Erlöst von Angst
Shownotes
Pastor Michael Rohde predigt darüber, dass wir von Angst erlöst sind. (Johannes 16, 33)
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00:00:12: Erlöst von Angst.
00:00:14: Mit dieser Predigtreihe bitte ich dich, deine Aufmerksamkeit, deinen Fokus auf gute Nachrichten zu setzen und nicht auf schlechte.
00:00:26: In der Reihe endlich sieben gute Nachrichten lautet die gute Nachricht heute erlöst von Angst.
00:00:33: Man könnte auch sagen, befreit von Sorgen.
00:00:38: Oder in der Angst nicht allein.
00:00:42: Oder sogar mit dem Sieger über alles Böse und den Tod.
00:00:46: auf seiner Seite.
00:00:49: Und ich bete, dass du am Ende des Gottesdienstes nicht mehr Angst hast, sondern zu Versicht, Sicherheit, Frieden.
00:01:01: Jesus hat seine Nachfolgerinnen und Nachfolger vorbereitet auf harte Zeiten.
00:01:07: Und in einer seiner Abschiedsreden im Johannes-Evangelium hat er verschiedene Gefahren genannt, die auf sie zukommen werden.
00:01:14: Und dann hat er gesagt, dies habe ich mit euch geredet.
00:01:20: Damit ihr in mir Frieden habt.
00:01:24: In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
00:01:32: Johannes XVI.
00:01:33: Vers.
00:01:33: XXVIII.
00:01:35: Ihr habt Angst.
00:01:38: Wir haben das in der Anmoderation ja auch schon gehört.
00:01:40: Angst ist ein grundlegendes Gefühl des Menschen, das immer wieder auftaucht.
00:01:44: Wer Angst hat, ist besorgt, aufgeregt in Situationen, die ihm bedrohlich vorkommen.
00:01:50: Und Angst ist auch ein Alarmsystem unserer Seele und des Körpers psychosomatisch, bei dem unser ganzes System auf Alarm geschaltet ist.
00:01:59: Wenn wir Gefahr wittern, dann schaltet sich dieses Alarmsystem an und wir sind bereit zur Flucht oder zum Kampf oder zu erstarren.
00:02:08: Und Angst ist eine Energie, welche diese Sinne schärft.
00:02:11: Wir nehmen dann Gefahren ganz besonders aufmerksam wahr.
00:02:14: Alle Antennen sind auf die mögliche Bedrohung ausgerichtet.
00:02:21: Angst fordert, also zum Handeln auf.
00:02:23: Angst zwingt quasi dazu, enthandeln zu gehen, etwas zu machen, eben zu fliehen, zu kämpfen, zu erstarren.
00:02:29: Und die Psychologen sagen uns, ohne Angst gäbe es die Menschheit nicht mehr, weil sie wäre nicht vom Zahn-Tieber weggelaufen, statt vor ihm zu, also es wäre nicht geflohen.
00:02:41: Und man hat tatsächlich festgestellt, im Angstzustand kann man twenty-fünf Prozent schneller laufen als ohne Angst.
00:02:49: Und das war beim Zahn-Tieber dann ziemlich entscheidend.
00:02:55: Meistens versuchen wir als Menschen etwas gegen die Angst zu machen.
00:02:58: Und das funktioniert eigentlich nicht, denn wer gegen seine Angst etwas tut, steigert sie meistens noch.
00:03:04: Nun muss ich eins vorweg schicken, ich spreche mit dieser Predigt nicht über psychische Angststörungen und über klinische Panikattacken.
00:03:12: Und es gibt Therapie um Psychotherapie.
00:03:15: Und wenn ihr heute noch in euren Spotify oder anderen Podcast-Kanal geht und das Thema Angst eingebt, dann habt ihr eine Flut an Ratgebern und Hilfe zum Thema Umgang mit Angst, die fachlich versiert ist und wirklich gut.
00:03:28: Wie geht es heute ja um einen geistlichen Umgang mit Angst?
00:03:33: Und das schließt dich nicht gegenseitig aus, aber ich muss das in Klammern dazu sagen.
00:03:38: Wie kann ich seelisch gesund mit Ängsten umgehen?
