Endlich! Alles neu

Shownotes

In der neuen Predigtreihe "Endlich! 7 gute Nachrichten" startete Pastor Michael Rohde mit einer Predigt über die Jahreslosung 2026: "Siehe, ich mache alles neu" (Offenbarung 21,5).

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00:00:07: Gott spricht, siehe, ich mache alles neu.

00:00:12: Welche Gefühle ruft diese Formulierung alles neu bei dir aus?

00:00:18: Also was ruft das bei dir wach, wenn jemand meint, alles wird neu?

00:00:25: Manche Menschen freuen sich regelrechtig auf das Neues, eine neue Serie, ein neues Betriebssystem, eine neue Währung, ein neues Auto, ein neues Waschmittel.

00:00:34: was auch immer endlich neu, endlich ausprobieren, entdecken, loslegen.

00:00:38: Es gibt Menschen, die lieben Veränderungen und die sind schon vom Bekannten und Gewohnten ganz schnell gelangweilt oder genervt.

00:00:47: Solche Menschen sind aber statistisch gesehen selten.

00:00:54: Die meisten Menschen müssen erst überzeugt werden, ob das Neue wirklich besser ist als das Alte.

00:01:02: Und mögen auch Veränderungen nur wenn es unbedingt nötig ist.

00:01:09: Einige Kräfte in unserer Gesellschaft heizen sogar die Stimmung an, dass früher alles besser war und zurück in die Vergangenheit das bessere Vorwärts wäre.

00:01:21: Und dazu trägt auch bei, dass wir emotional und praktisch als Gesellschaft mit verschiedenen Krisen gleichzeitig mit den Gefühlen umgehen müssen.

00:01:32: Der von Menschen gemachte Klimawandel erhitzt die Erde.

00:01:36: Und zusätzlich werden bewusst Brände gelegt, Ängste geschürt, gehetzt, gehasst.

00:01:45: Der Kampf um Territorium, um Bodenschätze, um Öl, um Einflussphären, um Identität führt zu Kriegen, zu Bombenangriffen, sogar in Europa gegen die Ukraine und auch zu Terrorismus und Attacken durch Staaten jetzt letzte Nacht in Venezuela.

00:02:02: Und der Kampf um die Zukunft mit heißen Mitteln wird er ausgefrucht.

00:02:06: mit Worten, nicht nur mit Worten, auch mit Waffen.

00:02:12: Also welches Gefühl wird bei dir wachgerufen, wenn es um Veränderungen geht und etwas Neues?

00:02:21: Bei der Gemeindefreizeit im Mai letzten Jahres haben wir uns mit fünfzig Personen über den Umgang mit Veränderungen Gedanken gemacht und das reflektiert und dabei auch diese Grafik kurz angeschaut, welche Gefühle bei Veränderungen wachgerufen sind und das ist total vielfältig, nämlich Angst, und Unsicherheit, Trauer, Abschied, Wut, Ärger, Freude, Hoffnung und noch viele andere Gefühle noch dazu.

00:02:49: Und wenn man so von Phasen der Veränderung ausgeht, von Zufriedenheit über Verleugnung, Chaos, Verwirrung bis zur Erneuerung, dann ist es so, es gibt keine einfache Abkürzung bei Veränderungen.

00:03:00: Also zufrieden mit dem gegenwärtigen Zustand und dann glücklich mit dem neuen quasi so, ne?

00:03:05: Von da nach da, das gibt es im Leben nicht, sondern der Veränderungsprozess, der ist immer ein Weg.

00:03:15: Ein Weg der Gefühle, ein Weg der Verarbeitung, auch von Widerstand, ein Weg von Ablehnung und Bejahung und vieles mehr.

00:03:26: Deshalb frage ich jetzt, was heißt denn neu in der Jahreslosung?

00:03:31: Was heißt hier überhaupt?

00:03:33: Alles wird neu.

00:03:35: Was hört der Seeer Johannes, der das Buch der Offenbarung geschrieben hat, Gott rufen, ein Gott, der auf dem Thron sitzt und sagt, siehe, ich mache alles neu.

00:03:47: Neu ist hier kein Etikettenschwindel.

