Wege zur Freiheit
Shownotes
Pastor Dr. Michael Rohde predigt über die Wege in die Freiheit in Exodus 3,7-8; Exodus 20,2-3 und Lukas 4,16-21.
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00:00:12: Wege in die Freiheit, also viele reden von Freiheit.
00:00:18: Und sehr viele machen auch Freiheitsversprechungen.
00:00:22: Die Werbung ist voller Versprechen für die Freiheit.
00:00:26: Ich habe euch mal was mitgebracht.
00:00:28: Es ist das versprechende Werbung.
00:00:29: Eine Bank wirbt schon lange mit dem Motto Wir machen den Weg frei.
00:00:33: Eine Tourismusagentur wirbt Kleine Insel große Freiheit.
00:00:37: Ein Luxuskämpfer heißt Räder Freiheit auf Rädern.
00:00:42: Eine Baufirma wirbt mit dem Slogan Freiheit statt Miete.
00:00:47: Ich glaube, die haben den Baukredit vergessen.
00:00:49: dabei aber egal... eine Bekleidungsfirma wird mit dem slogan Bewegungsfreiheit bis zur Teilge.
00:00:57: Einen Telefonfirma!
00:01:00: Die neue Riedefreiheit und ein Auto mit Luxus in die Freiheit.
00:01:05: Und sogar die Bundeswehr wirbt im Moment um Wehrdienstangehörige Mit dem Motto frei will ich.
00:01:14: In einem Marketing-Portal gibt es Tausend Slogans mit dem Wort frei.
00:01:18: Atmen Sie sich frei, hornhautfrei, hormonfrei, laktosefrei!
00:01:27: Freie Fahrt für freie Bürger.
00:01:29: Befreit in den Tagstaaten, befreit das Leben genießen, befried von Schmerz und Müdigkeit.
00:01:35: also es gibt zahllose Freiheitversprechen Und als Pastor einer Freikirche möchte ich keine falschen Versprechung machen.
00:01:47: Ich möchte niemanden falsche Versprechung machen.
00:01:50: Und deswegen das klein gedruckte Gleichanfang, es gibt keine absolute Freiheit!
00:01:57: Niemand ist vollkommen frei und ohne Bindungen.
00:02:03: Lass mich das vorweg sagen.
00:02:04: wir sind überzeugt Es gibt Bindung die das Leben fördern und es gibt Bündnungen die das leben behindern oder sogar zerstören.
00:02:13: Also geht es eigentlich mehr um die Frage welche Bindung gehe ich ein in denen ich mich frei entfalten kann?
00:02:20: Wer sein Leben mit Jesus Christus verbindet, der macht sich auf den Weg in die Freiheit.
00:02:25: Das behaupte ich mit dieser Predigt das behaupten Christen.
00:02:29: wer jesus christus nachfolg ist unterwegs Auf dem weg in die freiheit denn gott möchte dich als mensch ja wirklich von zerstörerischen bindungen lösen und er möchte dich freimachen dass du der sein kannst der du bist Und dass du dich selber und andere lieben kannst.
00:02:52: Soweit gehört auch das Wege in die Freiheit mit dem Ruf und Schrei nach Freiheit beginnen.
00:02:57: Wir haben es ja eben als Chor gesungen, wenn Israel was an Egypt lernt, als Israel in Ägypten war, lass mein Volk ziehen!
00:03:04: Das Joch war nicht zu ertragen, lass meinen Volk ziehen!
00:03:08: Geh doch Mose, geh nach Ägypte, sagt den Farraohe, lasst mein Volkk
00:03:12: ziehen!".
00:03:14: Und dass Lied besinkt eine Zeit, in der Israel unterdrückt war – in Ägipten?
00:03:18: Das ist ein Befreiungslied.
00:03:20: aber dieses Lied Stammt gar nicht aus der Zeit der alten Israeliten in Ägypten, sondern es stammt aus den Vereinigten Staaten von Alebeka.
