Predigt vom 16.11.25
Shownotes
Pastor Michael Rohde predigt über 1. Korinther 3, 5-11
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00:00:20: Liebe Gemeinde, am Donnerstag sind meine Frau und ich von einer Israel-Reise zurückgekehrt und wir sind noch voller Eindrücke, Gefühle von Freude und Mitleid und Schönheit.
00:00:33: Wir waren in dem Land, dass für die Geschichte von Juden, Christen und Moslems eine herausragende Rolle spielt.
00:00:40: Und für Juden und Christen ist es der Ort, an dem der Messias erwartet wird.
00:00:45: der Retter und Erlöser der Welt.
00:00:47: Und für Christen ist es der Ort, an dem Jesus gelebt hat, gehandelt hat, gestorben ist und auferstanden und an dem er auch wiederkommen wird.
00:00:57: Mit unserer Reisegruppe waren wir zu Beginn im Norden von Israel am Segenetzerrett.
00:01:02: Ihr seht dieses Bild.
00:01:03: Und diese Region, in der Jesus von Nazareth geboren worden ist, in der Region hat er seine berühmteste Predigt gehalten, die Bergpredigt und Dort am See saß er nach der Auferstehung und bried ein bisschen Fisch, Buch, ein bisschen Brot für seine Jünger nach einem heftigen Tag.
00:01:26: Ja?
00:01:27: Und dann kam der Moment, wo wir mit unserer Reisegruppe einige von uns zum allerersten Mal, meine Frau auch, Jerusalem selber gesehen haben.
00:01:39: Wir standen nicht auf dem Müncheberg, sondern auf dem Ölberg.
00:01:43: und schauten herunter.
00:01:46: Und wir gingen auch den Ölberg herunter in einen Garten, neben dem ein großes Gebäude steht.
00:01:53: Nun als Gemeinde Müncheberg feiern wir heute unseren hundert- und siebzigsten Geburtstag.
00:01:58: Und als Geburtstagspredigt bringe ich euch ein ganz paar Bilder zu unserem Predigtext auf dem Heiligen Garten mit von einem Garten und von einem Grundstück.
00:02:09: Mein Thema heißt fundierte Gemeinde mit Garten.
00:02:13: statt Fundamentalismus.
00:02:16: Nun, am Fuß dieses Ölbergs liegt tatsächlich ein Garten.
00:02:20: Hier seht ihr Ölbäume.
00:02:23: Diese Bäume sind viele hundert Jahre alt, wissenschaftlich nachgewiesen sogar einer tausend, zweiundneunzig Jahre alt, also über tausend Jahre alte Bäume.
00:02:35: Irgendwer hat diese Bäume mal gepflanzt.
00:02:39: Andere haben sie gegossen, gepflegt, beschnitten.
00:02:43: und die Oliven immer wieder geerntet.
00:02:46: Seit hunderten von Jahren spenden diese Bäume Schatten und Früchte.
00:02:53: Und das neue Testament erzählt, wie Jesus in Garten geht.
00:02:56: Seemannee, vielleicht unter solchen Bäumen, sich zurückgezogen hat.
00:03:01: Und dort hat er gebetet.
00:03:02: Und er hat gebetet, Herr, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorüber gehen.
00:03:08: Aber nicht mein, sondern dein Wille geschehe.
00:03:13: In diesem Garten wurde der Jude Jesus ausgeliefert an die Römer und letztlich vor Gericht gestellt und zum Tod verurteilt.
00:03:24: Jesus ist nämlich aus Liebe für uns Menschen gestorben.
00:03:28: Jesus hat aus Liebe sein ganzes Leben verschenkt.
00:03:32: Der Tod auf Golgatha und seine Auferstehung nach drei Tagen, die sind das Fundament des christlichen Glaubens.
00:03:39: Die sind das Fundament für das Vertrauen, dass Jesus heute lebt, dass Jesus heute erfahrbar ist, dass Jesus heute Grundstein der Gemeinde sein kann.