00:03:51: Es ist nicht einfach nur ein neues Label, ein neues Etikett, nicht nur ein neues Design oder eine neue Verpackung.

00:04:02: Neu meint hier kein Losesversprechen und kein oberflächliches Lockmittel zum Kaufanreiz.

00:04:09: Neu ist hier kein Ersatz.

00:04:12: Also nicht, das Alte wird entsorgt und das Neue ersetzt das Alte.

00:04:18: So haben es viele Prediger, die Bibel lange Zeit ausgelegt, die Welt würde den Abgrund entgegen gehen, es würde alles schlimmer werden und dann wird in einer großen Katastrophe alles enden und die Welt wird entsorgt und dann wird alles neu.

00:04:32: Aber diese Abgrundtheologie, die passt nicht zu den prophetischen Worten, die wir im alten Testament hören und auch nicht zu dem, was der Ihr seht.

00:04:41: ja, Johannes sieht.

00:04:44: Ihr sah ja, wir haben am Ewiskalssonntag über diesen Text nachgedacht.

00:04:49: Seht, sagt der Prophet.

00:04:50: im Namen Gottes.

00:04:52: Gott sagt, seht, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde.

00:04:55: Dann denkt niemand mehr an das, was früher war.

00:04:58: Es ist für immer vergessen.

00:05:00: Freut euch und jubelt ohne Ende über das, was ich jetzt erschaffe.

00:05:04: Ich mache Jerusalem zu einer Stadt des Jubels und seine Bewohner erfülle ich mit Freude.

00:05:10: Und auch wenn ich über Jerusalem jubeln und mich über meinen Volk freuen, wann wird dort niemand mehr weinen hören?

00:05:16: Die Klage ist für immer verstummt.

00:05:20: Jesaja, dieser Prophet im alten Testament und Johannes, der Seeer im neuen Testament, die hören Gott, wird diese Erde mit ihren Menschen und Tieren, mit allen Geschöpfen verwandeln.

00:05:32: Er wird sie transformieren.

00:05:34: Er wird sie erneuern.

00:05:39: Neu ist für Gott also eine neue Qualität, eine neue Qualität, ein verwandeltes Herz, eine verwandelte Welt.

00:05:50: und dieser Verwandlungsprozess.

00:05:52: hat spätestens mit Ostern angefangen.

00:05:56: Gottes Sohn, Jesus Christus, war tot, gekreuzigt, am Kreuz von Golgatha in Jerusalem, hingerichtet, unschuldig, anstelle unserer Schuld als Menschen gestorben.

00:06:09: Jesus war gestorben und begraben.

00:06:12: Das ist das Ende aller Erneuerungen, das Ende des Lebens, denkt man, das Ende einer Religion, der Religionsstifte ist tot.

00:06:22: Und die erste gute Nachricht, dieser neuen Predigtreihe, die heute beginnt, ist er lebt.

00:06:30: Jesus Christus ist von den Toten auferstanden und lebt.

00:06:35: Gott hat seinen Sohn Jesus Christus von den Toten auferweckt.

00:06:40: Und dieses Neue, das ist die größte Verwandlung, die größte Transformation, die ich mir vorstellen kann, denn da fehlt jede Analogie.

00:06:51: Da fehlen die Vergleiche für, um das überhaupt in Worte zu fassen.

00:06:54: Denn die Auferstehung Jesu Christi von den Toten ist unvergleichbar in seiner Qualität.

00:07:02: Man könnte natürlich gucken, wo wird in unserer Gesellschaft von Auferstehungen gesprochen.

00:07:05: Ja, manchmal noch, in unserer Gesellschaft manchmal noch von Auferstehungen gesprochen werden, was überraschendes passiert.

00:07:11: Wenn also ein Fußballverein totgesagt auf einem Abstiegsplatz in der vierten Liga dann doch irgendwie die Wendenschaft und irgendwann in der ersten Liga ist oder eine Partei unter der Prozent.

00:07:21: fünf Prozent würde wieder ins Parlament kommen, die Auferstehung der Partei oder eine Auferstehung von irgendeiner Einzelperson, die wieder beliebt ist.

