Jugend im Wandel

Shownotes

Corinna Mentel predigt über Jesaja 43, 1-3.

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00:00:11: Hi!

00:00:12: Mein Name ist Corinna Mente und ich bin die Jugendreferentin am Möncheberg.

00:00:17: Immer häufiger, wenn ich mich so oder so ähnlich Menschen vorstelle, bekomme ich eine Reaktion, die mich ehrlich gesagt verwundert.

00:00:26: Die Reaktionen sind nämlich Jugendrefferenten heutzutage... Oh!

00:00:35: Jugendliche, die hängt doch heute nur noch am Handy Die sind doch voll in der Wuppertät, die Nerven... Ach, die sind immer so grummelig.

00:00:44: Das macht doch... Also jetzt ehrlich?

00:00:46: Macht das

00:00:46: Spaß?!

00:00:49: Wenn ich diese Reaktion bekomme stehe ich immer ein bisschen perplex da und denke mir Ja!

00:00:56: Und dann ist ja richtig gut dass ich Jugendarbeit mache und nicht du weil das was Du gerade sagst es zum einen unhöflich und zum anderen irgendwie finde ich auch falsch sind.

00:01:08: Vorurteile, die du da einfach so in die Welt setzt.

00:01:14: Verweichlicht, weltfremd, faul, respektlos unerzogen egoistisch frech Das alles sind Begriffe mit denen unsere Jugend heutzutage beschrieben wird Ob in der Politik, in der Presse im eins zu eins Gespräch.

00:01:34: irgendwie kommt die Jugend dabei selten gut weg.

00:01:39: Und das ist kein Phänomen, was es erst seit gestern gibt.

00:01:43: Das gibt es schon seit tausenden von Jahren, dass die ältere Generationen über die Jüngere sagt, sie machen doch alles falsch!

00:01:50: Boah, die sind so faul und zu frech heutzutage.

00:01:56: Warum sprechen wir heute über Jugend im Wandel?

00:02:00: Wir haben doch schon über Kindheit im Wande gesprochen – Ist es nicht alles ein

00:02:04: Alter?!

00:02:05: Das gehört doch damit rein... Ach so, wir haben ja eine Jugendreferentin und die redet zu gerne über Jugendliche.

00:02:11: Deswegen gibt es jetzt noch eine Predigt dazu!

00:02:14: Ja ich rede gerne über Jugendliche, ich rede gern über meine Arbeit weil sie mich begeistert aber das ist nicht der Grund warum wir heute über Jugend im Wandel sprechen.

00:02:24: Ich möchte euch heute auf etwas Aufmerksam machen.

00:02:30: Jugend... ...im Wandel.

00:02:34: Wenn ich das höre geht bei mir im Kopf sofort eine Alarmglocke an Und zwar kommt da sofort der Kreislauf des Meckerns in meinen Sinn.

00:02:44: Ich habe das mal so genannt, wenn Generationen über die nächste Generation meckern!

00:02:51: Wie nah bist du noch am Jugendalter dran?

00:02:54: Als Jugendliche wirst Du bezeichnet, wenn Du zwischen dreizehn und zwanzig Jahren alt bist.

00:02:59: Bei mir ist es jetzt also zwei Jahre her bei den meisten von Euch denke ich eher vielleicht so zehn, zwanzich, dreißig Fünfzig, fünfzig, sechszig Jahre, dass ihr in dieser Altersgruppe gezählt habt.

00:03:14: Erinnerst du dich noch daran wie es war als Jugendliche?

00:03:17: Wie wurde über dich gesprochen?

00:03:20: Hast Du dir solche Sätze anhören müssen?

00:03:23: Hast du sie noch im Ohr?

00:03:26: Wenn der Kuchen redet schweigen die Krüme!

00:03:29: Wenn du mal erwachsen bist dann wirst du das verstehen warum wir so entschieden haben.

00:03:36: Wie hat sich das angefühlt wenn Leute so etwas über Dich gesagt haben Du sagst faul.

00:03:46: Interessant an diesem Kreislauf des Merkans ist, dass er immer gleich bleibt.

00:03:51: eine Generation merkt hat über die andere.

00:03:53: das worüber gemerkt wird ist allerdings das was sich da unterscheidet.