00:03:41: Und ich glaube, in diesem Bibelwort steckt erstmal auch eine Wahrheit, die Jesus ausspricht, Jesus sagt, erstmal zugeben, dass du Angst kennst.
00:03:50: Die Angst benennen, die Angst beleuchten, ins Licht holen, nicht im Dunkeln lassen.
00:03:56: Zugeben, sich manchmal ohnmächtig oder hilflos zu fühlen, Angst zu haben, bedroht zu werden, beklaut zu werden, verletzt zu werden, seelisch oder auch körperlich, in der Welt habt ihr Angst.
00:04:08: Angst gehört zum Leben.
00:04:11: kann hier auch übersetzen, in der Welt erlebt ihr Bedrängnis.
00:04:14: Es gibt da Gefahren.
00:04:16: Es sind nicht nur eingebildete Gefahren.
00:04:18: Das ist auch ein Thema der Psychologen, dass es auch ganz viele Gefühle gibt, die wir haben, die gar nicht mit der Realität geweinstimmen.
00:04:25: Ich hatte eine Freundin, die hatte Angst vor Spinnen.
00:04:27: Und natürlich gibt es ganz gefährliche Spinnen, aber die meisten Spinnen hier bei uns sind völlig ungefährlich.
00:04:33: Das heißt, nur weil ich das Gefühl habe, dass ich Angst habe vor der Spinne, ist die Spinne nicht wirklich eine Gefahr.
00:04:38: Aber das ist eben ein Sonderthema.
00:04:41: Aber zugeben, ich habe Angst, ist gar nicht so einfach.
00:04:45: Das auch gegenüber anderen und auch gegenüber Gott.
00:04:51: Jesus hat als Mensch einen besonderen Moment der Angst erlebt.
00:04:55: Er ahnte, dass er gefangen genommen wird und er zieht sich zurück zum Beten im Garten Gezemanee.
00:05:01: Und Beten war für ihn eine Strategie im Umgang mit der Angst und auch es anderen zu sagen.
00:05:08: Und das lesen wir.
00:05:09: Der Evangelist Markus berichtet, sie kam zu einem Grundstück, das geht Seemani hieß, und er sagte zu seinen Jüngern, setzt euch und wartet hier, während ich bete.
00:05:19: Und er nahm Petrus Jakobus und Johannes mit sich, da ergriff ihn Furcht und Angst, und er sagte, meine Seele ist zu Tode betrübt.
00:05:31: Bleibt hier und wacht.
00:05:36: Und da ging ein Stück weiter, warf sich auf die Erde nieder und betete, dass die Stunde wenn möglich an ihm vorübergehe.
00:05:48: Die Wortwahl der Bibel, auch in der Übersetzung, ist hier sehr sprechend.
00:05:51: Die Angst ergriff ihn.
00:05:54: Ja, Angst ist so ein Gefühl der Enge, der Beklemmung und die Angst kann wie so eine Person, die einen in den Griff nimmt, die einen um den Hals geht und die Luft zum Atem nimmt.
00:06:04: Und so erlebt es Jesus.
00:06:06: Zum Leben gehört Angst.
00:06:09: Aber die Angst soll nicht die Herrschaft übernehmen.
00:06:12: Sie soll nicht das Kommando haben.
00:06:14: Und was tut Jesus?
00:06:15: Er sucht sich im Moment der Angst die Unterstützung von anderen Menschen, in denen er sagt, steht mir bei, wacht, betet.
00:06:23: Und er sagt seinen drei Freunden Jüngern, Petrus Jacobus und Johannes auch, meine Seele ist die Tode betrübt.
00:06:31: Ja, er offenbart das.
00:06:33: Er schämt sich nicht für die Angst und lässt sie deshalb im Verborgenen, sondern er offenbart sie.
00:06:38: Und dann geht er ins Gebet, aber er teilt es auch mit Menschen.
00:06:42: Und in seiner Angst betet er dann zum himmlischen Vater und spricht seine Angst offen aus.
00:06:48: Und als Mensch zeigt uns hier der Sohn Gottes, eine Möglichkeit mit Angst umzugehen.