00:03:27: Und das ist von afroamerikanischen Menschen gedichtet und afroamerkanschen Sklaven vor allen Dingen als erstes gesungen worden.
00:03:35: Der Vater-Ober in ihrer Sicht waren es die weißen Herrenmenschen, die Sklafen hielten in Nordamerika.
00:03:44: Seit eighteenhundertzehnhundersiebzig erklingt dieses Lied dieser Negrospiratrill when Israel was in Egyptland als Befreiungslied gegen die weißen Unterdrücker.
00:03:56: Die Israeliten singen ihre Lieder über ihre Befreiung aus Ägypten seit mehr als dreitausend Jahren, denn ungefähr tausend zweihundert vor Christus waren die Hebräer in Ägyptien.
00:04:05: und wie hat das angefangen mit der Unterdrückung?
00:04:08: Und wenn ich das erzähle, wie es damals war vielleicht gibt's Parallelen zu heute.
00:04:12: bei den Israeliten ging das nämlich ganz harmlos los.
00:04:15: sie waren Wirtschaftsflüchtlinge in Ägipten.
00:04:18: Sie sind dort hingeflohen, weil eine große Hungersnot waren.
00:04:23: Und die wurden auch angeworben als Gastarbeiter in Ägypten und sie arbeiteten zunächst für einen gerechten Lohn.
00:04:32: Von Josef wird sogar erzählt dass er sogar Vizekanzler an dem ägyptischen Hof geworden ist.
00:04:37: aber dann kam ein Pharao der von Josef nichts mehr wusste und der neue Herrscher schürte Fremdenfeindlichkeit.
00:04:46: Er behauptete, die Gastarbeiter nehmen uns die Arbeit weg.
00:04:49: Sie werden immer mehr.
00:04:50: Wir werden
00:04:51: überfremdet.".
00:04:52: So steht es im Buch.
00:04:53: zweiten Woche und das gesellschaftliche Klima in Ägypten wurde immer kälter.
00:04:59: Die Hebreah wurden hart rangenommen.
00:05:01: Die Sozialgesetze wurden geschliften Und die Arbeitslast wurde erhöht.
00:05:06: Der Lohn wurde gesenkt.
00:05:08: Jetzt waren sie nicht mehr Gastarbeiter oder Migranten sondern Sklaven.
00:05:18: Wenn wir heute über der Wege in die Freiheit nachdenken, möchte ich dich fragen.
00:05:23: Was nimmt denn Dich persönlich gefangen oder belastet Dich?
00:05:28: Was ist Dein
00:05:30: Ägypten?!
00:05:33: Was verursacht ein Leidensgruppe, dass Du manchmal schreien willst – Let my people go!
00:05:38: Lass meine Leute frei!
00:05:44: Vorgestern war mein Friseur, mein Frisör als Iraner und er hat mir gleich gesagt was dem Iran los ist und der Schrei nach Freiheit Und das alles besser wäre als die heutigen Mullahs.
00:05:56: Das beschäftigt Ihnen hier in Kassel.
00:06:01: Was ist Dein Ägypten?
00:06:02: Leidest Du unter gesellschaftlichen Anfeindungen Ausgrenzung, weil du anders aussiehst, weil Du anders redest, Weil Du anders denkst und weil Du anderes liebst?
00:06:12: Leitest Du Unter zu hoher Arbeitsbelastung oder unter seelischem Druck der Krisen unserer Zeit?
00:06:20: Oder unter dem Eindruck autoritärer Herrscher und dem was sie täglich von sich geben?
00:06:28: Mose litt tatsächlich unter dem, was seine Zeitgenossen damals bedrückt hat und gebunden hat.
00:06:33: Und er hat in der Wüste eine ganz außergewöhnliche Begegnung mit Gott.
00:06:37: Ich meine, eine Begegnung mit Gott ist letztlich immer außergewönig aber die wird ganz besonders weil er Gott erlebt in einem brennenden Dornbrusch, der nicht verbrennt.
