsstätten.

00:03:45: und der privilegierte allein lebende Junggeselle, der rumreist – das lebt!

00:03:50: Das war ganz selten.

00:03:52: Und für Frauen auch verboten.

00:03:54: Und erst durch das Rentensystem gab es überhaupt für Rentnerinnen die Möglichkeit und auch für Witwen, überhaupt allein zu leben.

00:04:01: Und sich nicht jemanden anschließen zu müssen, allein aus wirtschaftlichen Gründen.

00:04:05: In den fünftiger Jahren hier habe ich ein paar Originalplakate aus den Fünfzigerjahren von Karsstadt und anderen Einkaufshäusern ist dieses Bild der kleinen Familie Vater Mutter ein zwei Kinder ganz prägend.

00:04:19: Und in dieser Zeit war's auch so.

00:04:21: Es wurde sehr jung geheiratet Es gab ein Rekord tief an Scheidungszahlen und ganz strenge Moralvorstellungen.

00:04:29: Deshalb auch weniger Scheidung, weil das einfach undenkbar war.

00:04:34: Ledige wurden sogar diffamiert, verspottet als Jungfer, als Flittchen oder als Hagesstolze.

00:04:42: Bist du etwas zu stolz zum Heiraten?

00:04:44: Und da hat ein damals anerkanter Psychotherapeut Erich Stern behauptet ledig sein Therapie bedürftig.

00:04:52: Sie hätten bei der wichtigsten Lebensaufgabe versagt, nämlich sich einen Partner zu suchen.

00:04:58: Das sind Stigmatisierung, Abstempelung – das ist kein Bibeltext!

00:05:03: Das ist unsere Kultur in Deutschland wie wir geprägt wurden in den Fünfzigerjahren.

00:05:10: und dann gibt es auch Traditionen die Menschen abstempeln.

00:05:13: mit dreißig muss man die Rathaus-Treppelflee fegen Die wurde vorher mit Seegespehne oder Kronkocken verschmutzt Und bis man von einer sogenannten Jungfrau mit einem Kuss erlöst wird oder sich frei kauft.

00:05:27: Das mag ja als lustiges Event erscheinen, aber es hat irgendwie einen bitteren Beigeschmack.

00:05:32: Es inszeniert quasi eine Stigmatisierung.

00:05:38: Erst in den Sechziger und Siebziger Jahren werden Werte von Selbstbestimmung und Individualismus größer und ledige entstehen als eigenständige Lebensform.

00:05:49: Und erst in den siebziger Jahren kommt auch der Begriff Single aus USA nach Deutschland und wird gebräuchlich.

00:05:55: Und Singles befinden sich seitdem eigentlich gesellschaftlich, in einer ungewöhnlichen Spannung.

00:06:01: Manchmal wird Single sein idealisiert sozusagen als größtmögliche Freiheit und Schönheit des Lebens und manchmal deutlich abgewertet.

00:06:11: Zur Idealisierung gehören In der Pop-Kultur fern sie Serien.

00:06:16: Zum Beispiel die Serie Friends oder Sex in the City, in den Neunzigern und Anfang der Zwanzigerjahre.

00:06:22: Die Serie Sex in The City klickt jetzt so sexistisch.

00:06:26: Das sind vier Singlefrauen in New York Und jede verkörpert ein bestimmtes Klischee von Singledasein Die Karrierefrau, die kein Partner braucht und so weiter.

00:06:34: Ich muss das nicht ausführen.

00:06:35: wenn ihr die Serie hier nicht kennt müsst ihr sie nicht gucken.

00:06:37: Wenn ihr sie kennt könnt ihr daran anknüpfen.

00:06:40: Aber gleichzeitig zu solchen Serien gibt es das Paarideal von der romantischen Liebe und immer noch diese große Erzählung wie in den Märchen, dass der Prinz doch die Prinzessin küst.

00:06:51: Und die Prinzessin nur darauf wartet, dass es eigentlich ihr Lebenssinn, das endlich der Prinze vorbeireitet oder man sogar ein Frosches ist!

00:07:01: Wenn wir jetzt als Christinnen und Christen dem Ganzen auf die Spur kommen... Wie selbstkritisch gehen wir damit um, ob wir unterscheiden können zwischen der Kultur die uns prägt und in der wir leben, die wir übernehmen.