00:06:53: Eine erste wirklich gute Nachricht.
00:06:55: Mit deiner Angst bist du nicht allein.
00:06:58: Du kannst mit deinem himmlischen Vater darüber sprechen, deinem Schöpfer.
00:07:03: Gott hat eine Ohr für deine Angst.
00:07:06: Er steht dir bei.
00:07:07: Und deshalb steht im alten und neuen Testament, dreihundertsechzigmal, fürchte dich nicht.
00:07:14: Und ganz oft steht dabei, denn ich bin bei dir.
00:07:19: Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir.
00:07:25: Da steht also nicht, fürchte dich nicht.
00:07:28: Das Bildest du dir alles mal ein.
00:07:29: Das ist gar nicht real.
00:07:31: Das kann manchmal eine Hilfe sein, sondern die Beistand zu sagen, Gottes ist, wenn du dich fürchtest.
00:07:37: Du bist nicht allein.
00:07:38: Ich bin da.
00:07:41: Du bist nicht allein mit deiner Angst.
00:07:42: Da ist jemand.
00:07:43: Und Gott ist nicht irgendwer, der auch mit im Raum deiner Angst ist, sondern er ist der Herr und er ist mächtiger als die Angst.
00:07:54: Es gibt dunkle Momente im Leben, in denen wir Angst schmecken.
00:07:58: Und letztlich ist das auch die Angst, dass etwas in uns sterben muss, dass wir etwas verlieren oder sogar unser Leben verlieren.
00:08:08: Und es gibt Situationen, in denen Menschen Angst benutzen als Waffe gegen Menschen, denen sie Menschen einschüchtern.
00:08:18: Das tun Gruppen, das tun Parteien.
00:08:20: Sie haben Vorteile davon, wenn sie vielen Menschen Angst machen.
00:08:23: Angst vor Gewalt, Angst vor Fremden, Angst vor dem Bösen, Angst vor irgendetwas Ungewissen.
00:08:29: Und es ist eine gute Nachricht.
00:08:31: Ich möchte euch daran erinnern, wie ein Friedensnobelpreisträger mithilfe seines Glaubens an Jesus im Umgang mit der Angst in seinem Leben umgegangen ist.
00:08:45: In der vergangenen Woche war der Martin Luther King Day in den Vereinigten Staaten und damit wird einen mutigen Einsatz von diesen Baptisten für Frieden und Gerechtigkeit erinnert.
00:08:55: Zu jener Zeit herrschte die Rassentrennung in den USA.
00:09:00: Alltäglichi herrschte die.
00:09:03: Das war ein Gesetzen geregelt.
00:09:04: Schwarze und weiße leben getrennt.
00:09:07: Nach Hautfarben getrennte Schulen, nach Hautfarben getrennte Kirchen, nach Hautkram getrennte Busabteile und Zugabteile, nach Hautfarben separierte Toiletten wie auf dem Bild und Waschbecken.
00:09:18: Das war üblich.
00:09:20: Und mit acht Jahren... Lebensjahren musste Martin Luther King Junior miterleben, wie sein Vater im Schulladen nicht bedient wurde, weil er auf dem Stuhl Platz nahm, der für weiß reserviert war.
00:09:31: Und sein Vater hat den Schulladen verlassen und Daddy King hat gesagt, ich werde dieses System nie anerkennen, ganz gleich, wie lange ich unter ihm leben muss.
00:09:41: Und als Martin Lusser ging selber, twenty-fünf Jahre alt war, bekam er, er war da ein Pastor der Dexter Avenue Baptist Church, ein Telefonanruf.
00:09:49: Herr Nixon rief ihn an, also ein ganz normale Herr Nixon, nicht der Präsident, und der war am Apparat und hat ihm vorgeschlagen, einen Busboy-Codge zu organisieren.
00:09:58: Nixon hatte nämlich am ersten Dezember nineteenhundertfünfundfünfzig beobachtet, wie mit Rosa Parks umgegangen wurde.
00:10:05: Eine ganz einfache Schwarzenäherin, Rosa Parks, blieb an diesem Tag ganz müde vom Tag im Bus sitzen.