00:06:52: Das ist ein Symbol der Gegenwart Gottes das Gott einerseits voller Kraft ist, voller Energie, volla Feuer Aber dieses Feuer sich nicht verzehrt und nichts zerstört.
00:07:06: Ein Feuer, das nicht vergeht, dass nicht ausbrennt und nichts Zerstört – und gleichzeitig voller Kraft ist!
00:07:15: Dieser Heilige dieser mächtigen eigentlich unnahbare Gott begegnet Mose mit dieser überraschenden Botschaft die wir in der Textlesung schon mal gehört haben nämlich so.
00:07:26: ich habe den Not meines Volks in Ägypten gesehen.
00:07:32: Ich habe die Klage Ihrer Unterdrücker gehört, ich weiß was Sie erdulden müssen.
00:07:36: Deshalb bin ich herabgekommen um sie aus der Gewalt der Ägypte dazu befreien.
00:07:40: Ich will mein Volk aus diesem Land führen.
00:07:42: es soll in ein gutes und weitest land kommen indem Milch und Honig
00:07:46: fließen.".
00:07:47: Aus zweiten Mose drei, sieben und acht.
00:07:50: Und auf diese Weise stellt sich Gott immer wieder vor nämlich dass ein Gott ist der hinsieht wie es Menschen geht Der hört, was Leute sagen wenn sie nach Hilfe rufen.
00:08:05: Ein Gott der mit fühlt, der mit leidet... ...der also Emotionen und Empathien hat!
00:08:13: Ein Gott, der nicht irgendwo da oben bleibt sondern herab kommt.
00:08:18: Ein gott, der tätig wird zu Gunzen der Menschen die Hilfe brauchen.
00:08:24: Gott ist ein leidenschaftlicher Gott und ein parteiischer Gott.
00:08:30: Gott steht auf der Seite derjenigen die Leiden, die unterdrückt werden, deren Freiheit eingeschränkt wird.
00:08:36: Gott ist nicht auf der Seite des Pharaos und er war auch nicht auf einer Seite der weißen Hergenrasse, die andere versklaren oder remigrieren wollen.
00:08:48: Gott isst nicht auf dieser Seite.
00:08:50: Gott ißt auch nicht das sogenannte Nationalismus, sondern auf der seite der Bedrinken!
00:08:59: Und der Ausdruck aus Ägypten ist für die alten Disraeliten und für das jüdische Volk zu ihrem Grundbekenntnis geworden.
00:09:05: Das war nicht irgendeine der vielen Geschichten, die man sich erzählt!
00:09:09: Was war DIE Geschichte?
00:09:11: Die Geschichte, die zeigt wie Gott bis heute mit Menschen umgeht – und er wird zur Art, wie Gott sich vorstellt in den zehn Geboten am Sinai.
00:09:21: Denn da sagt Gott von sich Ich bin der Herr, Dein Gott.
00:09:25: Ich habe Dich aus dem Land Ägypten herausgeführt – aus dem Leben in das Glaberei!
00:09:29: Deswegen, Du sollst neben mir keine anderen Götter
00:09:32: haben.".
00:09:34: Gott hat uns befreit.
00:09:37: Das feiern jüdische Familien immer und immer wieder.
00:09:40: Das erzählen sie von Generation zu Generation.
00:09:43: Und so stellt sich Gott selber vor.
00:09:44: Ich bin Der Herr, dein Gott, der dich aus der Glaberei befreitet.
00:09:50: Und wir merken, diese Botschaft ist politisch.
00:09:52: Warum ist sie politisch?
00:09:54: Sie verändert nämlich die Kräfte-Verhältnisse in der Gesellschaft!
00:09:57: Sie stellt Herrschaftsverhältnisse... ...in der Gesellschaft infrage.
00:10:01: Sie fragt danach, wen vergöttert ihr
00:10:03: denn?!
00:10:04: Wen setzt ihr dann an meine Stelle?
00:10:06: Wer hat was zu sagen?
00:10:08: Deshalb sind Wege in die Freiheit eine politische Botschaft.