00:03:58: Eine Generation wird dafür geschämt dass sie so auf Karriere fokussiert ist.

00:04:03: Die klassische Karrierenfrau keine Zeit für Familie oder das Leben generell die muss ich mal ein bisschen entspannen.

00:04:12: Die nächste Generation achtet auf mentale Gesundheit und das sind dann die, die nur auf ihre komische Work-Life-Balance achten.

00:04:20: Eigentlich sind sie gar nicht mehr belastbar!

00:04:22: Also es geht ja gar nicht... Dann gibt's die Menschen, die unter zu hohem Leistungsdruck leiden, die sich selber kaputt machen oder von anderen kaputt gemacht werden auch die, ach entspannt euch mal, nehmt euch doch selbst nicht so ernst.

00:04:37: Es gibt die Generation, die wurde zu streng erzogen.

00:04:40: und jetzt die Generation.

00:04:41: Die wurde vielleicht zu locker erzogen.

00:04:43: Fazit?

00:04:44: Egal was du machst!

00:04:46: Du machst immer irgendwas verkehrt.

00:04:50: Ich möchte übrigens heute nicht sagen dass die Jugend von heute oder ich den richtigen Weg gefunden haben mit dem Leben oder mit Stress umzugehen Aber ich möchte auch nichts sagen das wir den falschen haben.

00:05:01: Ich möchte nicht sagen, dass das Leben jetzt in dieser Generation schwerer ist als früher.

00:05:06: Ich möchte aber auch nicht sagen es einfacher ist – ich möchte einfach gar keine Wertungen über Generationen hinweg!

00:05:13: Mein Ziel für heute ist es euch ein bisschen mit hineinzunehmen in die Realität von Jugendlichen Heute.

00:05:19: Was beschäftigt Jugendliche?

00:05:25: Jugendliche wachsen heutzutage mit digitalen Medien als zweite Muttersprache auf.

00:05:30: Sie sind unglaublich intuitiv darin, diese Dinge zu bedienen und gleichzeitig haben sie keine Orientierung was ein gutes Maß daran ist.

00:05:38: Denn alle Regeln die für Social Media beispielsweise aufgestellt wurden worden von Menschen aufgestellt, die nicht selbst damit aufgewachsen sind.

00:05:46: Treffen die dann überhaupt auf einen zu?

00:05:48: Die Jugend muss das selbst herausfinden!

00:05:52: Jugendliche wachsen nicht mehr nur mit den Meinungen in ihrem sozialen Umfeld auf.

00:05:56: Nein, es gibt heute das Internet!

00:05:58: Es gibt social Media Millionen und Milliarden von Meinungen Und jeder ist bereit dir sogar seine Meinung mitzuteilen Sogar über dich selbst.

00:06:08: Wo früher Mobbing in der Schule das größte Problem war steht auf einmal Cyber-Mobbing als genauso großes Problem daneben wo Menschen im internet Dinge überein sagen können und man kann nichts dagegen tun.

00:06:21: Die negative Seite von Social Media.

00:06:24: Und dann gibt es die positive Seite, die Seite wo Freundschaften über Kontinente hinweg aufrechterhalten werden.

00:06:34: gleichzeitig vereinsamt unsere Jugend.

00:06:40: Wir kommen sofort an alle Informationen können uns alles sofort leicht erklären lassen.

00:06:45: sich das alles langfristig zu merken ist dann allerdings doch ein bisschen schwer weil man hat ja in einer Sekunde wieder abrufbar.

00:06:53: Dieser Informationsstrudel, die Informationen und Nachrichten aus aller Welt können aber auch sehr belastbar sein.

00:07:01: Wie absurd ist das?

00:07:02: Wir haben heute Live-Ticker für Kriegssituationen!

00:07:06: Ich kann mir eins zu eins angucken was in einem Kriegsgeschehen gerade passiert.

00:07:11: ich kann Push-Up Benachrichtigungen dafür bekommen dass es belastend.

00:07:17: Deswegen hat unsere Jugend zukunftssorgen in Zeiten von Krieg und Klimawandel ja auch nachvollziehbar.

00:07:23: Und gleichzeitig fühlen sie sich machtlos, weil Sie nicht diejenigen sind, die gerade politisch mitbestimmen dürfen.