00:10:12: Sie setzte sich auf den ersten Sitz, den nicht für weiß reserviert war, sondern hinter der Reihe der Weißen, aber hinter die weiße Reihe auf den ersten.
00:10:23: Und dann wurde sie aufgefordert, vom Busfahrer weiter hinten im Busplatz zu nehmen.
00:10:27: Und sie blieb sitzen.
00:10:29: Bis der Busfahrer zwei Polizisten rief und zwei Uniformierte, sie verhafteten, weil sie sitzen blieb, wegen öffentlicher Ruhestörungen.
00:10:38: Und Herr Nixen war in diesem Bus, hat dieses unwürdige Schauspiel mit angesehen und hat deshalb Pastor King angerufen und zum Bus Bus Boycott vorgeschlagen.
00:10:48: Nur so können wir den Weißen klarmachen, hat er gesagt, dass wir uns eine solche Behandlung nicht mehr gefallen lassen.
00:10:53: Und zwei Tage später, es gab noch keine Gemeinde-App, hat man Handsetel in Gottesdiensten verteilt, man hat die Regionalzeitung informiert, die auf der Titelseite über den Bus Boycott informierte und am fünften, zwölften, waren die Busse leer.
00:11:08: Fast hundert Prozent der Schwarzen waren nicht mehr mit dem Bus unterwegs, sondern per Fuß mit dem Fahrrad, mit dem Privatauto, mit dem Sammeltaxi.
00:11:18: Übrigens auch zu den Weißen, in denen sie häufig als Haushälterinnen, Haushälter gearbeitet haben.
00:11:24: Und manche Weißer haben sie sogar mit dem Sammeltaxi abgeholt.
00:11:27: Aber das ist natürlich nur humorvoll.
00:11:29: Denn am Abend des fünften Dezember war es nicht mehr humorvoll.
00:11:33: Martin Luther King wollte keine Ruhe geben.
00:11:35: Der erste Tag durch Busboy Kotz und er hat Droh-Anrufe bekommen.
00:11:40: King, wir haben nichts gegen Neger.
00:11:42: Sie sollen nur ruhig sich verhalten wie bisher.
00:11:44: Dann ist alles in Ordnung.
00:11:45: Mischen Sie sich nicht einfach ein.
00:11:47: Ein anderer rief an, du schwarze Affeking, wenn du hier den starken großen Mann spielen willst, schlagen wir dir den Schädel ein.
00:11:54: Der nächste, wir lassen dein schönes Haus hochgehen.
00:11:56: Ein kleines Dynamikbörmchen.
00:11:59: Oder... Eine Postkarte, raus aus der Stadt, oder es passiert das und das.
00:12:06: Unterschrieben mit KKK.
00:12:10: Das ist der rassistische Kukuksplan.
00:12:13: Unterstand auf der Postkarte, Gott will keine Einigung und keinen Zusammengehen zwischen weißen und schwarzen.
00:12:21: Das schrieben die Rassisten.
00:12:23: Weiße Ritter des Kupflugs Glanz genannt.
00:12:25: Sie trugen weiße Kapuzengewänder, tarnten sich als Christen, aber sie missbrauchten das Kreuz und missbrauchen es bis heute.
00:12:33: Sie zünden es an, um schwarzen Kirchenhäuser in Brand zu setzen, Privathäuser, um zu bedrohen, zu beleidigen, zu hetzen, zu töten, alles im Namen ihres Christus und einer weißen Herrenrasse.
00:12:49: Martin Luther King und seine Ehefrau Coretta bekommen angesichts der Telefondrogen Es mit der Angst zu tun.
00:12:57: Und später werden aus diesen Taten auch Worte in ihr Haus, wird eine Brandbombe geworfen.
00:13:02: Und man könnte noch mehr Begebenheiten aus dieser Zeit erzählen.
00:13:05: Es dauert ein Jahr.
00:13:08: An Bus Boykott als Rosa Parks und Martin Luther King das erste Mal in einem Bus ohne Rassenschranken fahren.
00:13:18: Rassismus hat einen langen Atem.
00:13:21: Und wenn irgendwer Ähnlichkeiten sieht zwischen heutiger Fremdenfeindlichkeit, heutigen Einschüchterungsvor... versuchen.