00:10:13: In Ägypten musste der mächtige Pharao dieses kleine Volk der Israeliten ziehen lassen Und das Burexelus erzählt davon, was alles nötig war.
00:10:24: Der Freiheitskämpfer Martin Luther King
00:10:26: Jr.,
00:10:27: in den USA meinte, Freiheit wird niemals freiwillig vom Unterdrücker gewährt – sie muss von den Unterdrücken eingefordert werden.
00:10:36: Deswegen wurden Gewaltfreie Demonstrationen in den Sechziger und Siebziger Jahren organisiert Und nachdem Martin Luther King Junior und viele andere mit ihm gegen die Rassentrennung, gegen Unterdrückung der Schwarzen- und Kallert-People gekämpft haben wurden die Rassengesetze aufgehoben.
00:10:52: Es ist umso erschreckender wenn in der letzten Woche sich wieder mal der jetzige Präsident der Vereinigten Staaten offen rassistisch äußert!
00:11:05: Die Wege in die Freiheit sind politisch.
00:11:07: Als Teenager war ich selber im Südafrika – das war noch vor dem Ende der Apartheid Und damit haben wir Schwarze Studierende mit leuchtenden Augen erzählt.
00:11:20: Nelson Mandela, das ist für uns der neue Mose!
00:11:23: Er wird uns in die Freiheit
00:11:25: führen.".
00:11:26: Nelson Mandel war zu dieser Zeit noch im Gefängnis und sie hatten diesem Traum von dem Ende der Trennung der Menschen nach Hautfarben und Klassen.
00:11:36: Und in einem Jahrhundert wurde Mandela dann nach siebenundzwanzig Jahren Gefängnisauffenheit aus der Haft entlassen.
00:11:46: Die Schwarzen unterdrückten zur Rache und zur Gewalt gegen die Weißen auf, sondern führte sein Land in freie demokratische geheime Wahlen.
00:11:58: Und wurde der erste Präsident danach.
00:12:01: Seine Autobiografie heißt Der lange Weg zur Freiheit.
00:12:06: Mandela sagte ich habe gelernt Zitat dass Freiheit nicht das Ende ist Sondern dass man nach dem Besteigen eines großen Berges feststellt Das es noch viele weitere Berge zu besteigen Geld.
00:12:18: Und heute ist die Situation in Südafrika auch so, dass immer noch ja diese Situation nicht befriedet ist und gut.
00:12:27: Wege in die Freiheit ist also eine politische Botschaft.
00:12:30: Die ist gesellschaftsrelevant denn wenn man die Frage nach der Freiheit stellt ändert man die Kräfte Verhältnisse in der Gesellschaft zugunsten der Benachteiligten.
00:12:39: Daher ist es immer verdächtig, wenn Leute, die die Herrschaft wollen oder andere unterdrücken wollen von Freiheit reden.
00:12:46: Sie meinen dann meistens nur die Freiheit der Leute, die zu ihnen gehören.
00:12:51: Nicht die Freiheit aller!
00:12:54: Und zur Wahrheit gehört auch... Der Weg in die Freiheit ist ein Bergiger, ein Steiniger.
00:13:00: er hat mit Wüstenzeiten zu tun und sogar mit Sackgassen.
00:13:04: Zu den Wegen in die Freiheit – auch mit Gott – gehören Wüstezeiten anstrengende Zeiten krisenhafte Sack-Gassen.
00:13:11: Und mittendrin gehört die Erfahrung das Gott versorgt, dass Gott weiterführt, das Gott da ist.
00:13:18: Jesus war Jude, er kannte die Erzählungen des Volkes von Mose und die Erzählung vom Ausdruck aus Ägypten und der vierzigjährigen Wüstenwanderung.
00:13:28: Der Weg in die Freiheit war kein kurzer Weg – da gab es keine schnelle Abkürzung!
00:13:32: Es war ein langer Weg.