00:03:52: Ein anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist.
00:03:56: Welcher ist Jesus Christus?
00:03:57: So lautet der Schlusstext von meinem heutigen Predigt-Text aus I. Korinther III.
00:04:02: Paulus schreibt diesen Satz.
00:04:04: Eine andere Grundlage kann es für keine christliche Kirche auf dieser ganzen Welt geben als die Person von Jesus Christus.
00:04:12: Ein anderes Fundament kann es nicht geben als Jesus selber.
00:04:15: Er ist die Grundlage, die Begründung.
00:04:18: Der Grund, die Ursache, das Fundament.
00:04:23: Und deswegen will die Gemeinde Möncheberg schon immer Christus orientiert sein, sich an Jesus ausrichten.
00:04:29: Deswegen ist das das wichtigste Wort im neuen Leitbild Christus orientiert.
00:04:35: Und wenn jetzt Jesus nur eine Person der Vergangenheit wäre, dann wäre das heute ein ganz trauriger Geburtstag.
00:04:43: Dann wäre das als Gemeinde eigentlich wie so eine toten Gedenknisfeier.
00:04:47: Das wären nur noch nostalgische Traditionen.
00:04:51: Das wären dann nur noch alte Bäume.
00:04:54: Aber die Gemeinde Jesu ist vergleichbar mit einem bewässerten Garten, in dem es Leben gibt, in dem Jesus gegenwärtig ist.
00:05:03: Und deshalb schreibt Paulus über das Gemeindeleben in seinem ersten Brief an die Korinther folgenden Text in den Kapitel drei, die Verse fünf bis elf.
00:05:12: Wer ist denn Apollos?
00:05:13: Wer ist Paulos?
00:05:15: Sie sind Diener des Herrn, durch die ihr zum Glauben gekommen seid und jeder dient den Herrn mit den Gaben, die er bekommen hat.
00:05:22: Ich habe gepflanzt, Apollos hat gegossen, aber Gott hat es wachsen lassen.
00:05:29: Es zählt nicht wer pflanzt oder wer gießt, es kommt auf Gott an, der alles wachsen lässt.
00:05:35: Derjenige, der pflanzt und derjenige, der gießt, haben eine gemeinsame Aufgabe.
00:05:41: Aber jeder wird seinen eigenen Lohnen bekommen, entsprechende Arbeit, die er geleistet hat.
00:05:46: Es ist also Gottesbauwerk, an dem wir mitarbeiten und ihr seid Gottesackerland.
00:05:53: Noch besser, ihr seid Gottesbauwerk.
00:05:58: Als erfahrener Bauleiter habe ich das Fundament gelegt.
00:06:01: Dazu hat Gott mich in seiner Gnade befähigt.
00:06:04: Jetzt baut ein anderer darauf weiter, aber jeder muss aufpassen, wie er baut.
00:06:08: Denn niemand kann ein anderes Fundament legen, als das, das gelegt ist.
00:06:13: Und das ist Jesus Christus.
00:06:19: Neben diesem Garten geht Sema nehmen.
00:06:21: Mit diesen uralten Beuden steht heute eine Riesenkirche, eine Basilika.
00:06:26: Die Kirche der Nationen.
00:06:28: Denn es haben tatsächlich zwölf Nationen am Bau dieser Kirche mitgespendet und finanziert.
00:06:35: Auch Deutschland.
00:06:36: Vor hundert zwei Jahren wurde dieses Gebäude gebaut.
00:06:39: Die heißt auch Todesangst Basilika.
00:06:43: Hier sieht man den preußischen Adlau oder den Deutschen in der Kuppel.
00:06:48: Vor über hundert Jahren war das ja noch anders.
00:06:51: Todesangst, weil Jesus im Garten geht, sehmane Todesangst ausgestanden hat, bevor er für uns Menschen ins Leid gegangen ist, in die Dunkelheit, in den Tod.