00:07:16: Und dem was wirklich christlicher glaub ist.

00:07:18: Können wir das unterscheidern?

00:07:23: Verkörpern wir manchmal auch die Erwartung der Eltern und der Großeltern dass die Kinder doch nun endlich ein Partner oder eine Partnerin finden sollten.

00:07:32: Nun gibt es ja ganz unterschiedliche Gründe und Ursachen die dazu führen des Menschen als Singles Leben.

00:07:38: Ihr habt eben zwei Porträts gehört und da habt ihr schon gehört, wie differenziert eine Christin und ein Christ jeweils darüber nachdenken was sie beim Singles sein beschäftigt.

00:07:47: Und nur weil ich zwei Menschen kenne, kenne ich noch nicht alle.

00:07:50: es gibt ja noch viel mehr Lebenssituationen.

00:07:55: aber wenn man in Studien Singles direkt befragt warum bist du singlest?

00:07:59: Was sagen Sie über sich?

00:08:01: Eine Sammlung von fünf Antworten und die ist natürlich nicht vollständig.

00:08:05: einige sagen Neunzig Prozent der Singles sagen, ich habe hohe Ansprüche an eine Partnerschaft.

00:08:11: Ja bevor ich mit dieser Person eine Partnerschafe eingehe muss sie dies und das und jenes.

00:08:17: Mehrheitlich gehen die Befragten davon aus dass die geeignete Partnerin oder den geeigneten Partner, dass sich denen noch nicht gefunden haben ist auch eine Antwort.

00:08:26: andere antworten.

00:08:27: vierzig Prozent blicken eher selbst kritisch auf sich und sagen ja es ist auch nicht so einfach jemand für finden der zu mir passt, so originell wie ich bin Und dreißig Prozent spüren einen großen Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit, der einem Leben zu zweit eigentlich entgegen steht.

00:08:45: Dann gibt es auch eine schmerzhafte Seite denn es gibt ja auch Menschen die jetzt ohne feste Partnerschaft leben weil sie mal in einer festen Partnerschaft waren und dort negative verletzende Erfahrungen gemacht haben, die dazu führen dass sie keine neue Partnerschaft beginnen wollen.

00:09:02: Es gibt nicht die eine Ursache für das Singledasein Und es ist bei Weitem nicht immer die eigene Wahl.

00:09:10: Warum reden wir in einem Gottesdienst darüber?

00:09:12: Was ist die Aufgabe als christliche Gemeinde im Umgang mit Singles?

00:09:18: Meine Haltung, weil diesem ganzen Thema der Lebensentwürfe ist aus meiner Sicht unsere Aufgabe ist das Nicht-Lebens entwürfen zu bewerten und zu normieren.

00:09:27: Unsere Aufgabe ist es nicht eine Kultur zu schaffen in der Menschen reinkommen sich fragen müssen wie werde ich hier bewertet Wie wird das skaliert, wie ich lebe.

00:09:37: Ist das richtig oder falsch?

00:09:39: Sondern ich glaube unsere Haltung, meine Haltung die ich einüben lernen möchte ist wahrzunehmen wie Menschenleben sie wertzuschätzen und Begleitung anzubieten nicht zu sagen was besser oder schlechter oder besonders gut sei sondern unsere Rolle als Christen es nicht Lebensformen zu normieren ihnen eine vorgefertigtes Modell zu geben.

00:10:04: Als Kirche haben wir nicht den Auftrag, die Vorstellung von Familie oder anderen Lebensformen zu normieren.

00:10:09: Sondern das was da ist so wie Menschen sind sie anzunehmen und in ihrer Lebensreise ihre geistlichen Reise zu begleiten.

00:10:19: Jesus hat eben nicht gesagt kommt her zu mir alle und werdet heiratet.

00:10:25: Übrigens jesus war ja selber Single Da komme ich gleich noch zu sprechen drauf sondern er hat gesagt kommen hier zu mir Alle die ihr mühselig und beladen seid.

00:10:33: Ich will euch erkwicken.

00:10:35: Und dieser Bibelferst aus Matthäus XI, ist interessant weil die Mühsal und das Beladen sein seiner Zeit war dass viele seiner Nachfolger Regeln aufgestellt haben wie man zu leben hat.