00:13:34: Jesus kannte Geschichte, die lange Geschichte vom Weg in Die Freiheit.
00:13:39: Und Jesus kante die Muster mit den Menschen auf dem Weg in diese Freiheit immer wieder reagieren wenn die Freiheit nicht sofort da ist.
00:13:48: Menschen in Krisenzeiten reagieren typischerweise wie auch schon die Israeleten bei der Wüstenwanderung und ich habe euch drei Beispiele mitgebracht, die aus meiner Sicht typisch sind.
00:13:57: Wie Menschen in der Wünste reagieren wenn die Freiheit noch nicht da ist.
00:14:03: Meckern und motzen!
00:14:05: Das ist der Stuhlgang der Seele.
00:14:07: im alten Israel hört sich das so an?
00:14:09: hätte der Herr uns doch in Ägypten sterben lassen.
00:14:12: dort saßen wir an den Fleisch töpfen und konnten uns satt essen.
00:14:15: jetzt habt ihr Mos und Aron uns in die Wüste geführt, wo wir alle vor Hunger umkommen.
00:14:21: Und die Frustrierten lassen Dampf ab und verschaffen Erleichterung sich für kurze Zeit indem sie meckern und motzen.
00:14:29: An der Situation ändert sich gar nichts.
00:14:31: alles bleibt beim Alten aber die Unzufriedenheit Die Unfreiheit wächst immer noch mehr.
00:14:37: Die Nörgler in der Wüste machen heftige Vorwürfe, vergraben sich darin recht zu haben und beschimpfen andere und machen die da oben oder irgendwen, die da unten
00:14:46: verantwortlich.".
00:14:50: Wer meckert und motzt ist ja gefangen in seinem Ärger!
00:14:55: Und die zweite Art?
00:14:57: Die Wüster streut ihn auch Sand in die Augen.
00:15:00: Manchmal meckern man über die Gegenwart und dann wird man blind für die Vergangenheit und dann isst das was früher war auf einmal alles in Gold und Rosa Und auf einmal in der Wüste.
00:15:09: fangen Sie an, dass sie die alte Zeit vergolden und antudern.
00:15:14: Das Volk verklärt seine Vergangenheit!
00:15:16: In der Wünste sagen sie, ah früher da gab es Fisch- und Melonenlauchzwiebeln und Knoblauch.
00:15:24: Früher war alles besser.
00:15:25: Es klingt wie früher kostete das Brötchen fünf Vennige und alle hatten Arbeit... ...und in der wüste vergoldet sich der Blick in die Vergangenkeit.
00:15:33: Die wird immer schöner.
00:15:35: In Ägypten gab es ja gar keine Fleischtöpfe für sie.
00:15:38: Da gab's ja Unterdrückung, Plage, Abhängigkeit – alles vergessen!
00:15:43: Nostalgie ist die Trauer, dass es heute nicht mehr so ist wie es früher auch nicht war.
00:15:50: und übrigens die Ostalgie ist genauso.
00:15:54: Da wird die DDR-Geschichte sowas von Blümarant und auch wer positive über die Nazizeit redet vergoldet da etwas der vergisst Wesentliches.
00:16:06: Und dann passiert noch was in der Wüste.
00:16:07: das ist eigentlich ganz verdreht.
00:16:10: Man denkt, ja gut wenn man wenig hat in der Wüste, Mangel an Wasser, Mangle an Essen dann wird man nörglig, da wird man hungry also weil man hungrig ist ärgerlich.
00:16:22: aber sogar wenn man im Überfluss ist kann man unzufrieden bleiben und das erleben die israeliten Denn wer genug hat, muss nicht zufrieden sein.
00:16:32: Die Wüstenwanderer erleben nicht nur Mangel in der Wüste sondern Überfluss.
00:16:36: Es wird erzählt dass sie überversorgt werden mit Manner und Wachteln in der Würste.
00:16:42: ganze Wachtelschwärme landen in der wüste Und es gibt auf einmal Fleischsatt.