00:07:07: Und bis heute, wer an Kirche denkt, denkt meistens häufig an ein Gebäude.
00:07:13: Und auch unsere Gemeinde ist durch ihr Gebäude sehr geprägt.
00:07:17: Doch der Gemeindegründer Paulus dachte bei Gemeinde nicht an ein Gebäude.
00:07:24: Die ersten Christen haben sich nämlich in Privathäusern getroffen, auch in Korinth.
00:07:28: Und deshalb schreibt er in seinem Abschnitt ja auch, ihr seid Gottes Bauwerk.
00:07:34: Es gibt ganz komischen Hall hier, der muss irgendwie ausgeschaltet werden.
00:07:38: Sonst hören mir die Leute nicht mehr zu, sondern... Ich weiß nicht, ob es... Ja, jetzt wird es nicht besser.
00:07:46: Okay, jetzt ist es super.
00:07:48: Seid ihr noch dabei?
00:07:50: Okay, jetzt wieder.
00:07:52: Schon gemerkt hier.
00:07:53: Also, ihr seid Gottes Bauwerk.
00:07:56: Eigentlich hätte ich jetzt so ein Gruppenbild hier zeigen müssen und nicht das Gebäude.
00:08:00: Aber das ist eben genau der Punkt.
00:08:02: Damit meint er ja die Menschen, die Jesus vertrauen.
00:08:05: Die bilden ein Gebäude aus lebendigen Stein.
00:08:10: Der Mörtel, der die Steine zusammenfügt, das soll die Liebe Gottes sein, der heilige Geist.
00:08:15: Und deswegen schreibt er ein paar Verse weiter in dem Kapitel, ihr seid der Tempel des heiligen Geistes.
00:08:22: Paulus vergleicht die Gemeinde.
00:08:25: mit ihren Menschen, mit einem Bauwerk, das sich ineinander fügt, auf einem festen Fundament, auf der guten Nachricht von Jesus Christus, auf dem Evangelium, dass Gott für alle Menschen da ist, für alle gestorben ist, Herr Jesus.
00:08:40: Aber Paulus will, dass dieses Fundament, was da drauf gebaut wird, dass das flexibel bleibt, dass das beweglich bleibt, dass das sich immer wieder verändert.
00:08:49: Deshalb, Paulus war kein Fundamentalist.
00:08:53: Wo er vom Fundament schreibt?
00:08:56: Vielleicht muss ich das erklären, fragt man heute die Bundeszentrale für politische Bildung.
00:09:00: Was ist denn Fundamentalismus?
00:09:02: Bringt sie das auf den Punkt.
00:09:03: Ein Mensch, der fundamentalistisch denkt, hängt stark an überlieferten Grundsätzen, lehnt Neuerung ab und will sich der modernen Zeit nicht anpassen.
00:09:13: Diese Grundsätze können politische oder religiöse Überzeugung sein.
00:09:20: Leider werden christliche und auch islamische Fundamentalisten Fanatisch, intolerant, in Worten und Taten gefährlich für andere, sogar gewalttätig gegenüber Andersdenkenden.
00:09:35: Paulus war nach seiner Bekehrung kein Fundamentalist mehr.
00:09:39: In diesem Sinne.
00:09:41: Er hat ganz viele Einzelfragen seiner Zeit und immer wieder neu beantwortet und Antworten für seine Zeit gesucht.
00:09:48: Berühmte Kompromisse wie beim Apostelkonzil und so weiter.
00:09:53: Immer wichtig, nicht der überlieferte Buchstabe, sondern der Geist Jesu soll uns treiben.
00:09:59: Deshalb schreibt er dann im zweiten Korintherbrief, wo der Geist des Herrn weht.
00:10:03: Da ist Freiheit.
00:10:06: Nur das Fundament, das ist die Botschaft von Kreuz und Auferstehung, die waren für ihn unverrückbar.