00:10:47: Und er sagt von dieser Last der ganzen Regeln wie man so Leben hat, die will ich euch abnehmen!

00:10:56: Das sagt Jesus.

00:10:57: Menschen unter der Last der Regeln und Vorschriften ihre Zeit zusammenbrechen oder anders gesagt sie sich nicht geliebt für, nicht angenommen nicht wertgeschätzt, nicht gesehen, nicht angenommen fühlen.

00:11:08: Und zu Ihnen sagt Jesus?

00:11:10: Zu uns allen sagt Jesus.

00:11:12: Kommt her zu mir!

00:11:14: Ich will euch

00:11:15: erquicken.".

00:11:17: Also wenn unsere Haltung ist das wir wahrnehmen Wertschätzen begleiten dann ändert sich etwas.

00:11:22: oder mit den Worten unserer Leitwerte Christus orientiert gemeinsam und liebevoll.

00:11:28: Das ist ja eine Art mit Menschen unzugehen.

00:11:31: Gemeinsam heißt Menschen in unterschiedlichen Lebenssituation als Singles als verheiratete, ohne Kind oder mit Kindern.

00:11:40: Als verwittelte und vieles, vieles mehr.

00:11:43: Dazu braucht es Sensibilität – das muss man einüben ja muss!

00:11:47: Es führt gar kein Weg dran vorbei.

00:11:49: Das ist kein Zwang sondern eine Notwendigkeit.

00:11:52: Jesus war lebenslang Single.

00:11:57: Ist dir da schon mal aufgefallen?

00:11:59: Dass Jesus ein Leben lang ledig war Gibt immer mal so Gerüchte, aber die Evangelien sind eindeutig.

00:12:06: Jesus lebte als lediger Mann und Wanderprediger.

00:12:10: Und das war für seine Zeit sehr ungewöhnlich!

00:12:14: Das waren eine ganz spezielle Lebensformen – das war eine Ausnahme zu seinerzeit.

00:12:18: Im Judentun hat man den Schöpfungsauftrags altfruchtbar und mehret euch so verstanden dass auch Rabbinen verheiratet waren und viele Kinder hatten.

00:12:26: wir kennen es heute noch aus orthodoxen jüdischen Familien.

00:12:30: Jesus lebte ganz allein, hatte keine Kinder.

00:12:33: Keine Partnerin!

00:12:34: Das war eigentlich ein Skandal für seine Zeit.

00:12:38: und Jesu sprach auch sehr offen darüber wie schwierig es ist eine Ehe zu führen was dazu führt dass sie geschieden wird.

00:12:46: und seine Jünger als die mit ihm darüber Sprachen kamen dann zu der Reaktion Sie sagten na dann es ist ja vielleicht besser gar nicht so.

00:12:52: heiraten wenn es so schwierig ist.

00:12:54: eigentlich ne erstaunliche Feststellung für die damalige zeit Und als Christen haben wir das vielleicht vergessen.

00:13:00: Heiraten war nicht immer der beste Weg für jeden!

00:13:06: Jesus hat sich gegen Erwartung seiner eigenen Familie sehr stark abgegrenzt.

00:13:10: Gegenüber seinen Eltern und Geschwistern hatte ein Wort gesagt, dass ziemlich schroff ist.

00:13:14: Er hat gesagt meine Mutter und meine Brüder – wer sind die?

00:13:18: Das sind die, die das Wort Gottes hören und tun.

00:13:22: Und seine Mutter und seine Geschwisters ließ er vor der Tür stehen.

00:13:25: Lukas VIII Das war nicht immer und zu jedem Situation der Fall.

00:13:30: Er war ja auch viel mit seiner Familie zusammen, aber er konnte auch sagen, Familie ist nicht das Wichtigste Jesus selber!

00:13:39: Was hat nun Jesus zur Lebensform jenseits der Ehe gesagt?

00:13:43: Er hat sich in einer Stelle dazu geäußert und es ist nicht leicht zu verstehen – und das wusste Jesus offensichtlich, denn das hat er gleich gesagt.

00:13:50: Er hat gesagt im Matthäus XIX, Abfers Elf, Nicht alle werden verstehen was ich jetzt sage Nur die, denen in Gott das Verstehen schenkt.

00:14:01: Es gibt Männer, die sind vom Geburt an zur Ehe unfähig.