00:16:46: Plinus berichtet sogar das man ein Schiff im Mittelmeer gesunken ist weil ein Wachtel Schwarm darauf Platz nahm.
00:16:52: Also es gab solche Phänomene.
00:16:54: Auf einmal hatten Sie Fleisch satt in der Wüste.
00:16:59: Aber das machte sie nicht zufrieden, sondern gierig!
00:17:01: Gierig auf noch mehr... ...gierig auch was Neues, gierich auf Abwechslung.
00:17:07: Immer nur dieses Manna-Mannath zum Frühstück und Manna zum Mittag und Manne am Abend und Manner am Spieß und Mannah am Döner.
00:17:12: und immer Manna manna manna.
00:17:14: wir wollen mal etwas anderes Und die ganze Werbewirtschaft lebt heute davon dass ihr uns einflüstert.
00:17:21: Das brauchst du noch unbedingt.
00:17:23: Du bist dann zufriedener.
00:17:26: Ohne das kannst du nicht glücklich sein, dass es der Himmel auf Erden greift zu.
00:17:30: Kauf, gönn dir was!
00:17:32: Und aus der Freiheit wird er Kaufzwang und aus der Freihheit alles online zu bestellen wird den Niedergang der örtlichen Läden übrigens.
00:17:46: Und im Überfluss wird die Gier genährt.
00:17:49: Also das sind drei Unfreiheiten, in die Menschen geraten auf dem Weg in die Freiheit.
00:17:54: Eigentlich hatten sie ja eine riesengeschichte erlebt, befreit aus der Sklavereinägypten jetzt auf einem Weg zu besseren Zeiten und mittendrin verlieren Sie die Orientierung!
00:18:03: Sie fangen an zum Meckern, sie fangen An die Vergangenheit zu vergolden, sie Fangen angierig zu werden, sie verschaffen sich Luft, sie sagen früher war alles besser, sie Sagen ich will mehr, Ich will was anderes.
00:18:13: immer das gleiche Botschaft haltet durch es wird besser.
00:18:16: nein Drei Fehlversuche sich selbst zu versorgen, statt Gott zu vertrauen.
00:18:21: Und im Gospelsong haben wir das gesungen... Aus Unterdrückung uns befrei!
00:18:32: In Christus sind wir alle frei.
00:18:35: Haben wir vor der Predigke singen?
00:18:38: Welche Freiheit bringt denn jetzt
00:18:40: Jesus?!
00:18:42: Jesus stellt sich ganz bewusst in diese Tradition von Mose und von den Geschichten des Exodus, des Auszugs aus Ägypten.
00:18:50: und als er das erste Mal predigt lässt er sich die Schriftrolle bringen und liest aus dem alten Testament vor.
00:18:57: In diesem Text habe ich euch nochmal mitgebracht den Jesus als erste Predigt hält.
00:19:03: man reichte ihm die Schrifftrolle mit dem Propheten Jesaja und Jesus rollte sie auf und fand die Stelle wo geschrieben steht da geistes Herrn Ruth auf mir Denn der Herr hat mich geseibt, er hat mich gesandt den armen Gute-Nachricht zu verkünden.
00:19:19: Den Gefangenen soll ich zurufen dass sie frei sind und dem Blinden das Sie sehen werden.
00:19:24: Den Unterdrückten soll ich die Freiheit bringen!
00:19:27: Ich soll verkündigen jetzt beginntes Jahr in dem der Herr Gnade
00:19:31: schenkt.".
00:19:32: Jesus rollte die Schriftrolle wieder zusammen gab's ihm Synagogen Digger zurück und setzte sich und alle Augen in die Synagoge waren gespannt auf ihn gerichtet.
00:19:41: da sagte er zu den Anwesenen Heute ist diese Stelle der heiligen Schrift in Eurer Gegenwart, in Erfüllung gegangen.
00:19:52: Lukas
00:19:52: IV.,
00:19:53: XVI bis XXI.
00:19:54: Jesus sagt hier, Der Herr hat mich gesalbt!