00:10:12: Die hat er gesagt, da muss keiner mehr neu dran bauen.
00:10:15: Das ist schon gelegt.
00:10:17: Es gibt keinen anderen Grund, als den, der gelegt ist.
00:10:20: Welcher ist Jesus Christus?
00:10:22: Und der ist auch für uns als Gemeinde gelegt.
00:10:24: Wir müssen kein neues Fundament gießen.
00:10:27: Schauen wir uns jetzt diesen Gemeindegarten an, von dem Paulus spricht.
00:10:30: Mit drei Perspektiven und die erste Perspektive ist das von Pflanzen und Begießen, von Gründen und erhalten, von Bewegen und Bewahren.
00:10:41: Also ich bekenne, ich bin eine Gemeinde Pflanze.
00:10:44: Ich habe nicht nur einen einen Wochenende im Gemeindehaus gewohnt, sondern bis zu meinem achtzenden Lebensjahr fast jeden Tag.
00:10:51: weil meine Mutter Hausmeisterin war.
00:10:53: Und da bin ich schon als Kind mit dem Bobbikar durch die Gemeinde reingefahren und habe die Buchablagen, die es damals noch gab, in einer anderen Gemeinde abgeputzt, staubgeputzt.
00:11:04: Meine Mutter war die Hausmeisterin, hat für Sauberkeit, Ordnung, Wärme, Brot und Wein am Abend mal offene und geschlossene Türen gesorgt.
00:11:12: Und wir hatten, wie im jedem Gemeindehaus, auch Gemeindepflanzen.
00:11:16: Wir haben ja hier auch Gemeindepflanzen einige sehr gut sichtbar.
00:11:20: In einer Gemeinde hatten wir mal ein Schild, ich will hier bleiben, damit die Pflanze nicht ständig verrückt wird und so weiter.
00:11:27: Das Problem beim Pflanzen ist, Pflanzenpflege ist nicht jeder Mann's Sache.
00:11:35: In meiner letzten Gemeinde hatten wir Pflanzen, die waren alle ganz schön verkümmert, weil sie immer übergossen wurden.
00:11:40: Aber man meint, so viele Leute ist gut mit der Pflanze, dass sie den Wassertod gestorben sind.
00:11:46: Und auch... Ich habe nicht einen grünen Daumen.
00:11:49: Mein Nachbar, der hat einen grünen Daumen.
00:11:51: Der hat jetzt in den zwei Wochen, die wir weg waren, unseren Garten gepflegt, also unsere Terrasse, und plötzlich blühen die Pflanzen wieder.
00:11:58: Die Zitronen sind reif geworden.
00:12:00: Klar hat die Sonne auch geholfen.
00:12:03: Das Leben einer christlichen Gemeinde vergleicht Paulus mit einem Garten.
00:12:08: Mit unterschiedlichen Mitarbeitern.
00:12:10: Jede Pflanze muss ja einmal gepflanzt worden sein.
00:12:14: Es gibt ein Pflanzer, ein Pionier.
00:12:17: Ein Gründer.
00:12:19: in der Erstzeit der ersten Christen war das Paulus, der Gemeindegründer.
00:12:23: Der hat viele neue Gemeinden gepflanzt.
00:12:25: Und bis heute gibt es Menschen, die so diesen Spirit von Paulus haben, diese Art von Paulus.
00:12:31: jede Woche, jedes Quartal, eine neue Idee, ein neues Projekt, ein neues Vorhaben.
00:12:37: Was könnten wir noch machen?
00:12:39: Und wer so mitarbeitet in der Gemeinde wie Paulus, der möchte alles, aber nicht einfach nur zugucken, wie etwas langsam wächst, sondern er möchte neues pflanzen, neues gründen, neues anfangen.