00:14:05: Andere werden durch den Eingriff von Menschen dazu unfähigt gemacht.

00:14:09: Wieder andere verzichten auf die Ehe weil sie ganz für das Himmelreich da sein wollen.

00:14:14: Wer das verstehen kann soll es verstehen.

00:14:19: Matthäus XIX Von hinten gelesen versteh ich den letzten Satz am besten Weil er sagt die im Einsatz für das Reich Gottes ganz bewusst auf eine Partnerschaft verzichten.

00:14:35: Das ist sozusagen Single by Choice, ein Leben ohne Partnerschaft als bewusste eigene Entscheidung und als eine seltene Gabe der Ehelosigkeit – nämlich als ein Verzicht auf Partnerschaft!

00:14:49: Und in dieser Tradition wurden Diakonissenhäuser gegründet, katholische und evangelische Klöster mit München.

00:14:57: bis heute In dieser Tradition steht das katholische Zellibat von Priestern.

00:15:03: Das ist eine Form der bewussten Entscheidung zu verzichten auf Partnerschaft für das Reich Gottes, eine Berufung zum Lebensstil, die auch Wertschätzung verdient.

00:15:15: Als ich Teenager war haben wir uns natürlich dann alle gefragt ja bin ich jetzt berufen zur Ehelosigkeit?

00:15:20: und im Gabenkatalog stand dann wenn du irgendwie ne Freundin hast und so kannst du da schon mal nein einkreuzen.

00:15:26: also Natürlich ist es nicht zum Spaß, sondern eine Besonderheit.

00:15:31: Es sind wahrscheinlich vier Prozent der Menschen, wenn man rein statistisch daran geht die zu so einem Lebensstil berufen sind.

00:15:40: In dieser Tradition verstehe ich auch Jesus selber.

00:15:43: Der hat sich nämlich in seinem Dienst der Verkündigung als Wanderprediger hingegeben, er hat dann keine Rücksicht nehmen müssen auf seine eigene Partnerin und auf seine Kinder.

00:15:53: Er zog allein nicht allein immer mit Gruppen aber er zog nicht frei rate durch Israel und blieb dabei ledig Und diese Freiheit ermöglicht ihm Flexibilität beim Reisen und bei allem.

00:16:06: Nun spricht er aber in diesem Text Matthäus XIX noch zwei andere Situationen ein Und das ist der Anfang des Textes.

00:16:12: Hier steht von Menschen, die vom Geburt an zur Ehe unfähig sind.

00:16:20: Wie kann es sein?

00:16:22: Grieche steht hier Eu noch heu verschnitten und könnte also erst mal wörtlich von Eu Nuchen ausgehen.

00:16:29: Das waren zunächst Männer, die einer Kastration unterzogen wurden und die waren dann ihrer Fruchtbarkeit beraubt.

00:16:35: Es gab zum Beispiel einen Haarem am Hof und dort wurden Eu Nuchen eingesetzt.

00:16:41: Aber Jesus hatte gar nicht Eunuchen und Haarems vor Augen, weil das zu seiner Zeit schon gar nicht mehr die Kultur war.

00:16:47: Und das betraf seine Hörer gar nicht!

00:16:50: Er muss es also irgendwie im übertragenen Sinne gemeint haben.

00:16:53: Jesu sprengt hier selbst die Vorstellung – die wörtliche Vorstellung von Verschnitten sein.

00:16:59: Er spricht von Menschen, die vom Geburt an anders sind.

00:17:07: Wen könnte man da drunter verstehen?

00:17:09: Menschen, denen nicht den Wunsch nach einer Partnerschaft

00:17:12: haben?!

00:17:14: Menschen die, heute würden wir sagen vielleicht sogar asexuell sind.

00:17:18: Die sagen nein ich habe keine Hinziehungskraft zu einem anderen Geschlecht.

00:17:23: Menschen die sich nicht hingezogen führen zum gegenüberliegenden Geschlechts.

00:17:27: und es wäre auch möglich hier Menschen zu verstehen die sich zum gleichen Geschlechthin gezogen fühlen oder die einfach ungeschlechtlich leben wollen.

00:17:36: solche Besonderheiten spricht Jesus schon in seiner Zeit an Und deshalb sagt er, es ist schwer zu verstehen.