00:07:29: Aber eine Auferstehung von den Toten ist das alles nicht.

00:07:35: Sondern das ist nur eine Auferstehung der Zuversicht, der Hoffnung, dass was man tot geglaubt hat, das wird wieder lebendig.

00:07:45: Aber Ostern ist das wichtigste Fest der Christen, weil ohne Ostern ist Weihnachten unka Freitag geburt und tot von Jesus völlig ohne Bedeutung.

00:07:58: Es ist sinnlos, dass einer gestorben ist in der Vergangenheit hat keine Bedeutung für die Zukunft der ganzen Welt.

00:08:07: Allein.

00:08:09: Jesus ist nach dem Zeugnis der Schrift nämlich der erste, der auferstanden ist von den Toten.

00:08:16: Das ist das Besondere.

00:08:18: Wer mit Jesus Christus verbunden ist, wird mit auferstehen.

00:08:23: Der Evangelist Johannes sagt das so, wer an Jesus Christus glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.

00:08:30: Und das ist die größte Verwandlung, die größte Transformation, die überhaupt vorstellbar ist.

00:08:35: Das heißt, die Auferstehungskraft, das ist die größte Verwandlungskraft ever für immer.

00:08:43: Alles wird neu.

00:08:45: Das ist nur möglich, wenn Gott diese Verwandlungskraft hat, nämlich Todes wieder lebendig zu machen.

00:08:52: wenn die Qualität von böse zu dunkel werden kann, wenn Hass und Feinschaft, Schmerz und Leid, Ungerechtigkeit, Krankheit und Tod verwandelt werden können, in gut und hell, in Liebe, in Gemeinschaft, in Schmerzfreiheit, in Zufriedenheit, in Gerechtigkeit, in Frieden, in Heilung und ewiges Leben.

00:09:24: Das ist die gute neue Nachricht der Weltgeschichte.

00:09:27: Das ist Evangelium, denn Jesus ist auferstanden und lebt.

00:09:32: Das heißt, er ist schon der neue König des neuen Friedensreiches, einer Welt, die Gott schon angefangen hat, global zu vollenden.

00:09:42: Und diese Nachricht steht von Anfang an auf Skepsis und auf Ablehnung.

00:09:46: Es besteht da das Wort skeptisch auf meiner Folie.

00:09:50: Weil auch das ist emotional eine natürliche Reaktion.

00:09:52: Wie soll so etwas Unglaubliches wahr sein?

00:09:56: Als die Frauen am Ostermorgen davon erzählen, dass Jesus Christus lebt, und sie ist den eigenen Followern, also die, die eben noch Jesus Christus voll vertraut haben und dachte, er bringt die Wände, erzählen, dass er lebt, nicht tot ist.

00:10:10: Den Aposteln, spricht der Evangelist Lukas, die Apostel hielten ihren Bericht für reine Erfindung und glaubten ihnen nicht.

00:10:21: oder anders übersetzt, die Apostel hielten ihren Bericht für leeres Geräte.

00:10:28: Das ist sie wieder, die Skepsis gegenüber diesem Neuen.

00:10:32: Das ist doch eine Fake-News-Erfindung, ein Etikettenschindel.

00:10:36: Das gibt es doch gar nicht.

00:10:39: Das kann noch gar nicht sein.

00:10:41: Und diese erste Reaktion kann ich bis heute nachvollziehen, dass Jesus lebt, dass Gott alles neu machen wird.

00:10:51: Das ist doch nicht wahrscheinlich.

00:10:54: Das ist nicht erwartbar.

00:10:56: Das kann kein Zukunftsforscher aus dem Datenmaterial, das er sammelt, für die Zukunft voraussagen.

00:11:03: Das entspricht nicht der Logik.

00:11:08: Das sprengt uns auf Vorstellungsvermögen.

00:11:10: Mein Vorstellungsvermögen, das entspricht nicht unserer Erfahrung.

00:11:13: Darauf kommen wir nicht von selber.

00:11:18: Das ist nicht einfach kreative Erfindergeist und Innovation technologischer Fortschritt und Erneuerungen, der uns in die Zukunft bringt.