00:07:31: Depressionen- und Angstzustände auch bei Jugendlichen nehmen zu.

00:07:36: Und gleichzeitig ist das Thema mentale Gesundheit kein Tabuthema mehr.

00:07:40: Jugendliche wissen dass sie sich Hilfe suchen dürfen.

00:07:43: allerdings gibt es viel zu wenig Orte an dem sie Hilfe bekommen.

00:07:48: In unserer Gesellschaft erleben wir Spaltung.

00:07:52: Eigentlich gibt es keine Schubladen mehr und doch findet doch immer jemand eine, in die du jetzt gerade reinpasst.

00:07:59: Bist du nicht links bist du rechts und anders herum und jeder buhlt um deine Aufmerksamkeit.

00:08:06: Du sollst dich auf Schule konzentrieren, gleichzeitig ein Hobby haben.

00:08:10: Bitte Sport machen in der Gemeinde sein und dich da bitte aber auch aktiv zeigen.

00:08:15: Du sollt sich mit Freunden treffen und jetzt entspann dich doch mal!

00:08:18: Du solltest dich ausprobieren, aber bitte nur so wie deine Eltern und dein Umfeld das gut finden.

00:08:23: Du sollen seinen eigenen Weg finden – und doch hat jeder zu dir eine Meinung, zu dir deiner Person, deinem Charakter, dein im Leben.

00:08:31: Du sollst das Optimale aus deinem Leben herausholen, aber bitte wäre dabei nicht egoistisch.

00:08:36: Achte auch auf andere!

00:08:40: Das sind mal Ansprüche oder?

00:08:44: Ich sage gerne dass die Jugendphase deswegen so eine unglaublich stressige Zeit ist weil unglaublich viel in so kurzer Zeit passiert.

00:08:54: Wir betrachten hier eine Zeitspanne von sieben Jahren und in dieser Zeit wird man vom Kind zum Erwachsenen Man erhält alle Rechte und alle Pflichten.

00:09:06: Dann verändert sich noch der Körper, das Gehirn baut sich einmal vollständig um – dann kommen Hormone dazu die erste Liebe der Erste Herzschmerz!

00:09:15: Und jetzt trifft bitte wichtige Lebensentscheidungen, die dein ganzes Leben beeinflussen werden.

00:09:21: Das alles übrigens ohne Anleitung und zum ersten Mal.

00:09:27: Was ich an dieser Phase besonders schwierig finde ist dass wir es in der Gesellschaft so oft vernachlässigen.

00:09:33: Wie oft hört man, ja Jugendliche, die machen gerade eine Phase durch.

00:09:39: Die sind halt ein bisschen anstrengend!

00:09:40: Ja ach, die übertreiben das ja aber heute auch mit dem isamentalen Gesundheit.

00:09:45: Wir haben das ja auch alle geschafft Aber diese Phase ist trotzdem besonders.

00:09:53: Ich möchte keine anderen Phasen kleinreden und sagen dass es die einzig stressige Phase im Leben.

00:09:58: auf gar keinen Fall Und wahrscheinlich gibt's auch noch Stressigere.

00:10:02: Aber ich möchte, dass wir dieses Wer Bin Ich, dieses Neu Erfinden, diese andere Art von Verletzlichkeit nicht mehr einfach abtun mit einem der oder die ist gerade schwierig.

00:10:17: Jugend im Wandel – manches bleibt aber auch, manches verändert sich nicht.

00:10:22: Jugendliche sind immer noch diejenigen, die so oft auf die Straße gehen für die wichtigen Themen.

00:10:28: Früher war es die achten sechziger Bewegung heute Fridays for Future oder ähnliches.

00:10:33: Jugendliche haben immer noch Wünsche, Träume und eine Vorstellung von ihrer Zukunft.

00:10:38: Ein Sicherheitsbedürfnis – und gleichzeitig wollen sie am liebsten sofort die ganze Welt erkunden!

00:10:45: Das alles sind Motive, die nicht nur auf die heutige Jugend zutreffen, sondern auch schon vor einigen Jahrzehnten auf Jugend zugetroffen haben.