00:17:42: Mal sehen wer von euch die Weisheit bekommt das zu verstehen?

00:17:45: Es ist nicht die Mehrheit der Menschen!

00:17:46: Es ist ungewöhnlich aber Jesus nimmt es wahr und er kritisiert es nicht.

00:17:52: Und dann spricht er von einer zweiten Gruppe von Menschen, die durch den Eingriff von Menschen unfähig gemacht wurden zur Ehe.

00:18:02: Nun könnte man auch da wieder nur den äußeren Einggriff meinen, aber er meint glaube ich den inneren Eingrifft gibt heute auch keine Unuchen quasi mehr, aber sehr verschiedene Menschen die innerlich unfähig zur Partnerschaft gemacht wurden.

00:18:17: Es gibt Ereignisse welche die Fähigkeit zu Beziehung und Verbindung so stark beeinträchtigen uns stören können der Reis Kinder können mit großen Hypotiken ins Leben starten und es schwer haben eine feste Partnerschaft einen Wunsch danach zu entwickeln.

00:18:33: Ich glaube, Jesus würde wenn er heute hier wäre noch weitere Themen ansprechen die uns zum Thema Christ und Singel interessieren.

00:18:40: Ich behaupte nicht dass dieser Text alle Fragen beantwortet aber er ist ein Gesprächspartner finde ich für unser Thema denn ich find es herausragend wichtig!

00:18:49: Jesus hat an keiner Stelle zur Ehe sozusagen für jeden eingeladen also jedem dieselbe Lebensform befohlen sondern er konnte offensichtlich mit dieser Vielfalt das es auch andere Möglichkeiten gibt liebevoll umgehen.

00:19:06: Ja und bei diesem Thema kommt man einer zweiten Person nicht vorbei, Paulus der Gemeindegründer Apostel war lebenslang Single und er hat sich nun zu unserem Thema auch außergewöhnlich klar zu seinem eigenen Lebensstil als lediger Mann, Gemeindegründer, Autor heute würde man Podcastersagen reisender geäußert, erschreibt in seinem Brief an die Korinther In Kapitel sieben zur Fragen der Ehe und der Ehelosigkeit.

00:19:35: Und ihm wurden wahrscheinlich Fragen gestellt, die wir nicht mehr als Brief für haben aber wir merken er geht auf Fragen ein wie zum Beispiel ja wie gehen wir denn jetzt mit den Unverheirateten in der Gemeinde um?

00:19:45: Wie gehen wir mit dem Witwen um?

00:19:46: Und dazu nimmt Paulus in seinem Brief Stellung und er schreibt im ersten Gründer sieben mir wäre es ja lieber wenn alle Menschen so leben könnten wie ich.

00:19:57: Doch jeder hat von Gott seine eigene Gabe bekommen, der eine diese, der andere jene.

00:20:02: Den Ledigen und den Witfen sage ich es ist gut wenn sie wie ich unverheiratet bleiben Wenn Sie aber nicht enthalten am Leben können sollen sie heiraten.

00:20:12: Es ist besser zu heiraten als sich im brennendem Verlangenen zu verzehren.

00:20:18: Und in Vers.vierzwanzig im selben Kapitel sagt er noch zur Frage nach dem ledigen Frauen Ich habe dazu keine Anweisung vom Herrn Doch ich gebe euch einen Rat, auch interessant.

00:20:30: Er sagt nicht Gott hat mir gesagt du sollst so leben oder ihr sondern er sagt wie ein Ratschlag denkt darüber nach weil der Herr mich in seiner Gnade berufen hat.

00:20:39: könnt ihr mir vertrauen?

00:20:41: In den gegenwärtigen schwierigen Verhältnissen haltlich folgen ist für richtig.

00:20:45: es ist für einen Menschen gut ledig zu bleiben Und dann führt Paulus noch im selben Abschnitt aus.

00:20:52: Naja, wenn mal eine Frau verheiratet ist, dann will sie ihr Mann gefallen und macht sich Sorgen darum dass es ihrem Mann gut geht und umgekehrt.

00:20:59: Wenn ein Mann verheiredet ist dann will er seiner Frau gefallen und ist abgelenkt vom Wichtigsten nämlich Gott zu gefallen.