00:11:26: Das ist tatsächlich Transformation, Verwandlung.

00:11:30: Die Auferstehungskraft Gottes wird tiefgreifend dein Leben verwandeln können und die ganze Welt verwandeln können in sein Friedensreich.

00:11:43: Das kann eben nur der, der auf dem Thron sitzt, der, der regiert.

00:11:48: und diese Art der friedlichen Transformation, die dazu führt, dass es kein Leid, kein Schmerz, kein Geschrei, kein Krieg, keine Tränen, kein Tod mehr gibt, die bewirkt Gottes Geist.

00:12:08: Wer regiert also?

00:12:10: Wer bewirkt diese Verwandlungskraft?

00:12:13: Wer bewirkt diese Veränderung?

00:12:17: Mit Gottes Geistkraft, mit seiner Auferstehungskraft regiert Gott diese Welt und er führt diese Welt zu einem guten Ende.

00:12:27: Die Föge und Tunisten würden sagen, ja, das ist eine Utopie.

00:12:30: Und das ist tatsächlich die Utopie, die das Christentum anbietet.

00:12:35: Gott sitzt auf dem Thron, so sieht es Johannes als Vision und dieses symbolisiert, dass er die Machtposition hat.

00:12:43: Der Thron der Weltgeschichte, der steht nicht in Washington, der steht nicht in Moskau, der steht nicht in Peking, der steht auch nicht in Berlin, sondern wo Gott auf dem Thron sitzt, da wird regiert.

00:12:55: Und da steht natürlich im krassen Kontrast zu unserer Erfahrung zu dem, was wir wahrnehmen, zu den Krisen, welche die Menschheitsgeschichte schon durch die beiden großen Weltkriege über sich gebracht hat und in vielen hunderten Kriegen vorher und auch seitdem.

00:13:09: Da steht im Kontrast zu den Krisen, in denen wir heute stecken, im Kontrast zu der Fähigkeit von uns Menschen, zum Bösen, zur Selbstsucht, zur Ablehnung anderer, zur Diskriminierung von Minderheiten, von Fremden, zur Unterwerfung.

00:13:32: Diese gute Nachricht, dass Gott einen Verwandlungsvorhaben hat, das hat noch viele andere Seiten und ich möchte in den nächsten Wochen noch sechs mal ausleuchten, was zum Evangelium gehört.

00:13:44: Aber heute ist das erauferstanden ist, erstmal der Ausgangspunkt, weil was unsere Welt im Blick auf Kriegspolitik, Umweltpolitik, Gesellschaftspolitik, das Beste, was ihr passieren kann, ist immer noch, dass Gott anfängt, diese Welt zu veranwandeln.

00:13:59: Und das hat er nach Überzeugung der Bibel, damit hat er schon begonnen.

00:14:04: Aber nochmal, dieser Verwandlungsprozess ist nicht ein stilles Warten auf den einen Tag, wo der große Resetknopf gedrückt wird und dann wird alles Alte zerstört und das neue ist schlagartig da.

00:14:18: Nein, so wie die Bibel davon erzählt, es ist ein Weg, ein Prozess, eine Geschichte Gottes mit dieser Welt, ein Weg, auf dem Gott zu seinem Ziel kommt, mit dir.

00:14:32: und mit allen geschöpfen, bis Jesus Christus dann wiederkommt, bis dann das große Festmahl von allen Völkern gefeiert wird, wo dann alle Menschen Platz nehmen am Tisch Gottes, erneuert, verwandelt auf der Erde Gottes, auf seiner Erde und seinem Himmel und er sie verwandelt hat in eine neuartige Erde und einen neuartigen Himmel.

00:14:55: Und nun sitzt ja keiner von uns auf dem Thron und an den Schallhebeln der Macht.

00:15:00: Und wir sitzen nicht in Washington, Moskau, Berlin, Peking.

00:15:03: Du sitzt nur in deinem Leben, in deinem Umfeld und ich in meinem.

00:15:06: Und wie höre ich denn jetzt persönlich das Versprechen der Jahreslosung?