00:10:53: Und doch passiert es uns, dass wir über dieselben Dinge, über dieselbe Verhaltensweisen meckern, die vielleicht früher auch mal an den Tag gelebt haben.

00:11:02: Warum machen wir das?

00:11:05: Ich habe keine Antwort darauf, nur ein paar Versuche.

00:11:09: Vielleicht ist es manchmal Neid?

00:11:12: Wieso darf diese junge Generationen so frei entscheiden was sie beruflich machen will?

00:11:17: ich durfte das nicht!

00:11:18: Ich hatte genau zwei Auswahlmöglichkeiten und das waren eigentlich auch keine Wahlmöglichkeit.

00:11:24: vielleicht ist es Frustration.

00:11:28: wieso sieht dieser junge Person nicht dass ich für das Recht was die so einfach nutzt kämpfen musste?

00:11:34: wieso wird es nicht wertgeschätzt was ich dafür getan hab?

00:11:39: Vielleicht ist es Angst, doch irgendwie den falschen Weg gegangen zu sein?

00:11:45: Vielleicht Angst vor Relevanzverlust des eigenen Lebens.

00:11:50: All das sind Gründe die finde ich voll nachvollziehbar und doch möchte ich ganz laut stoppschreien.

00:11:59: Eigentlich wünsche ich mir sogar dass wir als Gesamtgemeinde ganz laut Stoppschreihen Und zwar aus zwei Gründen.

00:12:07: Das erste ist eine Gemeinde ist ein Ort voller Generation Ob in der Familie oder außerhalb, hier treffen sie aufeinander.

00:12:16: Und unsere größte Schatz ist es dass wir voneinander lernen dürfen!

00:12:20: Dass wir diesen Kreislauf des Übereinanders Meckerns mit einer einfachen Frage unterbrechen können.

00:12:26: Warum?

00:12:28: Warum ist dir so wichtig gewesen einen sechzigstunden Job zu haben?

00:12:33: Warum es ist dir wichtig gewesen eine Ausbildung oder dieses oder jenes Studium zu machen?

00:12:39: Du erklär mir doch mal, dass mit der Work-Life Balance das verstehe ich nicht.

00:12:42: Was heißt das?

00:12:43: Warum ist dir das wichtig, zwanzig Stunden zu

00:12:46: arbeiten?".

00:12:48: Wenn wir das machen, erlangen wir Verständnis füreinander – zumindest versuchen wir es!

00:12:53: Und dann haben wir die Möglichkeit wirklich voneinander zu lernen und zu verstehen wie man eine Generation vor mir gemacht hat.

00:13:00: was war ihre Lösung für dieses Problem.

00:13:04: Der zweite Grund für mein ganz lautes Stopp ist das Vergleichen.

00:13:09: Wenn wir uns in diesem Kreislauf befinden, sagt immer eine Generation über die andere – ich weiß es besser als du.

00:13:17: Ich hab's verstanden!

00:13:20: Und wenn wir aus diesem Kreislauf raustreten und kurz mit diesen Warumen ihn unterbrechen und fragen, warum machst Du das?

00:13:27: Haben wir die Chance zu verstehen, in welche Situation mein Gegenüber sich gerade befindet?

00:13:34: Und vielleicht passiert es dann, dass ich denke – Moment mal!

00:13:37: Das was dieser junge Mensch mir gerade erzählt.

00:13:39: Ich erinnere mich vor so zehn, zwanzig, dreißig Jahren war ich an dem selben Punkt.

00:13:45: Ich habe über das selbe Problem nachgedacht und hatte vielleicht dieselbe Angst.

00:13:51: Wie hab' ich mich damals verhalten?

00:13:53: Und vielleicht noch wichtiger… Was hätte ich mir damals gewünscht wenn unsere Rollen vertauscht

00:14:00: werden?!

00:14:01: Wenn ein Erwachsener zu mir gekommen wäre und mit mir darüber gesprochen hätte.

00:14:08: Jugendliche befinden sich im Chaos, es reden tausend Stimmen auf sie ein und mein Wunsch ist es dass wir als Gemeinde nicht einer dieser Tausendstimmen werden die ihnen erklären du musst dein Leben optimieren Du musst das besser machen.

00:14:22: geh doch lieber den Weg.