00:19:58: Also Salböl das war ein Ritus mit dem man Könige und Propheten offiziell eingesetzt hatte in ihrer Aufgabe.
00:20:05: Ein Gesalter ist also offiziel mit einer Aufgabe eingesetzter Mensch.
00:20:10: Und Jesus macht sich diese Worte zu eignen und sagt, ich bin von Gott eingesetzt!
00:20:15: Ich habe eine Mission auf dieser Erde.
00:20:17: Ich bin gesandt um ein Auftrag zu erfüllt.
00:20:20: Gottes Geist erfüllt mich.
00:20:22: Ich Bin begeistert und
00:20:24: beauftragt.".
00:20:25: Und so ist er gesandт aber zu wem es ergesandt?
00:20:28: Er sagt, Und ich frage mich tatsächlich für unser Nachdenken, für euer Nachdenkens.
00:20:42: Wer sind denn heute die Armen gefangenen, blinden und unterdrückten?
00:20:47: Armut hat viele Gesichter!
00:20:51: Ja, Armut auch ganz physische Gründe, wenn der Geldbeutel leer bleibt.
00:20:56: Genauso sind Menschen armen, wenn Menschen keine Chancen haben ihre Fähigkeiten zu entfalten Wenn niemand mehr anruft weil man sich einsam fühlt wer jemand vieles hat aber keine Hoffnung.
00:21:11: Und Jesus begegnet heute armen Menschen, die finanziell kaum über die Runden kommen oder die sich abgehängt fühlen von der Gemeinschaft.
00:21:20: Oder die vereinsamen oder die sie selber innerlich wertlos fühlen.
00:21:28: Jesus will Versorgung bringen und Würde!
00:21:33: Es geht nicht um einen von oben nach unten ich gebe dem Bettler und dann hat er was sondern Jesus bringt Würde.
00:21:39: Jesus bringt die Botschaft du bist gesehen Du bist geliebt Ich habe deinen Schrei gehört, ich habe dich gesehen.
00:21:46: Ich will dir begegnen.
00:21:48: du bist nicht allein komm folge mir
00:21:50: nach.".
00:21:51: So will Jesus von Armut befreien und die ersten Christen haben dann angefangen zu teilen tatsächlich ihre Häuser zu verkaufen Güter zuteilen Geld auszutauschen aber sie haben auch Armen geholfen die krank waren die durch Krankheit isoliert waren Und Sie haben Menschen eingeladen täglich in ihre Häuse um die sozialen Barrieren zu überwinden.
00:22:13: Wer sind die Gefangenen heute?
00:22:15: Viele Menschen sitzen nicht äußerlich hinter Gittern, sondern die Mehrheit ist anders gefangen.
00:22:19: In Gefühlen von Sorge und Angst, von Schuld und Scham, in Süchten gefangen, in Sehnsüchten, in Erwartungsdruck gefangen und in Leistungsdrucks, in digitalen Abhängigkeiten, in vergifteten Beziehungen kann ich gefangen sein!
00:22:43: Und Jesus meint alle, die auch innerlich feststecken Und deshalb will Jesus gute Wege in die Freiheit zeigen.
00:22:50: Erlösen von Schuld, von Angst, von Scham und Überforderungen vier Themen, die jetzt zu groß sind für diese Predigt und die in den letzten vier Wochen jedes Einzelnen entfaltet wurde.
00:23:02: Aber das war die guten Nachrichten, dass Jesus davon freier machen möchte!
00:23:08: Wer sind die Blinden heute?
00:23:10: Blindheit kann überwunden werden.
00:23:11: Viele Hilfsprojekte, auch der europäisch-baptistischen Mission, gehören sich tatsächlich um Augenkrankheiten, dass Menschen das augenlich länger erhalten bleibt oder wieder geschenkt wird.
00:23:21: Es gibt äußere Blindheit – doch es gibt noch mehr eine Blindheit des Herzens!
00:23:27: Blind für das Leid anderer.