00:13:27: Heute im sogenannten christlichen Nationalismus, der ist leider nicht zufällig.
00:13:36: Und wir haben aktuell eine Situation, in der führende Person in der Welt einen weißen, rassistischen Nationalismus predigen und für christlich halten.
00:13:48: Aber mein Thema ist ja, wie hat denn jetzt Martin Luther King mit seiner Angst, wie hat er darauf reagiert?
00:13:55: Wenn wirklich eine solche bedrohliche Lage ist, und davon möchte ich erzählen, Er hat wirklich geglaubt und dieser Glaube hat sich konkret geäußert.
00:14:04: Martin Luther King wuchs in einer Pastorenfamilie auf, schon sein Vater war Pastor und er selber war ein überzeugter Nachfolger Jesu und lebte für seinen Glauben.
00:14:12: Auch als Pastor studierte die Evangelien und er erkannte, wie radikal hat sich Jesus für Gerechtigkeit eingesetzt.
00:14:19: Und als die Drohungen zunahmen, da bekommt Martin es selber mit der Angst zu tun und erinnert sich daran und schreibt das auf.
00:14:29: In diesem großen Zustand äußerster Erschöpfung und völliger Mutlosigkeit legte ich Gott meine Not hin.
00:14:40: Ihn Kopf in den Händen betete ich laut.
00:14:44: Die Worte in dieser miter nächtlichen Stunde sind mir noch eine lebendige Erinnerung.
00:14:52: Dieses Zeug führt uns in eine Mitternacht von Martin Luther King und wie er sagt, ich kann nicht mehr.
00:15:00: Ich gebe auf.
00:15:02: Meine Angst ist so groß.
00:15:07: Und dann schreibt der Folgendes.
00:15:09: Herr, ich glaube, dass ich für eine gerechte Sache kämpfe, aber jetzt habe ich Angst.
00:15:15: Die Leute sehen auf mich als ihren Führer und wenn ich so ohne Kraft und ohne Mut vor ihnen stehen, dann werden sie auch wankend werden.
00:15:22: Ich kann nicht mehr weiter.
00:15:23: Ich habe den Punkt erreicht, wo ich allein es nicht mehr schaffe.
00:15:28: Und in diesem Augenblick erlebte ich die Gegenwart Gottes wie nie zuvor.
00:15:34: Mir war als höre dich eine innere Stimme, die mir Mut zusprach, steh auf für die Gerechtigkeit, steh auf für die Wahrheit und Gott wird immer an deiner Seite sein.
00:15:46: Fast augenblicklich waren meine Ängste dahin, meine Unsicherheit verschwand, ich war bereit, allem ins Auge zu sehen.
00:15:59: Wenn ich das lese, mich ermutigt das sehr, weil das heißt hier, Gott ist eine Person, mit der ich alles besprechen kann und In seiner Angst betet Martin Luther King zu Gott, öffnet ihm sein Herz, vertraut ihm seine Ohnmacht an, seine totale Erschöpfung, seine Schwäche und in dem Moment geschieht, was Jesus seinen Jüngern in der Abschiedsrede gesagt hat.
00:16:23: Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt.
00:16:30: In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost.
00:16:34: Ich habe die Welt.
00:16:36: überwunden.
00:16:37: Und damit bezeugt er nicht Martin, der starke Martin hat seine Angst bekämpft und besiegt, sondern Jesus in ihm.
00:16:46: Jesus in ihm hat die Angst überwunden.
00:16:50: Er nennt das einen besonderen Moment der Gegenwart Gottes.
00:16:56: Jesus kann befreien aus dem Griff der Angst.
00:16:59: Das ist die gute Nachricht.
00:17:01: Jesus kann echten Frieden schenken, mitten in der Angst.
00:17:07: Ich möchte euch noch vom Zeugnis eines Menschen erzählen, den ich persönlich gerne, der heute lebt und der nicht ermordet wurde, Martin Luther King, ist voller Mut gewesen und gleichzeitig ein Märtyrer.