00:12:52: Experten für Gemeinde, Wachstum und Bewegung haben herausgefunden, es ist leichter, eine neue Gemeinde zu gründen als eine alte Gemeinde zu erneuern.
00:13:05: Neugegründete Gemeinden, Blünen, es gibt so viele, die gehen auch manchmal wieder ein.
00:13:11: Jede Gemeinde benötigt Menschen, die ähnlich wie Powder sind, die so veranlagt sind, dass sie unzufrieden sind mit dem gegenwärtigen Zustand ihrer Gemeinde, ihres Gartens, die die Sehnsucht haben nach mehr im Herzen, nach Veränderung, nach Bewegung, nach mehr Tempo, nach mehr Schnelligkeit.
00:13:29: Menschen, die einen leeren Raum sehen und schon einen offenen Jugendklub.
00:13:33: Menschen, die ausprobieren, die ständig neue Samen sehen und denken, ach, ich probiere es mal.
00:13:38: Vielleicht, vielleicht wird ja was daraus.
00:13:40: Vielleicht wächst ja was.
00:13:43: Und dann gibt es in der Gemeinde und ebenso nötig Menschen wie Apollos.
00:13:47: Apollos begießt die Pflanze.
00:13:50: Er pflegt die Pflanze.
00:13:52: Er spricht wahrscheinlich auch mit der Pflanze.
00:13:54: Umsorgt sie.
00:13:56: Er liebt die Pflanzen.
00:13:57: Und die Pflanzen pflege.
00:13:59: Er begegnet ihr liebevoll.
00:14:00: Er versorgt die Pflanzen, die sich Gemeinden nennen.
00:14:03: Er verwaltet treu.
00:14:05: Er bewahrt die Tradition.
00:14:06: Die guten Wurzeln der Vergangenheit.
00:14:09: Apollos interessiert sich auch für die Geschichte der Gemeinde, für die Vergangenheit.
00:14:14: Und Apollos kann zufrieden sein mit dem Erreichten.
00:14:17: Das gegenwärtige Pflegen.
00:14:19: Apollos driftet manchmal auch in Nostalgie ab und schwärmt von alten Zeiten.
00:14:25: Paulus und Apollos.
00:14:27: sehr unterschiedliche Typen an Mitarbeitern im Gemeindegarten.
00:14:32: Und Paulus schreibt hier entscheidend ist die Mischung.
00:14:35: Entscheidend ist, dass es beide gibt.
00:14:37: Menschen, die bewegen und solche, die bewahren.
00:14:41: Solche, die etwas anfangen und andere, die das, was angefangen wurde, auch ausführen und verstetigen.
00:14:49: Menschen... die aus guter Tradition leben und andere mit sinnvoller Erneuerung, alt und neu, Menschen, die sich ausruhen und Leute, die losgehen wollen, Menschen, denen Freiheit wichtig ist und Menschen, denen die Ordnung und die Tradition wichtig ist.
00:15:05: Und deshalb arbeiten christliche Gemeinden und auch unsere bis heute in einem Team zusammen, in der Gemeindeleitung mit neun verschiedenen Menschen.
00:15:13: Deswegen benötigen wir in der Gemeinde jeden Einzelnen.
00:15:18: Mit seinem persönlichen Profil als Mitarbeiterin, als Mitarbeiter.
00:15:22: Damit die Mischung stimmt.
00:15:24: Damit alles seinem Auftrag dient.
00:15:28: Damit alles getan werden kann, was unserem Auftrag entspricht.
00:15:32: Damit gemeine Leben blühen und wachsen kann.
00:15:36: Beide, die Erneuerer und die Erhalter, die arbeiten an derselben großen Aufgabe.
00:15:42: Das Acker fällt der Gemeinde.
00:15:44: zu pflanzen und zu sehen, zu jäten, zu begießen, zu pflegen und sich einem Gewachsenen zu freuen und auch zu erkennen, wo noch gepflanzt werden kann.