00:23:29: Blind für die Bedürfnisse des Partners geworden.
00:23:33: Das war nicht immer so.
00:23:35: blind für die eigene Würde blind für die Schönheit der Schöpfung des Lebens, blind für Die Verantwortung der Gesellschaft, blind Für die Wahrheit über sich selbst und auch über Gott.
00:23:46: Und Jesus öffnet Augen, erheilt tatsächlich Blinde physisch und psychisch Geistlich!
00:23:53: Jesus lässt uns also sehen was wirklich zählt nämlich trachtet sie erst nach seiner Gerechtigkeit Nach Gerechtigkeit, nach Mitgefühl, nach Liebe miteinander.
00:24:10: Und wer sind die unterdrückten heute?
00:24:12: Unterdrückung hat auch viele Gesichter.
00:24:14: Menschen werden heute wegen ihrer Herkunft, wegen ihrer Hautfarbe, wegen Ihrer Identität benachteiligt und moderne Sklaverei betrifft Menschen in Zwangsarbeit, in Sexarbeit, im Kriegsarbeit.
00:24:29: weltweit mehr als fünfzig Millionen Menschen.
00:24:33: Menschen leben auch unterdrückt in Gewaltbeziehungen manchmal ein ganz gut gekleideten bürgerlichen Innen.
00:24:41: Menschen stehen auch unter psychischen Druck.
00:24:43: Es gibt Unterdrückte!
00:24:45: Das sind nicht nur Geschichten aus dem alten Israel, aus Ägypten.
00:24:50: Jetzt habe ich mich gefragt was ist dein Ägypte?
00:24:55: Und jetzt ist die gute Nachricht das Jesus sagt deswegen bin ich gekommen auf die Welt.
00:25:01: Ich komme um zu versorgen und um die Wunden zu verbinden.
00:25:13: Es können lange Wege der Begleitung sein durch die Wüste und auch in Sackgassen.
00:25:20: Das ist ja das Wunder, dass Israel erlebt, dass sie in einer Sacker standen vor ihnen, das Meer hinter ihnen, die Gewaltsoldaten – und Sie wissen nicht wie sollen wir da durchkommen?
00:25:29: Und das Wundern, der Teilung des Schilfmeers wird zum Symbol dafür, dass Gott sogar in der Sackkasse ein Ausweg schaffen kann!
00:25:37: Der Gottesmose, der Vater Jesu Christi und Jesus Christus wollen dich auf diesem Weg führen.
00:25:42: dich versorgen.
00:25:45: Und Jesus zeigt Wege aus Armut, Wege von Gefangenschaften, Wegen aus Blindheit und Unterdrückung.
00:25:53: Das will er mit seinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern, das will er in dieser Gesellschaft, in der wir leben oder den anderen gesellschaften weltweit für Gewaltfreiheit gegen Unterdrücken aufzustehen.
00:26:04: Deshalb hat Jesus zu seinen Nachfolgern gesagt wie mich mein Vater gesandt hat sende ich euch!
00:26:11: Deswegen bewegen uns die Nöte anderer.
00:26:13: deswegen suchen wir auch Wege in die Freiheit für andere Menschen.
00:26:19: Menschen auf dem Weg in die Freiheit können vielleicht singen, wie wir gleich als Chora mit dem nächsten Lied singen.
00:26:25: I'm no longer a slave to fear!
00:26:27: I am child of
00:26:28: God!".
00:26:30: Wir singen da, ich bin nicht mehr Sklave der Angst, Ich bin ein Kind Gottes und ich habe das für mich so übersetzt dieses Lied jetzt nicht in den Worten sondern in der Bedeutung meiner eigenen Kraftlosigkeit oder meinen Schmerzen.
00:26:50: mehr vertrauen als dem Gott, der mich durch das Leben führen und befreien will.
00:26:58: Vertrau jeden Tag dein Leben Jesus an!
00:27:00: Und erlebe die Freiheit der Kinder Gottes.
00:27:05: Amen.
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