00:21:05: und deshalb sagt er ja dann am besten eigentlich nicht heiraten weil dann könnt ihr euch auf Gott konzentrieren.

00:21:11: interessant übrigens das kommt dann noch mal wieder, wenn wir über Rollenbilder sprechen.

00:21:15: Dass Paulus hier Männer und Frauen völlig auf Augenhöhe behandelt und die Sehnsucht zueinander ist gleichwertig und auch das gefallen wollen.

00:21:22: aber da biegen wir jetzt nicht ab weil wir sind ja dabei dass Paulus sagt erstaunlich Ehelosigkeit und Ehe sind bei Paulus gleich wertvoll.

00:21:34: Beides hat Vor- und Nachteile.

00:21:36: Das weckt da ab Und es gibt für ihn keinen Grund warum das eine dem anderen übergeordnet wird.

00:21:43: Das ist doch interessant für uns als Christinnen oder nicht, weil wir folgen doch nicht den Bildern der fünftiger Jahre und sagen das ist unsere heilige Schrift.

00:21:51: So sollt ihr Leben.

00:21:52: hat er schon der Herr Jesus von Paulus gesagt!

00:21:55: Hat er nicht?

00:21:58: Das finde ich schon herausfordernd.

00:22:00: Er meinte auch nicht man muss jetzt lebenslang ehelos bleiben.

00:22:03: dass wäre das Beste.

00:22:05: Er sagt Nö wenn ihr den Wunsch habt nach Partnerschaft dann heiratet Und zugleich stärkt er die Ledigen, in ihrer Unabhängigkeit und Freiheit zu bleiben.

00:22:16: Einen Grund hat er für all das!

00:22:18: Er sagt alle Kraft der Fokus im Leben, der sollte eigentlich gar nicht auf Menschen gerichtet sein weder auf sich selbst noch auf andere sondern darauf Gott zu gefallen Nicht zum Gefallen anderer Menschen zu leben.

00:22:31: Ob mit oder ohne Partnerschaft Das Wichtigste für Paulus ist ein Leben Mit-oder Ohne Gott.

00:22:37: Dazu möchte er die Leute wachritten.

00:22:39: Seine Jüngeren und Jünger Ihr habt vorhin diese Porträts gehört von zwei Singles.

00:22:45: Und die haben ganz unterschiedlich differenziert über ihre Lebenssituationen, sie selbst betrachtet.

00:22:50: Sie haben gesagt ja manchmal ist völlige Zufriedenheit da, manchmal religiative Zufredenheit und manchmal auch Unzufriedenheits.

00:23:00: von sich wahrscheinlich eh nicht sagen.

00:23:02: Ich wäre immer skeptisch, wenn Menschen ihre Ehe idealisieren und sagen ich bin glücklich verheiratet und wir verstehen uns immer und wir verbreiten uns nie und wir sind immer harmonisch und es ist eigentlich fast wie im Himmel schon.

00:23:15: also ich würde das natürlich über unsere Ehe sagen jedenfalls öffentlich.

00:23:18: aber wir merken doch die Idealisierung von Ehe ist auch nicht die Lösung.

00:23:24: natürlich ist es ein großes Glück und gleichzeitig das als Nonplus-Ultra zu beschreiben, es ist aber auch nicht die totale Katastrophe.

00:23:33: Und so ist es mit dem Singlesein auch.

00:23:36: Die Betroffenen selber – betroffen ist vielleicht das falsche Wort!

00:23:38: Die Menschen, die dasselbe erleben würden es nicht so beschreiben sondern differenziert.

00:23:44: Wer unterscheidet mehr vom Leben?

00:23:46: Ja?!

00:23:47: Was ist das Wichtigste?

00:23:49: Jesus Christus spricht zu allen, ich bin gekommen um Ihnen das wahre Leben zu bringen, das Leben in seiner ganzen Fülle Und den Lebenszinnen, die Lebenswerte zu finden.

00:24:01: Die Lebenswürde – das hängt bei Jesus nicht an einem äußeren Beziehungsstatus!

00:24:07: Es hängt nicht am Beziehungstatus.

00:24:09: Es hingt nicht an den äußern Umständen des Lebens.

00:24:13: Die Fülle des Lebens hängt an Jesus.