00:17:23: Ich möchte euch einen Buch empfehlen von einem ehemaligen Studenten von mir, Markus Basteck, der jetzt Pastor ist, schon länger, erst zweiundvierzig Jahre alt und er hat vor wenigen Jahren das Buch geschrieben, Der Angst entkommen.
00:17:36: Und dann entfaltet er seine persönliche Geschichte.
00:17:39: Er erzählt von Panikattacken, die er hatte.
00:17:42: Als Kind im Studium, auch später als Erwachsener, als Pastor.
00:17:47: Er erzählt von Angstzuständen und von seiner Glaubensgeschichte, im Umgang mit der Angst.
00:17:52: Und er betrachtet ganz verschiedene Bibeltexte und wie dort Gott und die handelnden Personen mit Angst umgehen.
00:18:00: Und aus diesem Buch ein Zitat, die Angst machte einen Riesenlärm in meinem Leben.
00:18:08: Sie tobte wie ein dauerhafter Sturm, der mich nicht zur Ruhe kommen ließ.
00:18:12: Sie verfolgte damit einen Zweck, ich sollte Gottes Stimme nicht mehr hören und auch nicht mehr suchen.
00:18:21: Und als ich mitten im Sturm meiner Panik aufstand, um Gottes Segen zu empfangen, tat ich genau das, indem ich mich Gott mit Haut und Haaren auslieferte, lieferte ich mich endlich nicht mehr der Angst aus.
00:18:33: Und Gott zeigte unverzüglich, dass ich auf den richtigen Herrn gesetzt hatte.
00:18:38: Er entwaffnete die Angst, und wie sie so mächtig in die Schranken, dass ich bis heute und mein ganzes Leben lang davon profitiere, nicht ich habe die Angst besiegt, sondern er.
00:18:53: Und das Buch ist nicht naiv, im Sinne von, es gab diesen einen Moment, seitdem habe ich keine Angst mehr.
00:18:58: Er erlebt auch jetzt noch Angstzustände manchmal, aber er weiß jetzt, die Angst hat nicht das Kommando.
00:19:05: Sie hat nicht die Herrschaft über sein Leben, sondern er hat einen, der mächtiger ist und den hat er erfahren.
00:19:11: Und er geht auch noch auf ein Thema ein, das ich heute nicht vertiefen kann, nämlich auf das Thema Angst vor Gott und wie das sich in seinem Leben verwandelt hat, das er Gott als Liebenden und beim Herzlichen Gott kennengelernt hat, von dem er keine Angst zu haben braucht.
00:19:27: Buchempfehlung der Angst in kommen, Markus Bastek.
00:19:31: Ein zweiter Aspekt zu Martin Luther King, von dem man lernen kann, mit Angst umzugehen.
00:19:36: Er hat etwas getan, eine sehr wirksame Methode gegen die Angst, er hat geträumt.
00:19:41: Und zwar... Er sollte eine Rede halten, hat eine lange Rede vorbereitet, ein langes Schriftkonzept.
00:19:50: Und mittendrin hat ein Bekannter zu ihm gesagt, tell us your dream.
00:19:54: Erzähl uns dein Traum.
00:19:55: Und dann hat er ein freier Rede angefangen zu sprechen und die meist zitiertete Rede der Weltgeschichte gehalten.
00:20:02: Ich träume davon, dass eines Tages auf den roten Hügeln Georgias die Söhne früherer Sklaven und die Söhne ehemaliger Sklavenhalter bereit sein werden, sich gemeinsam an den Tisch der Brüderlichkeit zu setzen.
00:20:14: Ich träume davon, dass selbst der Staat Mississippi heute, müsste man wie Suri sagen, der heute vom menschlicher Ungerechtigkeit überquillt, der von der Hitze der Ungerechtigkeit sieht.
00:20:23: zu einer Oase der Freiheit und der Gerechtigkeit wird.
00:20:28: Ich träume davon, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen der Farbe ihre Haut, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden.
00:20:40: Wer träumt, wer eine positive Vision entwickelt, das ist damit gemeint, der gibt nicht den schlechten Nachrichten und den Gefahren und der Angst recht.
00:20:51: und rechnet hoch, was noch alles passiert, sondern findet sich nicht mit den Gegebenheiten ab, die er sieht.