00:15:11: Gott spricht sie.

00:15:12: Ich mache alles neu.

00:15:15: Dazu noch ein Gedanke.

00:15:17: Denn dieser Jahreslosung, die lädt auch zu einem ganz ungewöhnlichen Perspektivwechsel ein.

00:15:25: Und das, was ich bisher erzählt habe, eigentlich auch.

00:15:27: Denn der Blick auf die Gegenwart Ob das die ganz persönliche private Gegenwart ist oder die einer größeren Gruppe der ganzen Gesellschaft der ganzen Welt, die ist typischerweise von der Vergangenheit geprägt.

00:15:41: Und wie du deine Gegenwart wahrnimmst, ist davon geprägt, was dich auch als Kind geprägt hat.

00:15:46: Welche Erfahrungen du bisher gemacht hast im Deinem Laufe deines Lebens.

00:15:50: Das prägt deine Wahrnehmung, wie du deine Welt, dein Leben wahrnimmst.

00:15:55: Die Vergangenheit bestimmt ganz stark deinen Blick auf die aktuelle Situation.

00:15:59: Alle machen wir das intuitiv hier vergleichen.

00:16:01: Früher, dein eigenes Frühjahr mit heute.

00:16:05: Und auch als Gemeinde.

00:16:06: wir vergleichen unser Frühjahr mit heute.

00:16:09: Also, früher sah die Gemeinde so aus, hier vorne.

00:16:14: Erkennt ihr das?

00:16:15: Da ist ein großer Tisch und fünf Drohne in der Mitte, ein großer Thron beim Abendmahl.

00:16:23: Und da sind Tafeln mit Liednummern und ein anderes Fenster und ein anderes Schrift.

00:16:28: Gibt es irgendwer, der diesen Anblick noch selber gekennt, aus eigener Ansicht?

00:16:35: Eine Person meldet sich.

00:16:36: Interessant.

00:16:38: Ein Zeitzeuge.

00:16:40: Wie es heute aussieht, ich hatte kein aktuelles Bild und ich dachte, ihr seht es ja hier vorne.

00:16:45: Also von daher, okay, auf einmal keine Tafeln mit Liednummern, sondern Monitore aus dem Thronensessel.

00:16:52: beim Abendmahl sind Stationen geworden oder keine Drohne und so weiter.

00:16:58: Früher sah die Gemeinde Leitung so aus, neunzehnzehnzebzig.

00:17:02: Letztes Jahr sah sie so aus, wie auf diesen beiden Bildern.

00:17:06: Und das sind nur äußere Veränderungen.

00:17:08: Und vielleicht auch nur relativ geringe.

00:17:13: Schauen wir ein bisschen tiefer, was Gott eigentlich verwandeln will, dann ist es ja nicht das Äußere.

00:17:18: Er will ja innere Qualitäten verwandeln.

00:17:21: Im Gallator V beschreibt er das.

00:17:24: Gottesgeister verwandelt Unsucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberrei, Feinschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zvitracht, Spaltungen, Neid, Saufenfressen und dergleichen, schreibt Paulus, in Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Güte, Großzügigkeit, Treue, Freundlichkeit und Selbstbeherrschung.

00:17:52: Das sind die Früchte des Heiligen Geist des Nachgalater V. Das ist also die unsichtbare Verwandlung im Herzen, die Gott bewirken möchte im einzelnen und in Gruppen in dieser Welt.

00:18:11: Und jetzt ist der Perspektivwechsel auf dem Weg zum Neuen, das Ganze von der Zukunft herzusehen.

00:18:20: Also, wenn ich vom Alten auf das Neue schließen will, da komme ich nicht drauf.

00:18:24: Auch noch mal zurück zu dieser Tabelle.

00:18:26: Wenn ich ein total neidischer Mensch bin, Und das mein Anfechtungspunkt ist, dass ich mich immer vergleiche und immer denke, ich bin schlechter oder vielleicht ja, und die anderen haben es besser.

00:18:38: Dann komme ich nicht von diesem Gemütszustand, von dieser emotionalen Lage darauf, dass ich zu einem Menschen werde, der großzügig ist oder freundlich.