00:15:57: Und dann sagt Paulus, es ist so wichtig, dass es Gottesgarten ist.
00:16:02: Entscheidend für Paulus ist bis heute und für das Gemeindeleben, es ist Gottesgarten.
00:16:10: Ihr seid Gottesbauerwerk.
00:16:12: Ihr seid Gottesackerfeld.
00:16:16: Paul schreibt, es kommt auf Gott an, der alles wachsen lässt.
00:16:22: Entscheidend für Paulus ist in der Gemeinde Jesu, wer das Wachstum schenkt.
00:16:26: Und die Frage beantwortet er ganz klar.
00:16:28: Gott ist derjenige, der es nur schenken kann.
00:16:31: Es liegt also nicht an der kniffligen Methode.
00:16:35: Es liegt nicht an unserer Kraft.
00:16:36: Es liegt nicht an unserem Können.
00:16:38: Das Geheimnis des Wachstums liegt tatsächlich in Gottes Hand.
00:16:43: Dass aus einem Senfkorn ein Baum werden kann.
00:16:46: Das ist und bleibt Gottes Sache.
00:16:50: Das in der Anfangsgeschichte der Gemeinde Möncheberg, eighteenhundert, siebenundvierzig, durch die Weitergabe von Flugbettern und Traktaten und Zeltwagen, durch einfache Handwerker wie den Schreinergesellen Ernst Zeller oder den Schreiner und später Bürstenfabrikanten Karl Steinhoff, überhaupt Menschen zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind, war Gottes Sache.
00:17:15: Dass in diesem Gottesdienst heute Gott dich persönlich ansprechen kann.
00:17:20: ist Gottessache.
00:17:23: Gottesgemeine kann nicht vertrocknen und verstauben, solange sie Gottesgemeinde ist.
00:17:28: Weil Gott die Quelle des Lebens der Gemeinde ist.
00:17:33: Gott ist die Quelle der Vitalität einer Gemeinde.
00:17:37: Bei Gott ist Jesus selber die Anziehungskraft einer Gemeinde.
00:17:43: Es ist Gottesgarten.
00:17:48: Und nur wer seine Vorstellung von einem Paradiesgarten mehr liebt, als den christlichen gemahlenden Garten selbst.
00:17:54: Der wird letztlich zum Zerstörer der christlichen Gemeinschaft, auch wenn er persönlich das noch so ehrlich und ernsthaft meint.
00:18:00: Wer also seine Vorstellung von der Traumgemeinde der Vergangenheit oder der Zukunft mehr liebt als die Gemeinde, wie sie ist, der steht in Gefahr stolz.
00:18:11: und anspruchsvoll zu sein, die anderen, die müssten doch herzlicher sein und engagierter und echter oder begeisterter und anteiländer und freundlicher und die anderen müssten doch andere Lieder singen und was die anderen alles machen müssten.
00:18:26: Dietrich Bonnevers schreibt das schon in den dreißiger Jahren in seinem Buch Gemeinsames Leben.
00:18:33: Zitat, wer sich das Bild einer Gemeinschaft erträumt, der fordert von Gott dem anderen und sich selbst die Erfüllung.
00:18:41: Er tritt als fordernder in die Gemeinschaft der Christen.
00:18:45: Er richtet sein eigenes Gesetz auf und danach richtet er die Brüder und Schwestern und Gott selbst.
00:18:51: Er tut so, als habe er erst die christliche Gemeinschaft zu schaffen.
00:19:00: Paulus schreibt, es ist doch Gottesgarten.
00:19:04: Und die ersten Christen in Korinth, obwohl es eine kleine Gemeinde war, haben sich auch schon verstritten.
00:19:09: Ja, hat er nun Apollos Recht?
00:19:10: Hat Paulos Recht?
00:19:11: Sollen wir uns nicht nach dem benennen oder den?
00:19:13: Wer ist denn der bessere Leiter?