00:20:58: Wer träumt, sieht weiter als der Horizont.
00:21:02: Wer träumt, kann sich noch schöneres vorstellen als das, was jetzt Gesetz ist.
00:21:06: Und der Glaube bringt... King zum Träum.
00:21:09: Er sagt, mit diesem Glauben werden wir den Berg der Verzweiflung behauen, ein Stein der Hoffnung.
00:21:14: Mit diesem Glauben werden wir gemeinsam arbeiten können, gemeinsam beten können, gemeinsam kämpfen können, gemeinsam in das Gefängnis gehen können.
00:21:24: Das finde ich an diesem Lebensbild ja so krass, dass sie ja nicht... eine Wellness Theologie hatten, dass sie gesagt haben, ja Gott nimmt ihr alle Angst und dann geht es dir immer gut und du hast ja immer positive Umstände, sondern sie waren dadurch bereit zu leiden für ihre Überzeugung, für ihren Glauben, für Menschenrechte, für alles.
00:21:43: Und dann sagt er, das können wir dann, wenn wir jubeln mit den Worten unseres alten Spiritals singen, endlich frei, endlich frei, Friedlers, dank sei Gott dem Ermächtigen, wir sind endlich frei.
00:21:55: Sein Traum bestand ganz biblisch in einer Bilaf-Community, in einer liebevollen Menschengemeinschaft, von einer gerechten und friedvollen Gesellschaft, von einer Einheit in Vielfalt, der Hautfarben und aller anderen Unterschiede.
00:22:10: Und dieser Traum, der war stärker als die Ängste vor den Feinden der Vielfalt, stärker als die Ängste vor Terror, stärker als die Ängste vor Rassisten, als die Ängste vor Fremden, vor Radikalen.
00:22:26: Also wie ist Martin Luther King mit seinen Ängst umgegangen?
00:22:30: Er glaubte an Jesus, er suchte das Gespräch mit anderen, er träumte von einer liebevollen Gemeinschaft und dann handelte er und leistete gewaltfrei Widerstand.
00:22:42: Also er blieb ja nicht ein Träumer, der so eine ganz große Vision von einer anderen Gesellschaft hatte und das war es.
00:22:49: Und er blieb auch nicht sozusagen in der Anbetung, sondern er wurde zu einem der durch seine Worten und Taten die Gesellschaft verändert hat.
00:22:59: Und natürlich ist es tragisch, dass er ermordet wurde.
00:23:01: Aber seinen Traum konnten man dadurch nicht töten.
00:23:06: Und hört mal, was er zwei Monate vor seiner Ermordung seiner Heimatgemeinde in einer Predigt gesagt hat, weil er da angefangen hat, über seinen Tod nachzudenken.
00:23:16: Und da hat er Folgendes gesagt.
00:23:21: Hin und wieder denke ich auch an meinen Tod.
00:23:24: Ich denke an meine Beerdigung.
00:23:27: Ich möchte keine lange Beerdigung.
00:23:30: Und wenn ihr jemanden die Grabrede halten lasst, sie sollen nicht zu lange reden.
00:23:35: Sagt nicht, sie sollen nicht erwähnen, dass ich den Friedensnobelpreis erhielt.
00:23:39: Das ist nicht wichtig.
00:23:42: Sie sollen nicht erwähnen, dass ich dreihundert oder vierhundert Auszeichnungen erhalten habe.
00:23:46: Das ist nicht wichtig.
00:23:49: Ich möchte, dass an jemand an dem Tag sagt, Martin Luther King Juna versuchte, mit seinem Leben anderen zu dienen.
00:23:56: Ich möchte, dass jemand an jenem Tag sagt, Maas in Lukakim versuchte, Liebe zu üben.
00:24:01: Ich möchte, dass ihr an jenem Tag jemand sagen könnt, ich versuchte, die Hungringen zu speisen.
00:24:08: Ich möchte, dass ihr sagt, ich versuche, versuchte, die Menschheit zu lieben.
00:24:12: Ich versuchte, ihr zu dienen.
00:24:17: Was Martin Luther King über sich hören möchte bei seiner Beerdigung, ist zusammengefasst.