00:14:24: Ich wünsche mir dass wir in der Gemeinde einen Ort sind wo genau folgendes passiert Atmen Ruhe.

00:14:47: ein Ort, an dem ich einfach bin.

00:14:53: Ein Ort, in dem ich genau eine Stimme höre und diese Stimme sagt dann vielleicht etwas wie Hi!

00:15:02: Oh, wie cool dass du da bist.

00:15:05: Du bist mein geliebtes Kind.

00:15:08: Ich hab dich so wunderbar gemacht.

00:15:11: Du bist stark Du kannst Komm, ich nehme dich an die Hand Und wir gehen zusammen.

00:15:20: Wohin?

00:15:21: Das werden wir herausfinden.

00:15:22: Aber ich Gehen mit dir.

00:15:27: Große Preisfrage, wer könnte so etwas zu unseren Jugendlichen sagen?

00:15:32: Derjenige der das zu uns allen sagt – Gott!

00:15:38: In Jesaja-Dreinvierzig die Verse Eins bis Drei sagt Gott sowas Ähnliches zu uns.

00:15:45: Fürchte dich nicht denn ich habe dich erlöst.

00:15:49: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen.

00:15:51: Du bist mein.

00:15:52: Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir Und durch Ströme sie werden dich nicht überfluten.

00:15:59: Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versenkt werden und die Flammen wird dich nicht verbrennen.

00:16:07: Denn ich bin der Herr dein Gott!

00:16:13: Diese Sätze höre ich als ein ganz lautes Stopp von Gott in das Leben von uns Menschen, in des Leben von Jugendlichen.

00:16:22: Es stoppt diesen Lärm-Pegel von positiven und negativen Dingen, die Jugendliche den ganzen Tag über so hören.

00:16:31: Und wenn Jugendliche so etwas hören dann brauchen sie einen Ort Nicht nur um zu schweigen oder um Gott zu begegnen, sondern um das zu leben was sie gerade gehört haben.

00:16:43: Um zu sein und zu probieren, um gesehen zu werden, um gefördert zu werden ,um sich einzubringen, um Rat zu finden damit es Menschen gibt die sie gerne dabei haben.

00:16:58: Mein Ort in meiner Jugend war dabei die Jam Genauer gesagt unsere Jugendwohnwoche Diese zwei Wochen im Jahr, wo wir als Jugend hier gemeinsam im Haus übernachtet haben.

00:17:09: Und aus dieser Zeit ist mir eine Sache ganz dort hängen geblieben und es ist bis heute einer meiner größten Schätze.

00:17:18: Immer wenn ich unten durch den ganz unteren Eingang die Gemeinde betrete – die zur spanischen Gemeinde und zu den Jugendräumen – dann kommt da dieser lange Gang!

00:17:27: Und immer wenn ich da reinlaufe fühlt sich ein bisschen so an wie nach Hause kommen….

00:17:33: Das stammt noch aus dieser Zeit, als es in der Jugendwohnwoche wirklich so war dass für eine Woche dieses Haus hier mein Zuhause war.

00:17:42: Und dieses Gefühl ist geblieben und das ist meine größte Motivation hier an Möncheverg-Jugendarbeit zu machen weil ich möchte, dass die nächste Generation dieses Gefühl auch hat mit diesem Ort auch mehr verbindet als nur ein Haus Dass das hier auch das Zuhauses der nächsten Generation wird der Ort ist, wo Jugendliche Raum haben den sie gestalten dürfen.

00:18:14: Wo Sie Raum haben indem sie sich entfalten dürfen.

00:18:18: Warum Jugendarbeit?

00:18:19: eben deswegen weil Jugendliche es verdient haben diesen Ort zu finden gerade wenn es Generationen davor vielleicht nicht hatten?

00:18:27: Gerade wenn Generationen da vor vielleicht niemandem hatten der das für sie ermöglicht hat.

00:18:34: An dieser Stelle ist wichtig, nicht jeder es in der Lebensphase oder hat das Herz- oder die Zeit für Jugendarbeit.