00:24:17: und im Blick auf die Singles würde ich uns schon jetzt herausfordern als Gemeinde zu fragen wie können wir als Gemeinden singelfreundlich sein oder singelfreundlicher?

00:24:28: Ein paar Ideen dazu.

00:24:30: Das beginnt natürlich mit der Haltung, wahrzunehmen dass es Singles gibt und das wertzuschätzen und in der Sprache sensibel dafür zu sein wie ich über sie spreche, wie ich mit ihnen spreche oder von ihnen spreches.

00:24:45: Und der Wunsch nach eigenen sozialen Veranstaltungen für Singles wird von Singles manchmal unterschiedlich beurteilt.

00:24:52: Viele von Ihnen wünschen sich das, dass es auch Veranstaltung fürs Singles gibts.

00:24:56: Übrigens Wenn wir ein Trauercafé anbieten, ist das auch nicht nur für Singles aber viele von denen die trauern.

00:25:04: Trauern weil sie einen Lebenspartner verloren haben und es ist auch für Menschen die vielleicht trauert weil ein Kind gestorben ist kann also auch verheiratet sein.

00:25:12: Aber Es ist auch eine Facette davon dass wir ein Angebot ein soziales Angebot fürs singles machen.

00:25:18: aber es gäbe ganz andere Möglichkeiten Menschen zu unterstützen durch Gebet wenn Sie danach fragen oder einfach weil wir von ihnen wissen vielleicht auch Kurse anzubieten und auch sie in die Leitung einzubinden.

00:25:31: Das sind übrigens alles Antworten von Singles selber, wenn Sie darüber nachdenken.

00:25:35: Was wünsche ich mir von einer Gemeinde?

00:25:37: Wenn sie singelfriendly, wenn sich singelfreundlich sein soll!

00:25:43: Zum Abschluss möchte ich euch noch einen O-Ton mitbringen, nämlich von Katja Zimmermann.

00:25:49: Ich kenne Katja schon länger als profiliertes Singer Songwriterin, mag ihre Musik.

00:25:54: Sie hat eigene Alben herausgebracht, sie singt auch häufig in Bands.

00:25:57: Auch mit Jan Primke aber auch ganz anderen Bands bei christlichen Konzerten mit.

00:26:01: vielleicht habt ihr ihre Stimme schon gehört ohne dass ihr wusstet das es.

00:26:04: Katja Sinema hat eigene album veröffentlicht wie ich schon erwähnt habe und sie hat auch ein Buch geschrieben zu unserem Thema.

00:26:12: zuerst geliebt wenn Gott dir einen Solo schenkt.

00:26:17: Interessantes Bild.

00:26:18: Sie hat ein schönes Bild dafür gefunden, wie sie ihre eigene Lebenssituation beschreibt aus der Musik.

00:26:24: wenn im Chor nämlich jemand einen Sodo singen darf ist das ja eigentlich wie eine Auszeichnung?

00:26:29: Nicht jeder darf ein Solo singen weil man da besonders gut singen können muss.

00:26:33: und so versteht sie nach einem längeren Weg ihr Singeldasein im Moment auch wenn sie weiterhin den Wunsch nach Partnerschaft nicht völlig abgelegt hat.

00:26:44: Aus ihrem Buch möchte ich Zum Ende etwas zitieren, was ihr schwer daran ist singeln zu sein und wie es auch sich verwandelt hat.

00:26:55: Ich bin Single!

00:26:57: Dieser Satz kostete mich früher mein ganzes Selbstvertrauen.

00:27:01: einfach zu bekennen dass ich eben nicht vergeben und noch nicht verheiratet war gar nicht so schlimm oder doch für mich.

00:27:09: weil dieses Bekenntnis deshalb schlimm?

00:27:12: weil ich glaube der das diese Worte etwas über meinen Wert aussagen würden über meinen Marktwert quasi.

00:27:18: Denn wenn was noch zu haben, also noch etwas auf dem Markt ist.

00:27:21: Noch im Regal steht einfach nicht gekauft wird dann scheint es nicht wertvoll genug zu sein dass es jemanden in der hause nimmt.

00:27:27: Das war mein Stempel von mir selber aufgedrückt Vielleicht auch ein wenig von der Gesellschaft so gesehen.