00:24:22: Ich bin Christ gewesen und ich habe versucht, nach dem Vorbild Jesu zu leben.
00:24:27: Ich habe versucht, Menschen zu lieben.
00:24:39: Mich hat es zuletzt unglaublich berührt, dass bei der Beerdigung von Eduard Stürmer, einem Lagerarbeiter und stapler Fahrer, dreihundert Menschen waren.
00:24:52: Aus dem Dorf, aus der Nachbarschaft, aus der Verwandtschaft, aus der Community.
00:24:59: Und ihr Zeugnis war, das war ein Mensch, der geliebt hat.
00:25:06: Ohne Friedensnobelpreis.
00:25:12: Nach dem Busboy-Kott formulierte ging dann die Grundprinzipien des gewaltlosen Widerstands.
00:25:20: Also, es hat total unmodern geworden, weil wir heute immer so einen Wissen sagen, mach durch Stärke, mach durch Waffen, mach durch Gewalt, da fühlen wir uns mächtig im Moment.
00:25:31: Und ich kann nur sagen, damals hat man die Methode des gewaltlosen Widerstands erprobt.
00:25:38: Und das ist keine Methode für Feiglinge, die sich nicht wehren können, sondern Das Ziel ist auch nicht, dass der Gegner erniedrigt wird, sondern, dass man sich mit ihm aushöhnt, war das Ziel.
00:25:52: Aber dazu mussten die Menschen, die gewaltlos Widerstand leisten, bereit seien, Herabsetzung zu ertragen, ohne nach Vergeltung zu streben.
00:26:00: Wer an die Gewaltlosigkeit glaubt, ist king überzeugt, besitzt einen enormen Glauben an die Zukunft und die Kraft Jesu.
00:26:09: Und der zivile Ungehorsam gegen bestehende Gesetze kostete vielen Menschen einen Preis, nämlich Beleidigungen, Bedrohungen, Geldstrafen, Gefängnisstrafen.
00:26:19: Martin Luther King war selber ganz oft im Gefängnis und Gewalt.
00:26:24: Und das ist auch heute so.
00:26:26: Die Menschen, die jetzt in Missouri auf die Straße gehen und sich dahin stehen und beten oder auf die Knie fallen oder Plakate hochhalten, erproben eigentlich gewaltlosen Widerstand.
00:26:40: Natürlich hat die Regierung Interesse daran, dass das nach Gewalt aussieht.
00:26:44: damit sie dann wieder zuschlagen kann.
00:26:47: Das sind die selben Methoden wie zur Zeit von King.
00:26:50: Aber er hat durch Beten, Träumen und durch gewaltlose Reden und Handeln Schritt für Schritt alle diskriminierenden Gesetze der Rassentrennung in USA aufgehoben, auch wenn das in den Köpfen und Herzen noch ganz viel mehr Zeit braucht und braucht bis heute.
00:27:08: Wenn Jesus jetzt sagt, In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden, dann sagt ja Jesus, alles was dir Angst machen kann, hat nicht das letzte Wort.
00:27:22: Es muss deine Gefühle, es muss dein Leben nicht bestimmen, sondern ich habe das Böse überwunden, sagt Christus, der Auferstandene.
00:27:29: Jesus hat alle Ungerechtigkeit und alles Böse dieser Welt auf Sicht genommen, um es zu überwinden, erlöst von Angst.
00:27:41: Dieser Aspekt Diese Aspekte waren mir heute wichtig.
00:27:44: Und ich möchte dich herausfordern, an Jesus zu glauben, ihm zu vertrauen, im Gebet zu ihm zu kommen, zu träumen von einer, ja, von Gott geliebten Gemeinschaft, von einem liebevollen und gemeinsamen Umgang.
00:28:00: Und zu handeln, gewaltfrei, aber ohne ein Feigling zu sein.
00:28:07: Und dann wirst du erleben, der Friede Jesu ist stärker als deine Angst.
00:28:14: Seine Liebe hat das letzte Wort.
00:28:17: In ihm ist Frieden.
00:28:19: Das habe ich euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt, sagt Jesus.
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