00:18:49: Wenn ich ein Mensch bin, der nie genug hat, der gierig ist, der immer mehr braucht, egal auf welchem Level, komme ich nicht auf die Idee.

00:18:57: Das kann ich nicht einfach ableiten daraus.

00:19:02: Was Gottesgeist bewirken kann, dass tatsächlich Menschen, die verfeindet sind, lernen sich zu akzeptieren, zu respektieren, vielleicht sogar sich zu lieben, gute Worte zu haben, dass ein Mensch, der anderes anbetet, auf einmal Gott anbetet und so weiter, das ist ein unglaublicher Transformationsprozess.

00:19:21: Und jetzt lädt Johannes dazu ein, das Ganze nicht von heute aus zu sehen, von der Vergangenheit aus zu sehen, von der Zukunft her zu sehen.

00:19:30: Also er sagt ja aus der Zukunft, sagt Gott schon, ich mache alles neu und er kommt als Auferstand der Jesus Christus uns entgegen.

00:19:39: Und in einem Film würde man sagen, das ist ein Spoiler.

00:19:42: Hier wird schon vorweggenommen, wie das Ganze mal endet.

00:19:47: Das Ostern der Geschichte ist schon bekannt.

00:19:52: Wir könnten also eine hoffnungsvolle Gemeinschaft sein, eine Hoffnungsgemeinde, wenn wir von der Zukunft her denken, und zwar die Zukunft, die wir nicht uns ausrechnen aus dem, was wir wahrnehmen an Krisen, sondern die Gott versprochen hat.

00:20:07: Auf dem Weg zum Neuen hilft uns also kein Weg zurück zum Alten, zum Bekannten, kein Rollback in die Vergangenheit.

00:20:14: Das ist eine Sackkasse.

00:20:16: Auf dem Weg zum Neuen hilft uns keine Verdrängen der Probleme.

00:20:20: Nach Motto, es ist ja alles gar nicht so schlimm.

00:20:22: Auf dem Weg zum Neuen hilft uns auch keine rosa Brille, die alle schön redet, sondern ein Perspektivwechsel ein sich verlassen auf das, was Gott bewirken kann.

00:20:33: Das geht auch im Klein.

00:20:34: In unserem Gemeindebund machen wir gerade einen Transformationsprozess, UB-Fünfundzwanzig.

00:20:39: Unser Bund hat zweitausendfünfundzwanzig.

00:20:41: Nun haben wir ja schon zweitausendfünfundzwanzig.

00:20:43: Und die letzten zwei Jahre haben wir überlegt, wie wir den Bund neu strukturieren.

00:20:46: Und ich will da nicht ins Detail gehen.

00:20:48: Ich will nur erzählen, dass wir bei einem letzten Forum in kleinen Gruppen uns zusammengesetzt haben und die Aufgabe war, uns zu überlegen, was in zwei Jahren wie die Zukunft in zwei Jahren aussieht, und zwar im Best-Geld-Szenario, quasi.

00:21:03: wir reden über die positive Zukunft in zwei Jahren und erzählen, was alles toll gelaufen ist und warum.

00:21:09: Wir saßen erstmal da, Moment mal, was sollen wir jetzt machen?

00:21:13: Wir sollen uns... in die Zukunft setzen und von der Zukunft her positiv über das reden, was gewesen ist.

00:21:20: Wie geht denn das?

00:21:20: Dann haben wir angefangen zu erzählen.

00:21:22: Und auf einmal haben wir so kreativ und im Fluss und haben so geschwärmt von dem, was mal werden wird und wie das geworden ist und warum es geworden ist, haben wir in einem Rollenspieljahne, wir wurden interviewt von einem fiktiven Journalisten, was haben sie denn gemacht, damit das so erfolgreich war?

00:21:38: Und das war jetzt keine Coaching-Technik, sondern es war ein echtes Experiment, was passiert eigentlich, wenn ich annehme, dass die Zukunft positiv ist und von der Zukunft her über die heutige Situation rede.

00:21:53: Und das macht die Jahreslosung.