00:18:40: Das ist auch nichts was ich aussagen möchte aber wir alle sind Teil dieser Gemeinde am Möncheberg oder Teil der christlichen Gemeinde weltweit und wir als Christen, als Kirchen haben Räume egal ob tatsächliche Räime oder Orte wie Gottesdienste Und diese Räume können wir für Jugendliche nutzbar machen, so wie du es dir vielleicht in deiner Jugend gewünscht hättest.

00:19:09: Nicht mit Meckern darüber was die Jugend jetzt schon wieder verändert sondern mit Fragen warum ist sie das wichtig dass wir das so machen?

00:19:18: Das funktioniert in beide Richtungen.

00:19:20: also die Jungen müssen natürlich auch fragen Warum ist ihr das wichtig, dass wir vielleicht diese Tradition bei behalten?

00:19:25: Warum machst Du das so damit dieser Ort hier Ein Ort für Jugendliche wird, an dem sie sich wohlfühlen.

00:19:37: An dem Sie erfahren ich bin von Gott geliebt.

00:19:40: Wenn ich scheitere dann ist es auch okay.

00:19:43: Ich bin deswegen nicht weniger gewollt.

00:19:46: Hier darf ich wachsen hier darf ich aufblühen hier darf sein.

00:19:55: Wir wollen gleich im Anschluss des Liedes You Say singen Und in diesem Lied geht es darum Was sagt Jesus eigentlich über mich?

00:20:02: Wer bin ich eigentlich?

00:20:03: Und ich möchte euch dazu herausfordern, dieses Lied zum einen als den Dank an Gott zu singen.

00:20:09: Als ein Bekenntnis dafür was er über dich ganz persönlich sagt aber auch als eine Zusage zueinander.

00:20:17: Guck mal das.

00:20:18: denkt Gott über dich und deswegen darfst du hier sein!

00:20:21: Deswegen hast Du hier Deinen Ort, dein Geistliches Zuhause Denn Gott hat nicht nur mich oder Dich gerufen nicht nur meine Generation oder deine Generation, sondern jeden Einzelnen.

00:20:37: Ich habe euch eine Übersetzung des Textes mitgebracht, weil ich glaube dass man das dann irgendwie noch mal ein bisschen bewusster wahrnimmt!

00:20:46: Ich kämpfe gegen die Stimmen in meinem Kopf, die sagen, ich bin nicht genug.

00:20:52: Jede einzelne Lüge, die mir sagt, ich werde niemals den Erwartungen gerecht.

00:20:59: Bin ich mehr als nur die Summe jedes Hochs und jedes Tiefs?

00:21:06: Erinner mich einmal mehr daran, wer ich bin weil ich es wissen muss.

00:21:12: Du sagst Ich bin geliebt wenn ich's nicht fühlen kann!

00:21:16: Du sag' ich bin stark wenn ich glaube ich bin schwach.

00:21:21: du sagst ich bin gehalten Wenn ich hinter den Erwartungen zurückbleibe.

00:21:26: wenn ich nicht dazugehöre sagst du ich bin dein und ich glaube ja.

00:21:32: ich glaube das was du von mir sagst.

00:21:37: Das Einzige, das jetzt zählt ist alles was Du von mir denkst.

00:21:42: In Dir finde ich mein Wert und in dir finde ich meine Identität.

00:21:49: Lass uns dieses Lied gemeinsam singen als eine Erinnerung daran was Gott über Dich ganz persönlich gesagt hat Und als eine Ermutigung.

00:21:58: wir müssen die anderen Generation nicht immer sofort vollständig verstehen und trotzdem können wir ihnen Raum geben so zu sein wie sie sind.

00:22:07: Wir können sie unterstützen, ihren Weg zu finden.

00:22:13: Vielleicht hoffentlich steht dann in einer Woche, einem Monat, einem Jahr irgendwann zu einem anderen Zeitpunkt ein junger Mensch an einem anderen Ort und sagt dann heute erzähle ich euch von dem Ort, an dem ich aufgewachsen bin.

00:22:30: Von dem Ort an dem Ich erlebt habe wie Gott ist!

00:22:34: Vor dem Ort An dem ich Menschen kennen gelernt habe die mit ihm leben An dem Ort, wo ich einfach sein durfte.

00:22:45: In dem Ort an dem ich gewachsen bin zu dem, den ich heute bin der EFG Kassel-Müncheberg.

00:22:56: Amen.

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