00:27:34: Nicht so wertvoll nicht so schön nicht so interessant um ausgewählt zu werden und deshalb gab Es für mich nichts Schlimmeres als diesen einen Brauch bei Hochzeiten.

00:27:43: ich habe ihn gehasst Ich habe ihn gefürchtet.

00:27:46: Und wenn es ging, ihm vermieden mich mit Händen und Füßen gesträubt um nicht bloß gestellt zu werden.

00:27:50: Denn nach dieser Tradition versammeln sich alle noch nicht verheirateten weiblichen Gäste der Hochzeitsgesellschaft an einer Stelle und dann wirft die Braut rückwärts den Brautstrauß und die Tradition sagt dass diejenige die den Strauß fängt als nächstes heiraten wird.

00:28:05: Was ich daran sag Katja Zimmermann war keine Tradition kein Spaß keinen Gefallen den ich da braut tat.

00:28:11: was ich sah war reine Folter.

00:28:13: Ich sah, dass ich als Single bloßgestellt werde.

00:28:15: Weil jeder allein durch die Tatsache das ich da stand in mitten all der unverheirateten Frauen erkennen konnte, dass sich noch keinen abgekriegt hatte.

00:28:24: Dass ich ein Ladenhüter war und diese Blöße wollte ich mir nicht geben.

00:28:27: Deshalb verweigerte ich die Teilnahme an dieser Tradition.

00:28:31: doch ein paar Jahre und einige Hochzeiten später entschiede mich dafür, dass es mir ab jetzt egal wäre was die anderen dachten.

00:28:40: Das ist mir egal, wer.

00:28:41: ob sich andere wunderten warum ich nun bisher keinen Mann abgekriegt hatte und ob es etwas mit mir nicht stimmt.

00:28:46: Ich hatte gelernt zu mir und meinem Leben als Solisten zu stehen.

00:28:52: Ich beschloss ab der nächsten Hochzeit mache ich einfach mit.

00:28:56: Spannend fand ich dass ich ab diesem Zeitpunkt als ich entschied das mir die Gedanken der anderen nichts mehr ausmachten auf keine Hochzeit mehr war wo das Brautstraußwerfen angeboten wurde und das über Jahre hinweg.

00:29:08: aber dann beschreibt sie in ihrem Text, wie sie selber Trauzeugen wurde und ausgerechnet die Braut.

00:29:14: Bei der sie Trauzeugen war sich unbedingt gewünscht hat das es ein Brautstraußwerfen gab.

00:29:19: jetzt musste sie das sogar organisieren Und dann schrieb sie glaube ich an diese Traditionen daran dass die Fängerin des Strausses als nächstes heiraten wird?

00:29:28: Nein für mich ist das aber Glaube!

00:29:31: Und die Vergangenheit hält auch genug Gegenbeweise bereit.

00:29:34: Am Ende ist meine Teilnahme, einfach eine nette Geste der Braut gegenüber und keinen Grund vor Scham im Erdboden zu versinken.

00:29:42: Für mich war dieses erste Mal nach langer Zeit vor allem eins – Der Moment in dem ich zu mir stehen konnte und sagen konnte wer ich bin Eine Frau die ihr Leben genießt Die Gabeneinsätze, die Gott ihr mitgegeben hat Eine Frau, die weiß, wer sie isst Und sich selbst genauso liebt und geliebt wird von Gott.

00:30:02: Das ist für mich für diese Predigt auch das Wichtigste, dass wir geliebt von Gott sind.

00:30:08: Diesen Beziehungsstatus, der gilt allen!

00:30:12: Geliebt vom Gott.

00:30:14: und wenn das immer mehr ins Herz dringt dann hängt mein Leben nicht von meiner Partnerin ab meinem Partner oder auch vom Ledigsein.

00:30:23: als Gemeinde wollen wir einüben das aneinander zu vermitteln, dass der andere geliebt ist so wie er gerade lebt und üben miteinander zu reden und aufeinander zu hören.

00:30:34: Wie ist Deine Situation wirklich?

00:30:36: Nicht in den Vorurteilen zu verharren, die wir schon haben.

00:30:39: Weil wir wissen wie es angeblich dem anderen gehen müsste wenn er so lebt!

00:30:43: Wir leben alle davon das Jesus unser Leben wertvoll macht dass wir von ihm geliebt sind.

00:30:50: Amen.

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