00:19:14: Und Paulos sagt, nein, Leute, ihr habt gerade ganz falsche Vorstellung von Gemeinde.
00:19:21: Es ist Gottesgarten.
00:19:22: Gott ist der Grund der Gemeinschaft, der Gemeinde.
00:19:24: Gott ist der Gärtner seines Gartens und wir dürfen ihm beim Gärtnern helfen.
00:19:29: Deshalb sei die Veränderung, die dir wünscht.
00:19:32: Schau auf Gott.
00:19:35: Denn jeder, der den Garten seiner Gemeinde vor Ort kennenlernt und da ist der Münchenberg keine Ausnahme, bemerkt schnell, was für ein Gemüsehaufen wir sind oder was für eine Gurkentruppe, wie unterschiedlich wir als Menschen sind, wie vielfältig die Früchte und Formen und Formen.
00:19:51: Auch die Gemeinde und auch unsere Gemeinde ist kein perfekter Ort, kein fertiger, landschaftlich perfekt zu Ende gestalteter Garten, der in einem Wettbewerb alle Preise gewinnt.
00:20:06: Nein, wir bleiben Gottesgarten, der noch umgeflügt und gepflanzt und gewässert werden muss.
00:20:14: Wir sind Gottesgarten, Gottesackerfeld.
00:20:18: Und gemein ist auch kein perfekter Bau der, sondern eine immerwährende Baustelle.
00:20:25: Ja, das Fundament ist gegossen und da ist schon manches drauf gebaut und da muss mal wieder was verrückt werden und was Neues gebaut werden.
00:20:32: Und deshalb ist es so wichtig, auch einzüben Danke zu sagen für deine Gemeinde, weil sie Gottesgemeinde ist.
00:20:40: Auch wenn du vielleicht gerade keine großartigen Erfahrungen in der Gemeinde machst oder begeistert bist.
00:20:45: Vielleicht auch wenn du viel Späche siehst oder Kleinglauben oder für Schwierigkeiten.
00:20:51: Auch dann Danke zu sagen, dass es Gottesgemeinde, Gottesgarten gibt.
00:20:57: Christliche Gemeinde, seinen Garten auf Erdniss, also kein Ideal, das wir erst verwirklichen müssen.
00:21:02: Und dann gibt es das erst, sondern durch Gott, durch Jesus Christus ist der Grund gelegt.
00:21:07: Es ist seine geschaffene Wirklichkeit.
00:21:09: Und in der real existierenden Gemeinde hat dann jeder einen Auftrag.
00:21:14: Und das ist das Dritte, was Paulus hier anspricht.
00:21:17: Nämlich es geht ihm um die Hingabe statt um die Aufgabe.
00:21:22: Paulus beschreibt, ja, Paulus und Apollos hat verschiedene Aufgaben in der Gemeinde und er macht deutlich, entscheidet es nicht der Unterschied der Aufgaben, entscheidet es nicht, welche Aufgabe du übernimmst, sondern wie du deine Aufgabe erfüllst.
00:21:37: Um deine Hingabe geht es.
00:21:39: Nicht um die Anzahl oder Bedeutung deiner Aufgabe.
00:21:43: Es geht um die Liebe zur Pflanze, auf die Liebe zu der Sache, die Liebe zu den Menschen.
00:21:51: Mir ist das mal deutlich geworden, deshalb habe ich euch hier links ein Vogel als Bild eingeblendet.
00:21:59: Mein Vater hatte mal ein neues Hobby, nämlich ein Vogel.
00:22:02: Nein, sogar zwei.
00:22:04: Und dann tat er alles für die beiden Vögel.
00:22:06: Er kaufte eine ganz große Voliere, er nahm Finanzen in die Hand.
00:22:11: Er kaufte ein kleines Schwimmenbecken, das beste Futter.
00:22:15: Er setzte seine Zeit ein.