00:21:56: Wenn ich höre, dass Gott schon sagt, ich mache alles neu und dazu mehr erfahre, wie Gott die Welt erneuern will und dass er sie erneuern wird, dann verändert das mein Denken über heute.

00:22:11: Und wenn ich jetzt Gott ganz persönlich, das habe ich auf die Folie hier geschrieben, wenn ich mit Gott als Ratgeber ins neue Jahr gehe, als Gesprächspartner, als meinen Leiter, dann kannst du dich vielleicht auf diesen Weg der Veränderung einlassen.

00:22:25: Und dann sagt Gott dir auch, ich lass dich nicht im Stich.

00:22:29: Gott lässt dich nicht mit persönlichen Schmerz und Leid im Stich, mit Weltschmerz nicht und auch nicht mit dem persönlichen Schmerz und auch nicht mit Angst, weder globalen noch persönlichen.

00:22:42: Gott lässt auch diese Welt nicht sich selbst und er lässt sie auch nicht allein, sondern er bietet seine Verwandlungskraft an, seine Auferstehungshoffnung.

00:22:54: Wer sich diesen Gottesgedanken anschließt, erlebt eine Erneuerung des Denkens, eine Metamorphose, eine Transformation erstmal des Denkens und auch des Fühlens und Handeln.

00:23:06: Das fordert Paulus in Römer XII, Vers.

00:23:10: II.

00:23:10: Er sagt zu den Christen, Lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist.

00:23:20: Wenn wir erkennen wollen, was gut ist, was wirklich neu wird, dann brauchen wir eine Veränderung dessen, was wir sehen und wahrnehmen.

00:23:29: Und das wäre ein guter Vorsatz fürs neue Jahr.

00:23:32: Mich von Gott verwandeln lassen, Erneuerungen zulassen, die Gott machen kann.

00:23:36: Und Gott bitte ich fange mir damit an.

00:23:39: In meinem Herzen, in meiner Haltung.

00:23:43: in meinem Denken, in meinem Handeln.

00:23:47: Gott stärke mich für diesen Weg der Veränderung auf der Wegstrecke.

00:23:51: Vielleicht heute durch Brot und Wein beim Abendmahl und dann auch immer wieder, weil Gott weiß, wir brauchen wieder neue Energie, neue Wegstrecke.

00:24:00: Auch durch Impulsoren Gedanken beim Lesen der Bibel komme ich auf neue Gedanken, auf eine andere Sicht, auf die ich mir nicht einfach ableiten kann.

00:24:08: Durchs Beten beim Gespräch mit Gott entstehen neue Gedanken im Gespräch auch mit anderen, die mit mir beten.

00:24:15: Wer mal mit anderen über Gott und die Welt redet und darum ringt, wie kann denn die Zukunft aussehen mit Gottes Auferstehungskraft?

00:24:24: Und auch wenn du entscheidest, wenn ich entscheide, was ich in diesem Jahr tue und was ich lasse, welche Veränderungen dran ist, welche Veränderungen führt denn zu Liebe, Freude, Frieden?

00:24:36: Freundlichkeit, Geduld, Großzügigkeit, Treue, Selbstbeherrschung.

00:24:41: Und welche Entscheidungen behindern das auch?

00:24:45: Deshalb bete ich auch Gottfang bei uns als Gemeinder an, dass wir ein Ort sind, dem wir liebevoll und gemeinsam unterwegs sind und weltoffen.

00:24:53: Und weltoffen heißt, die Nöte um uns herum wahrnehmen, die Krisen wahrnehmen, die Menschen wahrnehmen und darauf reagieren, manchmal mit einem Wort, mit einer Geste, vielleicht auch mit einer neuen Tat, der Bermärzigkeit, der Liebe, der Annahme.

00:25:06: Der Gott, der alles neu macht, der fängt bei jedem Einzelnen an und er wirkt dann durch uns zu anderen und am Ende vollendet er die ganze Welt.

00:25:19: Er lebt, das ist die gute Nachricht und wir dürfen mit ihm leben, für immer.

00:25:25: Und auf diesem Weg segne er dein neues Jahr, und auch uns als Gemeinde ebenso.

00:25:33: Amen.

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