00:22:17: Er brachte den Krankenvogel zum Tierarzt, er las Tierbücher, er reinigte den Käfig, er setzte seine Zuverlässigkeit ein, er versorgte die Tiere, er wurde zum Hingebung folgen.
00:22:28: Vogelbesitzer, so kannte ich ihn gar nicht.
00:22:31: Die Art und Weise, wie er sich um diese beiden Pietmetze kümmerte, beeindruckte mich.
00:22:36: Die Sache selbst, die Aufgabe, bedeutete mir nicht so viel, aber seine Liebe dazu, die sprach mich an.
00:22:43: Und er hat eine unerwartete Belohnung bekommen.
00:22:46: Eines Tages fingen die beiden Vögel an zu singen.
00:22:49: Wunderschön zu singen.
00:22:50: Das war das extra.
00:22:52: Er hätte es auch gemacht, wenn sich Stummen geblieben wären.
00:22:56: Er nannte sie Peter und Silje.
00:23:03: Pau de spricht hier auch von einer besonderen Belohnung.
00:23:07: Habt ihr das noch in Erinnerung im Text?
00:23:10: Jeder bekommt eine Belohnung für die Arbeit, die er sich gemacht hat.
00:23:15: Da werden wir vielleicht als Protestanten etwas nervös und denken, wie muss man sich jetzt was verdienen?
00:23:20: Nein, so meint Paulus das nicht.
00:23:22: Paulus sagt, nee, dass du mit mir Gemeinschaft hast, ewige Gemeinschaft, das ist die Grundlage.
00:23:28: Aber für deinen Einsatz, für deine Hingabe wirst du einen Lohn bekommen, entsprechend deine Arbeit.
00:23:34: Und die Belohnung ist nicht die Motivation dafür, keine Forderung, sondern eigentlich ein Extra.
00:23:41: Und wer in der Gemeinde in Einklang mit seinen Neigungen, mit seinen Stärken, mit seinen Talenten, wir haben mit den Tieren aus dem EU darüber gesprochen, wo sind deine Stärken, wo könntest du dich einbringen und die Frage für sich mal zu bewegen, ja, dann kann es sein, dass das, was du machst, dir Freude macht.
00:23:56: Und vielleicht ist die Freude schon die Belohnung.
00:24:00: Und wenn die Freude verloren geht... Am Dienstagabend laden wir als Gemeinleitung, wenn ihr Minchelvis ein und euch auch, wenn ihr möcht, um über die Frage Mitarbeit, die Freude macht, nachzudenken.
00:24:12: Hier muss denn das Miteinander und die Mitarbeit sein, dass man mit Freude dabei ist oder vielleicht neu mit Freude dabei ist und vielleicht Leute mitmachen, die vorher gar nicht daran gedacht haben.
00:24:26: Die Freude daran, eine sinnvolle Aufgabe zu haben, kann schon eine Belohnung sein.
00:24:32: Und wenn Gott verspricht, dann gebe ich noch was extra.
00:24:35: Schauen wir mal, was ihm da einfällt.
00:24:37: Gott ist sehr großzügig.
00:24:39: Er schreibt nämlich, denn wir sind Gottesmitarbeiter.
00:24:42: Wir sind Gottesmitarbeiter.
00:24:45: Also, im Gottesgemeinde ist Platz für Promekaroten und für Logiker.
00:24:50: Für Pflanzenliebhaber und für Statiker.
00:24:52: Für Menschen, die die Freiheit lieben und für Menschen die Ordnung wünschen.
00:24:56: Menschen, die aufbrechen und Menschen, die bewahren wollen.
00:24:59: Für Menschen aus allen Generationen.
00:25:02: In Gottes Mitarbeiterteam, in Gottes Garten ist auch Platz für Dich.
00:25:08: Und so wollen wir Gemeinde sein, liebevoll, gemeinsamen, weltoffen.
00:25:12: Als Gottes Garten und Gottes Bauwerk.
00:25:16: Amen.
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